Wie der Hass aus der Welt zu schaffen ist

Er trieft im Internet aus allen Leserkommentarspalten, er ist an vielen Parteiveranstaltungen mit Händen zu greifen, er scheint der Motor der Gegenwart zu sein: der Hass. Er ist schamlos, ungeschminkt, direkt. Und wohl kein Zufall. Eine Antwort darauf, warum der Hass heute so verbreitet ist, habe ich in einem 50 Jahre alten Text gefunden. Es ist ein Interview mit Max Frisch über den Hass. Frisch erklärt, wie der Hass aus der Welt zu schaffen ist – und warum das nicht genügt. Aber lesen Sie selbst.

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Lebenslang für die Wahrheit

Can Dündar war bis 2016 Chefredakteur der Tageszeitung «Cumhuriyet». 2015 wurde er wegen Spionage angeklagt, weil seine Zeitung einen Bericht über Waffenlieferungen der Türkei an den IS in Syrien veröffentlicht hatte. Er floh zunächst zu seinem Sohn nach London, kehrte dann aber zurück in die Türkei.

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Wie sollen wir bloss auf Erdogan reagieren?

Er hat es geschafft, wenn auch denkbar knapp: 51 Prozent der Türken haben für den Umbau des türkischen Staats gestimmt. Recep Tayyip Erdoğan wird faktisch Alleinherrscher über die Türkei. Erstaunlich viele Türken im Ausland haben für die Verfassungsreform gestimmt. Wie bloss sollen wir darauf reagieren? Sollen wir jetzt mit Türken nicht mehr reden? Oder erst recht? Protestieren? Tun als wäre nichts? Sanktionen fordern? Drei konkrete Hinweise, wie Sie auf die Ereignisse in der Türkei reagieren können.

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Die Boulevard-Zeitung «Blick» macht jetzt auch Boulevard-Politik

Die Boulevard-Zeitung «Blick» hat einen Integrationsvertrag lanciert, den Ausländer in der Schweiz unterzeichnen sollen. Die Forderung von BLICK: Jeder Flüchtling soll diesen Vertrag unterschreiben. Als Bekenntnis zu den Werten dieses Landes, schreibt das Blatt. Grund für die Aktion: Behörden müssten sich mit Bewohnern herumschlagen, die oft schon seit Jahren in der Schweiz seien, aber keine Landessprache sprechen, ausschliesslich in ihrem Kulturkreis verkehren und keine Ahnung hätten von den hiesigen Regeln, Sitten und Gebräuchen. Die meisten Politiker verschliessen davor die Augen. Jeder Schweizer kennt das Problem, fast jeder nennt es als Problem – aber die Volksvertreter wollen es nicht sehen. Deshalb nehme der «Blick» das Thema jetzt an die Hand.

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Ungeheuer ist der Mensch

Auf die Fragen nach dem richtigen Handeln und dem guten Leben hat die westliche Philosophie in den vergangenen 2400 Jahren sehr verschiedene Antworten gegeben. Volker Spierling stellt in diesem Buch elf grundlegende ethische Positionen vor.

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Zweiter Brief an Urs Fischer

Lieber Urs Fischer

Vor nicht ganz zwei Jahren, am 20 Juni 2015, habe ich Ihnen schon einmal einen Brief in Form eines Wochenkommentars geschrieben. Ich war damals noch Chefredaktor der bz Basel, Sie waren im St. Jakob-Park den Medien soeben als neuer Trainer des FC Basel vorgestellt worden. Am Stadioneingang hatten Fans gegen Sie protestiert: Fischer, nie eine vo uns!!! stand da in mannsgrossen Lettern auf weisser Blache.

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Homo Deus

Jahrtausendelang kämpfte die Menschheit mit denselben drei Problemen: Hunger, Krankheit und Krieg. Am Morgen des dritten Jahrtausends wacht die Menschheit auf und macht eine erstaunliche Feststellung: In den letzten Jahrzehnten ist es uns gelungen, Hunger, Krankheit und Krieg im Zaum zu halten. Hunger, Krankheit und Krieg sind Herausforderungen geworden, die sich bewältigen lassen.

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Jetzt müssen wir in die Lehrer investieren

Diese Woche haben Schüler in der ganzen Schweiz gegen den Bildungsabbau demonstriert. Ihr Slogan: #KeLoscht – keine Lust auf weiteren Abbau. Dass die Schüler überhaupt demonstrierten, ist geradezu rührend. Sie haben keinen Grund, der Politik in der Schweiz noch Vertrauen entgegenzubringen. Denn für viele Schweizer Politiker ist Bildung bloss ein Kostenfaktor. Dabei gäbe es handfeste Gründe, mehr Geld zu investieren. Und zwar in die Lehrerinnen und Lehrer.

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Die Welt aus den Angeln

Zwischen 1570 und 1700 wurde die Welt von der Kleinen Eiszeit erfasst: Die Welt kühlte sich um vier Grad ab. Die Folgen für die Landwirtschaft waren verheerend: Das Getreide verfaulte auf den Feldern, der Wein wurde nicht mehr reif. Es kam zu Hungersnöten. Weil die Bauern den Adel nicht mehr ernähren konnte, führte die Kleine Eiszeit zu sozialen Veränderungen.

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Trump will Kohle machen – doch die Welt geht unter

Flankiert von Kumpels aus amerikanischen Kohlebergwerken hat Donald Trump diese Woche die Umwelt- und Energiepolitik von Barack Obama beerdigt. Den Kohlearbeitern versprach er, dass das ihre Jobs zurückbringen werde. Doch das wird nicht funktionieren. Im Gegenteil. Mit der Entscheidung setzt Trump etwas viel Grösseres aufs Spiel, als ein paar Jobs in amerikanischen Minen: die Welt. Mindestens die Welt, wie wir sie kennen. Das lehrt uns die letzte Klimaveränderung, die sich im 17. Jahrhundert ereignete. Aber lesen Sie selbst.

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