Die Burka als Ausdruck persönlicher Freiheit

Die Burka bedroht die Schweiz. Offensichtlich. Anders ist es nicht zu erklären, warum die Anti-Burka-Initiative des Egerkinger Komitees so viel Applaus erhält. Die Rechtsaussen-Politiker erhalten nämlich Unterstützung von ungewohnter Seite, zum Beispiel vom Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr oder von der Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter. Sie sagen, man müsse die Frau aus der Burka befreien. Die Gleichung lautet: Burkaverbot = Freiheit. Doch geht die Gleichung auf?

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Warum die Arbeiterschaft rechts wählt, statt links

Wie kommt es, dass die Arbeiterschaft, die früher immer links wählte, plötzlich rechts wählt? Der französische Soziologe Didier Eribon gibt dazu in seinem Buch «Rückkehr nach Reims» spannende Antworten. Einige davon lassen sich auch auf die Schweiz übertragen. Vor allem die dritte Antwort ist sehr plausibel.

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Was die 4. industrielle Revolution für den Menschen bedeutet

Es ist eines der Schlagworte der Stunde: die vierte, industrielle Revolution. Die Sektion Industrie der Schweizer Gewerkschaft Unia hat mich gebeten, im Sinne eines Denkanstosses meine Sicht der Entwicklung vorzutragen. Im Folgenden finden Sie eine verschriftlichte Form des Vortrags, der in Wirklichkeit von etwa 100 Bildern begleitet und in freier Rede gehalten wurde.

Ein neuer Begriff macht Schlagzeilen: Die 4. Industrielle Revolution. Und die Schlagzeilen machen Angst:

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Wie die (digitale) Maschine uns verschluckt

Es ist die Schlüsselszene in «Modern Times» von Charlie Chaplin: Der Tramp arbeitet in einer Fabrik am Fliessband und wird in die Maschine gezogen. Ich bin dem Bild in Chaplins Villa in Vevey wieder begegnet. Das Bild traf mich, weil es auf die Gegenwart wieder zutrifft. Bloss sind die Maschinen nicht mehr aus Metall, sondern digital. Wieder verschlucken die Maschinen die Menschen. Doch diesmal spucken sie sie nicht mehr aus.

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Ein Besuch in Chaplin’s World

Der Besuch des Chaplin-Museums in seiner Villa Manoir de Ban in Corsier-sur-Vevey ist zu empfehlen. Ein Augenschein und einige praktische Hinweise dazu.

1952 reiste Charlie Chaplin für die Weltpremiere von Limelight (Rampenlicht) nach England. Geplant war nur ein Kurzbesuch. Noch während der Überfahrt erreichte ihn aber die Nachricht, dass ihm sein Re-Entry Permit, die Wiedereinreiseerlaubnis für die USA, entzogen worden war. Das FBI und die Kommission des berüchtigten Senators Joseph McCarthy ermittelten wegen «unamerikanischer Umtriebe» gegen Chaplin. So blieb er zunächst in England und übersiedelte dann in die Schweiz. Hier lebte er zunächst im Hotel Bau Rivage in Lausanne. 1953 kaufte er die Villa Manoir de Ban in Corsier-sur-Vevey. Hier lebte er bis zu seinem Tod 1977 mit seiner Frau Oona, seinen acht Kindern, bis zu zwölf Angestellten und einer wechselnden Entourage.

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An Stelle einer 1. August-Ansprache: Heimat – eine Utopie

Heimat hat wieder Hochkonjunktur. Das ist am 1. August nicht einfach logisch, sondern Ausdruck einer Blickrichtung: Die Schweiz schaut wieder vermehrt zurück und sehnt sich nach einer intakteren Welt. Das muss nicht sein. Heimat liesse sich auch anders verstehen, nicht als vergangenheitsorientiertes Wohlfühlkonzept, sondern als Bringschuld.

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Nachdenken statt Nachtreten

Trump, Türkei, Terror – was ist nur mit der Menschheit los? Wo führt das hin? Und vor allem: Was sollen wir kleinen Bürger angesichts dieses Weltenlaufs tun? Kämpfen? Schreien? Was bloss? – Ein persönliches Erlebnis hat mich zum Nachdenken gebracht und zu einer Reaktion auf Terror, Trump und die Türkei geführt, die ich nicht erwartet hätte. Aber lesen Sie selbst.

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Wenn Radio selbst zu Kultur wird

Der Abbruch des Radiostudios auf dem Bruderholz in Basel rückt näher und plötzlich wird den Baslern bewusst, dass in diesem Studio nicht nur von Kultur berichtet worden ist, sondern dass in diesem Studio auch viel Kultur entstanden ist: Radiokultur nämlich.

Beim Bahnhof Basel SBB klafft gleich neben den Gleisen ein riesiges Loch im Boden. Man könnte darin sicher ein ganzes Fussballfeld versorgen, samt Spielern, Fans und Catering. In diesem Loch entsteht das «Meret Oppenheim-Hochhaus», das künftig die Studios und Büros von SRF Kultur beheimaten wird. 250 Arbeitsplätze sollen hier konzentriert werden. Dieses mediale Kulturzentrum könnte, fast mehr noch als das Kunstmuseum Basel, die Fondation Beyeler oder das Theater dazu beitragen, Basel zur Kulturhauptstadt der Schweiz zu machen.

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Fünf Gedankenanstösse

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Sommerpause. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Sachbücher – also fünf Gedankenanstösse. Mindestens eines davon hätten Sie nicht erwartet.

Wenn Sie trotzdem einen Wochenkommentar lesen möchten, empfehle ich Ihnen diese drei Kommentare der letzten Wochen, die leider immer noch aktuell sind:

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Fünf Biografien

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht eine kleine Sommerpause. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Biografien. Mindestens eine davon wird Sie überraschen.

Wenn Sie trotzdem einen Wochenkommentar lesen möchten, empfehle ich Ihnen diese drei Kommentare der letzten Wochen, die leider immer noch aktuell sind:

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