Die Schweiz spricht – ich auch

Immer mehr Menschen bewegen sich nur noch in ihrer eigenen Bubble und haben kaum mehr mit Andersdenkenden Kontakt. Das Projekt «Die Schweiz spricht» will das ändern und Menschen mit ganz unterschiedlichen Meinungen für ein Gespräch zusammenbringen. Hinter der Initiative steht «Die Zeit» gemeinsam mit fünf Schweizer Medienhäusern: Schweizer Radio und Fernsehen SRF und Radio Télévision Suisse RTS der SRG, «Tages-Anzeiger», «Bund», «Berner Zeitung», «Le Matin Dimanche», «24heures» und «Tribune de Genève» von Tamedia, die «Republik», «Watson» und die Wochenzeitung «WoZ». Informationen dazu gibt es hier.

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Wir klicken uns zu Tode

Im Schnitt sind wir heute über drei Stunden am Tag online und schauen 84 mal pro Tag aufs Handy. Das viele Surfen und Klicken ist beste Unterhaltung – und schlimmste Zerstreuung: Es lenkt vom Eigentlichen ab. Von der Arbeit, vom Denken, vom Empfinden – kurz: vom Leben. Die Krux dabei: Ohne Handy und Internet geht es nicht. So sehen wir uns in der Situation von Alkoholikern, die lernen müssen, massvoll zu trinken. Und das am Gratisbuffet. Ein Schlüssel gegen die Handysucht: Wir müssen uns wieder in Langeweile üben, denn die Langeweile ist das Tor zur Phantasie.

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Bücherfreaks auf Youtube: Die Booktuber kommen

Die 70. Frankfurter Buchmesse war trotz Krisenstimmung in der Buchbranche ein Erfolg. Denn das gute alte Buch lebt – gerade auch in den neuen Medien. Besonders beliebt bei vielen lesenden Jugendlichen sind Booktuber: Meist junge Menschen sprechen in Youtube-Videos über neue Bücher und über ihre Leseerlebnisse. Mein Medientipp von dieser Woche bietet deshalb Links zu den interessantesten Booktubes auf deutsch, französisch und englisch.

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Fünf Lebensbilder an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Herbstferien. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Biografien – also fünf höchst anregende Lebensbilder. Alle fünf handeln von Jahrhundertfiguren. Nun ja, zumindest die ersten vier. Das erste Buch hat mir eine alte Liebe neu erklärt, das vierte Buch eine alte Liebe von Helmut Schmidt neu erschlossen. Das fünfte schliesslich ist ganz einfach hervorragend geschrieben und wunderbar unterhaltsam.

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Fünf Denkanstösse an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Herbstpause. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Denkanstösse – also fünf höchst anregende Sachbücher. Es sind Bücher, nach deren Lektüre sie die Welt anders sehen werden. Das erste Buch zum Beispiel handelt davon, wie Sie sich angesichts der Digitalisierung neu erfinden müssen (wenn Sie weiterhin im Berufsleben stehen möchten). Das zweite Buch handelt von Migration in der Natur. Das dritte dreht sich um die Finanzkrise und das vierte um die Finanzen des Vatikans. Beide Bücher sind im Wortsinn fürchterlich spannend. Mein letzter Denkanstoss schliesslich handelt von der Philosophie der Aufklärung. Es ist ein Buch, das Microsoft-Gründer Bill Gates als sein absolutes Lieblingsbuch bezeichnet.

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Human + Machine: Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit

Als James Watt 1769 die Dampfmaschine erfand, löste er damit die Industrialisierung aus: Vor etwa 200 Jahren entstanden die ersten grossen Fabriken. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts leitete Henry Ford eine erste Neuausrichtung der Industrie ein: Er zerlegte die Herstellung eines Autos so in Arbeitsschritte, dass man sie mit einem Fließband ausführen konnte. Henry Ford brachte also die Standardisierung in die Industrie ein.

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Wir reden zu viel über die AHV und zu wenig über die Arbeit

Seit die Steuervorlage 17 mit der AHV verknüpft wurde, ist wieder viel von der Alters- und Hinterbliebenenversicherung die Rede. Die AHV könnte der Steuervorlage zum Durchbruch verhelfen, denn es gibt kaum eine Institution in der Schweiz, die so breit abgestützt ist wie die AHV. Zumal völlig unklar ist, wie die AHV längerfristig finanziert werden kann. Denn obwohl wir immer länger leben, will kaum jemand länger arbeiten. Mir scheint, es wäre klüger, wenn wir, statt ständig die AHV zu retten, einmal ausführlicher über die Arbeit reden würden.

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Der Abschied vom Papier hat begonnen

Wer Zeitung sagt, denkt an Papier – und manchmal auch an Altpapier. Das dürfte bald vorbei sein: Auch in deutschsprachigen Raum ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Zeitungen weitgehend digital erscheinen. Der erste Titel, der öffentlich so umwälzende Pläne wälzt, ist die deutsche Tageszeitung «taz»: Zum 40. Geburtstag schaut sie vorwärts in Jahr 2022 – und sieht digital. Warum der Abschied vom Papier ausgerechnet bei der linken, kapitalismuskritischen «taz» beginnt, lesen Sie in meinem Medientipp von dieser Woche.

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Gerechtigkeit für Europa

Viele Schweizer gehen mit Europa etwa so fair um, wie Asterix und Obelix mit den Römern: Die sind gerade gut genug, um regelmässig verkloppt zu werden. Der Brexit-Entscheid in Grossbritannien hat diese Fundamentalkritik eher noch akzentuiert. Ist diese Kritik an der EU wirklich gerechtfertigt oder dient die EU lediglich als Blitzableiter für frustrierte Politiker?

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Die Dilemmata der «bzBasel» – eine Analyse

Schon wieder ein neuer Chefredaktor für die «bzBasel» – schon wieder stimmt die Positionierung der Zeitung und die Chemie mit dem Verleger nicht. Was ist da los? Ich glaube, die Entlassung von David Sieber bei der «bzBasel» hat wenig mit seiner Person zu tun, sie ist vielmehr ein Symptom für strukturelle Probleme, die in dieser Form nicht nur bei der «bz» auftreten. Sie sind typisch für Regionalzeitungen dieser Grösse. Es lohnt sich deshalb einen Blick auf die drei Dilemmata zu werfen, in denen (nicht nur) die «bzBasel» steckt.

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