Drei Vorschläge für Bundesrat Schneider-Ammann

Bundesrat Johann Schneider-Ammann beantragt einen Kredit von 150 Millionen Franken für eine digitale Bildungsoffensive. Das liest sich hübsch, bringt aber rein gar nichts. Den Schweizern mangelt es nämlich nicht an digitalen Grundfertigkeiten, sondern an den Grundvoraussetzungen für die digitale Welt. Lesen und Schreiben zum Beispiel. Deshalb: Drei konkrete Vorschläge für Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

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Widerstand der Vernunft. Ein Manifest in postfaktischen Zeiten

Kleines Buch mit grosser Botschaft: Susan Neiman, amerikanische Philosophin und Direktorin am Einstein Forum in Potsdam, braucht nur gerade 80 Seiten, um zu zeigen, dass es neue politische Ideen braucht, um Populismus und konservativen Nationalismus aufzuhalten. Die Welt hat sich geändert, seit Donald Trump im Weissen Haus residiert.

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Warum es fatal ist, Politik als Deal zu sehen

Didier Burkhalter tritt zurück und mit ihm verschwindet das Schweiz-EU-Problem. So lesen sich jedenfalls die Kommentare in bürgerlichen Schweizer Zeitungen. Kernig wird nach dem linken Bundesrat im FDP-Mantel ein klar bürgerlicher Nachfolger gefordert. Der wird es dann schon richten mit der EU und für die Schweiz den besten «Deal» herausholen. Und genau das ist das Problem: Schweizer Politiker verstehen Aussenpolitik nur noch als Deal. Sie reduzieren die Welt auf einen Markt und kennen nur noch einen Wert: den Marktwert. Das ist fatal – gerade für uns Menschen in der Schweiz.

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Spannendes Gespräch mit Adrian Arnold

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Smarte Maschinen. Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert

Ulrich Eberls Buch über intelligente Maschinen beginnt wie ein Science Fiction-Roman mit einer erzählten Szene in der Zukunft. Obwohl Roboterspezialist Eberl rasch von der Fiktion in der Zukunft in die Realität der Gegenwart zurückkehrt, ist man bei vielem, was er schreibt, nicht ganz sicher, ob es nicht doch Science Fiction sei.

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Fair Work statt nur Fair Trade

Wir kennen Label für alles mögliche: für Eier von glücklichen Hühnern, für Fleisch von freilaufenden Kälbern und für gesund produzierte Tomaten und Äpfel. Wir kümmern uns um Soja in Südamerika, um faire Preise für Kaffeebauern in Kolumbien und gerechte Arbeitsbedingungen in den Minen Afrikas. Bloss um die Schweizer Arbeiter kümmern wir uns nicht. Das muss sich ändern. Arbeit könnte in vielen Branchen in der Schweiz schon bald zum Luxus werden. Zeit, statt nur Fair Trade auch Fair Work zu schützen – und zu kennzeichnen.

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Ein Mann gegen die Welt. Aufstieg und Fall des Richard Nixon

Wenn Sie hören, dass ein US-Präsident mit den Worten Minderwertigkeitskomplex, Selbstmitleid, Grössenwahn, Rücksichtslosigkeit, Hinterhältigkeit, Tricks und Lügen charakterisiert wird – an wen denken Sie da? Nein, die Beschreibung meint nicht Donald Trump, sondern Richard Nixon.

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Warum das Schlagzeilen-Gate dumm und gefährlich ist

Es war eine seltsame Schlagzeile, die diese Woche die Runde machte: Die Zeitungen schrieben über «covfefe-Gate». Gemeint ist damit ein Tippfehler, den Donald Trump in einem Tweet machte. Mit ihrer Anspielung auf Watergate stellen die Zeitungen damit einen Tippfehler auf dieselbe Stufe wie einen der schwersten Missbräuche von Regierungsgewalt. Fragt sich: Ist das Strategie? Oder Dummheit? – Oder beides?

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Terror. Wenn Bilder zu Waffen werden

Der eigentliche Terror verursacht nicht der Anschlag, sondern die Bilder davon. Charlotte Klonk, Professorin für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität in Berlin, hat deshalb untersucht, wie die Bilder zu Waffen werden. In diesem Buch zeigt sie, welche Rolle die Bilder des Terrors seit dem 19. Jahrhundert bis in unsere unmittelbare Gegenwart spielen.

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Es sind die Medien, die für Terror sorgen

Der Terroranschlag während eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester war das Thema der Woche: Auf der ganzen Welt suhlten sich die Medien geradezu in der Schrecklichkeit des Anschlags – und machten sich so zu Gehilfen des Terrors. Denn der Anschlag selbst ist nur der Zünder. Für die eigentliche, weltweite Detonation sorgen erst die Medien durch ihre intensive Berichterstattung. Erst dadurch erreicht der Terrorist sein Ziel: Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch wir, das Publikum, haben es in der Hand, die mediale Zündung zu unterbinden. 

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