Schlagwort-Archive: Basel

Brief an Marcel Koller

Als Urs Fischer Trainer des FC Basel wurde, habe ich ihn (damals war ich noch Chefredaktor der «bzBasel») mit einem offenen Brief begrüsst, in dem ich ihm die Besonderheiten von Basel und seinem FCB beschrieb. Als er nach zwei erfolgreichen Jahren «verabschiedet» wurde, habe ich ihm noch einmal geschrieben. Jetzt übernimmt wieder ein Zürcher Trainer den FC Basel – es ist wieder Zeit für einen offenen Brief an den neuen Trainer des FCB.

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Für eine Stadt mit menschlichem Mass

Diesen Sommer war ich in Kopenhagen und ich muss Ihnen sagen: Ich bin begeistert. Kopenhagen fühlt sich völlig anders an als Schweizer Städte: Man fühlt sich als Fussgänger und als Velofahrer wohl und sicher. Das ist kein Zufall, sondern Konzept. Verantwortlich dafür war der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl. Er sagt: Wir müssen unsere Städte den Menschen zurückgeben. Architekten und Planer müssen ihre Häuser und Städte wieder für die Menschen planen. Er hat recht. In der Schweiz habe ich immer wieder das Gefühl, die Stadt sei eigentlich für die Autos da. Als Fussgänger und Velofahrer sei ich nur geduldet. Das muss sich ändern. Bitte bald.

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Nachtrag zur Muba: Noch weniger Besucher

In meinem Wochenkommentar habe ich darüber geschrieben, dass die Muba wie die Tageszeitungen ihren eigentlichen Nutzen verloren hat und sich deshalb radikal neu denken müsse. Das hat mir in den Sozialen Medien und per E-Mail einige Kommentare eingetragen von Menschen, die betonten, dass sie nicht auf die Zeitung verzichten möchten. Dazu später mehr. Am Sonntag abend hat die Muba die Besucherzahlen bekannt gegeben. Resultat: Nur gerade 123’746 Besucherinnen und Besucher haben sich in die Messehallen locken lassen. Das sind über 20’000 Besucher weniger als im letzten Jahr – ein Besucherschwund von 15%. Die Messe schreibt zwar: Dank der interaktiven Konzepte war die Muba 2018 wieder vielfältiger und spannender, muss aber zugeben, dass viele Austeller, welche auf eine hohe Frequenz angewiesen sind, ihre Ziele nicht erreichen konnten.

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Warum die «Basler Zeitung» und Facebook uns schaden

Viele Basler jubeln: Christoph Blocher und Markus Somm sind mit ihrer rechtsbürgerlichen «BaZ» gescheitert und haben ihre Zeitung an Tamedia verkauft. Auch wenn Blocher und Somm ihre politischen Ziele nicht erreicht haben – Jubel ist nicht angebracht: Sie haben tiefe Spuren hinterlassen. Der Misserfolg der «BaZ» in der Region Basel hat nämlich dieselbe Konsequenz wie der Erfolg von Facebook in der ganzen Schweiz: Es ist Öffentlichkeit vernichtet worden. Das schadet uns; der ganzen Gesellschaft, insbesondere aber der Demokratie. Warum wir starke Medien brauchen, die in der Lage sind, Öffentlichkeit herzustellen.

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Tamedia übernimmt die BaZ. Was das für Basel bedeutet

Alt-SVP-Bundesrat Christoph Blocher beendet sein Basel-Abenteuer und verkauft die «Basler Zeitung» an Tamedia. Im Gegenzug übernimmt Blocher von Tamedia deren Beteiligung am «Tagblatt der Stadt Zürich», sowie die Gratiszeitungen «Furttaler» und «Rümlanger»und in der Romandie die Beteiligungen an «GHI» und «Lausanne Cités». Markus Somm wird die «BaZ» nach der Übernahme noch sechs Monate als Chefredaktor führen und dann nach einem Sabbatical als Autor für Tamedia schreiben. Siehe hier.

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Warum die Einigkeit zwischen Basel und Zürich ein Missverständnis ist

Es ist schon fast unheimlich, wieviel Einigkeit plötzlich zwischen Basel und Zürich besteht. Rivalität im Fussball? Banken versus Pharma? Grosser Landkanton versus Miniatur-Stadt-Kanton? Denkste. Die letzten verbleibenden Unterschiede beseitigen Bier und Weisswein, schreibt die bzBasel. Basel und Zürich seien eben zusammengewachsen, weil viele Menschen in der einen Stadt wohnen und in der anderen arbeiten, erklärt Andreas Spillmann, der Basler Direktor des Landesmuseums in Zürich gegenüber dem Regionaljournal Basel. Die Basler schwärmen in höchsten Tönen vom Sechseläuten und die Zürcher schwärmen von den Basler «Masken». So richtig haimelig.

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«Diskussionswürdig» mit Daniela Engist

«Diskussionswürdig» heisst die neue Veranstaltungsreihe bei Bider&Tanner, dem Basler Kulturhaus, die ich künftig moderiere. Ich diskutiere dabei jeweils mit der Autorin oder dem Autor eines Sachbuchs über ihr/sein neues Buch, seine Ideen, seine Ansichten. Wir haben die Reihe – nein, nicht mit einem Sachbuch, sondern mit einem Roman eröffnet, in dem es zur Sache geht: Der erste Gast von «Diskussionswürdig» war am letzten Dienstag Daniela Engist mit ihrem Roman «Kleins Grosse Sache».

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Zweiter Brief an Urs Fischer

Lieber Urs Fischer

Vor nicht ganz zwei Jahren, am 20 Juni 2015, habe ich Ihnen schon einmal einen Brief in Form eines Wochenkommentars geschrieben. Ich war damals noch Chefredaktor der bz Basel, Sie waren im St. Jakob-Park den Medien soeben als neuer Trainer des FC Basel vorgestellt worden. Am Stadioneingang hatten Fans gegen Sie protestiert: Fischer, nie eine vo uns!!! stand da in mannsgrossen Lettern auf weisser Blache.

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Nach Schweizerhalle – vor der Atomausstiegsabstimmung

«Tschernobâle» titelte diese Woche die NZZ über einem Rückblick auf die Brandkatastrophe in Schweizerhalle vor 30 Jahren. Die Zeitung bringt damit den Chemieunfall unfreiwillig mit der Atomausstiegsfrage in Verbindung. Unfreiwillig, aber zu Recht. Ein Kommentar über den Aspekt der Verantwortung, 30 Jahre nach Schweizerhalle, drei Wochen vor der Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative.

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Warum Basel vielleicht gar nicht links ist

Basel hat gewählt. «Rot-Grün so stark wie nie» titelte die bzBasel und titelte über dem Artikel, der von bürgerlichen Viererticket handelte, mit «#schiffbruch». Selbst die BaZ schrieb etwas säuerlich: «Rot-grün im Wahlglück». Sicher ist: die Bürgerliche Wende findet nicht statt. Die bz kommentierte gar: «Der Aufbruch kommt von links». Doch stimmt das wirklich? Wählt Basel wirklich «links»?

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