Schlagwort-Archive: Medienwandel

Die «Republik»: Eine App für die Nacktschnecke

Inhaltlich hat die «Republik» von Anfang an Massstäbe gesetzt. Medientechnisch hat das digitale Magazin jedoch noch Luft nach oben. Eine grosse Lücke hat die «Republik» dieser Tage gestopft: Es gibt das Magazin jetzt als App. Bloss: Abgesehen von einem vereinfachten Anmeldeprozess bietet die App keinerlei Mehrwert. Warum ich die «Republik» als Nacktschnecke empfinde und die App trotzdem empfehle.

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Informationssouveränität statt Ernährungssouveränität

Medien sind der Sauerstoff der Demokratie. Bis in ihre Kapillaren muss eine Demokratie mit Informationen versorgt werden, sonst sterben ihre Glieder ab. Genau das droht aber in der Schweiz, denn das Mediensystem ist nicht mehr überlebensfähig. Es ist schön, dass wir über Ernährungssouveränität nachdenken – was wir wirklich brauchen, ist aber eine Diskussion über Informationssouveränität: Die Schweiz muss ihre Medien und damit ihr kapillares Informationssystem unterstützen, sonst erstickt die Demokratie. Überlegungen zur Informationssouveränität.

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Digitale Berichte über die digitale Arbeit

Wie arbeiten wir in zehn, zwanzig Jahren? Was von diesem «New Work» lässt sich bereits heute umsetzen? Macht Technologie frei? Wie findet man Sinn in der Arbeit? Das sind die Fragen, denen Christoph Magnussen und Michael Trautmann in ihrem Podcast nachgehen. Unter anderem, indem sie die neuen Arbeitsweisen umsetzen.

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Change the Game. Wie wir uns das Netz von Facebook und Google zurückerobern

Was kann man in Europa tun, um das europäische System mit Demokratie, Pressefreiheit, sozialer Sicherheit und fairen Regeln zu erhalten und die positiven Seiten von Youtube und Facebook, von Google und Amazon so zu lenken, dass sie diesen Zielen nützen, statt sie zu zerstören? Und wie kann man dazu beitragen, dass europäische Medien, die nach europäischen Grundsätzen funktionieren, nicht verschwinden?

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Google: Einfluss ohne Verantwortung

Nächste Woche wird Google Inc. 20 Jahre alt. In den letzten Jahren hat sich Google von der fröhlich-bunten Suchmaschine zum Internet-Riesen gewandelt, zu einer der mächtigsten Firmen der Welt, die von immer mehr Menschen als gefährlich betrachtet wird. Ich habe mich in den letzten  20 Jahren publizistisch und wissenschaftlich immer wieder mit Google beschäftigt. Ich persönlich nutze Google intensiv und sehe die Rolle, die Google spielt, dennoch sehr kritisch. Zum Geburtstag deshalb fünf Fragen (und Antworten) zu Google.

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Replik auf Peter Wanners Kommentar zu Medienförderung und SRG in der NZZ

AZ-Verleger Peter Wanner kommentiert auf der Meinungsseite der heutigen NZZ ausführlich den Entwurf des Bundes zum neuen Bundesgesetz über elektronische Medien. Was heisst kommentiert – Wanner stampft den Entwurf in Grund und Boden. Er schreibt, als ginge es ihm um die Schweiz und das Mediensystem, dabei verteidigt Wanner schlicht eigene Interessen: die eines Verlegers von gedruckten Zeitungen und die eines Besitzers mehrerer Privatradio- und TV-Stationen. Im Folgenden finden Sie sechs Zitate aus Wanners Kommentar «Heimatschutz für die SRG» (NZZ vom 27. August 2018, Seite 8, online hier) und meine Replik darauf.

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Telebasel schnappt sich den Barfi

Anfang Jahr hat Telebasel zumindest mit dem Gedanken gespielt, das Basler News-Portal Barfi.ch zu übernehmen. Die beiden Medien wurden sich aber nicht einig. Nachdem Barfi.ch den Betrieb einstellen musste, versucht Telebasel wenigstens ein Teil der Benutzer zu erben: Der Basler Lokalfernsehsender bespielt neu das Laufband am Barfüsserplatz und buhlt offensiv um Barfi-Nutzer.

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Barfi.ch: Sendeschluss trotz Publikumserfolg

Das Basler Newsportal barfi.ch macht dicht. Trotz beachtlichem Publikumserfolg ist es Besitzer Christian Heeb nicht gelungen, das Angebot finanziell auf gesunde Beine zu stellen. Der Erfolg im Nutzermarkt liess sich nicht auf den Werbemarkt übertragen. Daraus lassen sich einige Lehren ziehen. Eine kleine Analyse.

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AZ und NZZ dürfen heiraten

Die Wettbewerbskommission (Weko) erhebt keine Einwände gegen das Joint Venture von AZ Medien und NZZ sowie gegen die Übernahme von Goldbach durch Tamedia. Doch die Weko erteilt den Segen mit deutlichem Grummeln und dem Hinweis darauf, dass es nur eine wettbewerbsrechtliche Genehmigung sei und keine medienpolitische Beurteilung. Das Grummeln ist sympathisch und macht die Sorge der Weko über den Zustand der Medienlandschaft Schweiz sichtbar. Das Grummeln macht aber auch sichtbar, dass die Markt-Definition der Weko aus einer vergangenen Zeit stammt: Google und Facebook, Internetangebote generell, kommen in der Begründung nicht vor. Damit zeigt die Weko, dass sie auf einem Auge blind ist.

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Die Weko macht der «BaZ» Probleme

Indem die Weko es besonders richtig machen will, macht sie es besonders falsch: Die Weko prüft die Übernahme der «BaZ» durch Tamedia vertieft. Meine kleine Analyse.

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