Schlagwort-Archive: Medien

Keine Hauptstadt für die Schweiz – auch keine Medienhauptstadt

Es ist immer wieder eine lustige Frage: Welche Stadt ist die Hauptstadt der Schweiz? Antwort: Keine. Die Schweiz hat seit 1803 keine Hauptstadt mehr. Bern ist lediglich Bundesstadt. Und die Schweiz hat nicht nur politisch keine Hauptstadt, sondern auch kulturell und wirtschaftlich. Unser Land ist bis auf die Knochen föderal: Die Kompetenzen sind verteilt. Dass sich Zürich in grossen Schritten zur Medienhauptstadt der Schweiz entwickelt, passt deshalb nicht zur Schweiz. Ja, es ist nicht nur unpassend, es ist kontraproduktiv.

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Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt

Roger Schawinski, Radio-Pionier, Radio-Besitzer und Talkshow-Host, hat (kurz nach seinem NoBillag-Titel) ein neues Buch geschrieben: «Verschwörung!» dreht sich um die «fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt». Was als Titel selbst etwas verschwörerisch tönt, entpuppt sich als kluges, mit leichter Hand geschriebenes Buch über vergangene und aktuelle Verschwörungstheorien und die zum Teil fatale Rolle, welche die Medien dabei spielen.

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Wir brauchen einen Artikel über Informationssicherheit in der Verfassung

Verschwörungstheorien, Hexenjagden – manchmal kommt man sich derzeit vor wie im Mittelalter. Seit der Aufklärung war unsere Gesellschaft von Vernunft geprägt. Doch plötzlich zählen Gefühle mehr als harte Fakten. Und das ist erst der Anfang. Denn die Lügen und Fake News gedeihen da besonders gut, wo Menschen schlecht informiert sind. Für gute Information könnten starke Medien sorgen – aber die Medien schwächeln. Ihr Geschäftsmodell ist kaputt. Es ist Zeit, dass die Schweiz ihre Medien ähnlich gut behandelt wie die Landwirtschaft: Wir brauchen analog zum Artikel 104a über Ernährungssicherheit einen Artikel über Informationssicherheit in der Verfassung!

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Warum wir eine starke SRG im Internet brauchen

Keine drei Monate ist es her, dass die Schweizer Stimmbürger die NoBillag-Initiative äusserst deutlich bachab geschickt haben, schon sägen Politiker und Interessenvertreter wieder an der SRG herum. Diesmal geht es um die Konzession, also um die Sendeerlaubnis der SRG. Zankapfel ist die Frage, ob und wie stark die SRG im Internet aktiv sein darf. Verleger, Gewerbeverband und bürgerliche Parteien wollen die SRG auf herkömmliches Radio und Fernsehen beschränken. Doch das wäre ein fataler Fehler. Fünf Gründe, warum wir eine starke SRG im Internet brauchen.

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SRG-Generaldirektor Gilles Marchand:
«Wir brauchen wieder mehr ‹Idée Suisse› bei der SRG»

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand wehrt sich dagegen, dass rechte Politiker und die Verleger der SRG das Internet verbauen wollen. Er möchte in der Schweiz eine Art Netflix für die Inhalte aller SRG-Sender aufbauen. Wichtig sei, dass alle Gebührenzahler auf einer Plattform auf die Inhalte aller SRG-Sender Zugriff hätten. Es müsse wieder klar sein, dass alle SRG-Einheiten gemeinsam für die ganze Schweiz arbeiten. Er sagt deshalb im Interview mit MatthiasZehnder.ch: «Wir brauchen wieder mehr ‹Idée Suisse› bei der SRG».

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Die Verlegerin. Wie die Chefin der ‚Washington Post‘ Amerika veränderte.

So stellen wir uns Verleger(innen) vor – von solchen Zeitungen träumen wir: Dies ist die atemberaubende Geschichte von Katherine Graham, die nach dem Selbstmord ihres Mannes mit 46 unverhofft Verlegerin der «Washington Post» wurde. Niemand traute ihr zu, die Hauptstadt-Zeitung erfolgreich zu steuern.

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Angeklickt und reingefallen: atemlos durch den Tag

Vielen Onlinemedien sind ein paar Klicks wichtiger als die langfristige Zufriedenheit ihrer Leser. Mit deftigen Schlagzeilen sorgen sie für Aufregung, doch die Texte hinter den Schlagzeilen enttäuschen. Das ist Zuckerwattenjournalismus: Kurzfristig lustig – langfristig schädlich für alle Beteiligten. Jugendportale wie Watson oder Bento mögen anders nicht an ihre Leser rankommen. Mittlerweile haben sich ihre Techniken aber auf andere Onlinezeitungen ausgeweitet. Mit fatalen Folgen.

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Bitte, liebe Medien…

Bitte, liebe Medien, hört auf mit all diesen Push-Meldungen zum Mordprozess Rupperswil. Ihr macht den Prozess zur Zirkusveranstaltung und entwürdigt den Prozess – und Euch selbst.

Basel, 15. März 2018, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch

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Mein Kommentar zur NoBillag-Abstimmung: Die «Aber» der schlechten Demokraten

Das Verdikt könnte eindeutiger nicht sein: 71,6% der Schweizer Stimmbürger stellen sich hinter die SRG. Nur gerade 28,4% der Stimmbürger wollen die Rundfunkgebühren abschaffen. Das ist, mit Verlaub, sensationell. Die Schweizerinnen und Schweizer haben sich in aller Deutlichkeit für das System des gebührenfinanzierten Rundfunks ausgesprochen. Die NoBillag-Promotoren haben eine überdeutliche Abfuhr erhalten. Klar, dass die rechtsbürgerlichen SRG-Gegner jetzt die Niederlage eingestehen, ihre Knie vor dem Stimmvolk beugen und die Klappe halten. Just kidding: Es ist die grosse Zeit der Aber-Kommentare: Das Volk hat die NoBillag-Initiative abgelehnt, aber…

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Die fünf Herausforderungen für die SRG

Geschafft: Die NoBillag-Initiative wird am Sonntag deutlich abgelehnt. Doch die Auseinandersetzungen rund um die SRG werden weitergehen. Dafür sorgen SVP, Initiativkomitee und Gewerbeverband garantiert. Stellen Sie sich einmal vor, nach einer deutlich abgelehnten Armeeabschaffungsinitiative hätte die GsoA verlangt, die Armee müsse trotzdem abspecken. Unvorstellbar. Dabei hätte die SRG genug andere Sorgen. Ich sehe fünf konkrete Herausforderungen, denen sich die SRG auch jenseits der SVP stellen muss.

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