Schlagwort-Archive: Medien

No Billag? Die Gründe und die Folgen.

Dieses Buch hat viele SRG-Gegner aufgeregt: Alt-Radiopirat Roger Schawinski schreibt ein Buch über die NoBillag-Initiative und verteidigt die Radio- und Fernsehgebühren. Ausgerechnet der Kämpfer gegen die SRG. Doch Schawinski stellt in diesem Buch sachlich dar, dass er nie gegen die SRG und den gebührenfinanzierten Rundfunk kämpfte, sondern nur gegen das Monopol der SRG.

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Die «Republik» ist da. Grund zum Jubeln?

Am Sonntag ist die «Republik» endlich online gegangen. Endlich, weil seit Monaten auf allen Kanälen in den höchsten Tönen vom Medien-Start-up die Rede ist. Im Frühjahr 2017 hat das «Project R» die erfolgreichste Crowdfunding-Kampagne aller Zeiten hingelegt. Mit Hilfe von 3000 Vorab-Abonnenten wollten die Initianten rund um Constantin Seibt und Christof Moser 750’000 Franken aufnehmen – dieses Ziel war bereits am ersten Tag erreicht. Am Ende der Sammelfrist hatten sich fast 14’000 Interessenten eingeschrieben und der Plattform vorab sagenhafte 3,4 Millionen Franken überwiesen. Laut Branchendienst Persoenlich.com hat die «Republik» bis zum Start über 1000 weitere Abonnenten gewonnen und zählt heute über 15’500 «Verlegerinnen und Verleger», wie das Projekt seine Abonnenten nennt. Zusammen mit dem Geld von Investoren hat das Projekt jetzt 7,7 Millionen Franken zur Verfügung. Die Finanzierung sei damit für zwei Jahre gesichert.

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Die sieben Märchen des Hans-Ulrich Bigler

Die «Nordwestschweiz» hat mit Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und FDP-Nationalrat, ein Interview über die NoBillag-Initiative geführt. Bigler und sein Verband befürworten die Initiative und damit die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz. Bigler behauptet im Interview, die SRG könne ohne Radio- und Fernsehgebühren überleben, ja, sie sei dann sogar unabhängiger. Im Interview (Wortlaut hier: https://www.bzbasel.ch/schweiz/gewerbeverbands-chef-bigler-srg-weigerung-fuer-plan-b-ist-erpressung-des-volkes-132057688 ) gibt er unwidersprochen Antworten, die so fern jeder medienökonomischer Realität sind, dass ich Bigler auf diesem Weg widerspreche. Sie finden deshalb hier die sieben Märchen des Hans-Ulrich Bigler und meine Antworten darauf.

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Eine kleine Bewertung der grossen AZ/NZZ-Hochzeit

AZ Medien und NZZ gründen ein Joint Venture: Zusammengeführt werden:

  • Die Regionalzeitungen (Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung, BZ Basel, Basellandschaftliche Zeitung, Oltner Tagblatt, Grenchner Tagblatt sowie St. Galler Tagblatt und Luzerner Zeitung mit ihren Kopfblättern)
  • Die Online-Portale dieser Titel.
  • Die nichtkonzessionierten Radio- und TV-Stationen.
  • Die Zeitschriften.
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Die Meinung der anderen

Warum schaffen es Impfgegner, Ängste vor Impfungen zu verbreiten, obwohl ihnen alle Wissenschaftler widersprechen? Warum glauben wir vor allem Informationen, die uns in unserer Meinung bestärken?

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Die Medien drängen uns in den Meinungssumpf

Blosse Informationen waren gestern: Heute wird gemeint. Und zwar grossflächig. Denn Meinungen bringen mehr Aufmerksamkeit als blosse Informationen. Also berichten die Medien nicht nur, sie werten auch immer mehr. Und zwar nicht erst im Kommentar, sondern schon im Titel. Mit fatalen Folgen. Denn wenn es keine Informationen mehr gibt, sondern nur noch Meinungen, ist nichts mehr sicher, auch die Wissenschaft wird zur blossen Meinung. Willkommen im Meinungssumpf.

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Bildung als Provokation

Bildung ist derzeit eine Art politisches Allheilmittel. Digitalisierung? Migrationsprobleme? Armut? Kein Problem, das sich nicht mit Bildung bekämpfen liesse. Bildung ist also zum Aspirin-Äquivalent der westlichen Politik geworden.

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Mord und Wohlgefühl: Warum Fernsehkrimis so erfolgreich sind

Die Lust am Mord ist ungebrochen. An einem durchschnittlichen Fernsehtag sind im deutschsprachigen Fernsehen bis zu 50 Krimis zu sehen. Und die Toten machen Quoten. Aber warum eigentlich? Warum genügen uns die Leichen nicht, welche die «Tagesschau» täglich serviert? Sind wir süchtig nach Gewalt? Eher das Gegenteil. Krimis leben paradoxerweise von der Sehnsucht nach der Idylle. Und Kommissare sind die Priester einer gottlosen Gesellschaft. Aber der Reihe nach.

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Warum (auch) die Medien schuld sind am Wahlerfolg der AfD

Am Erfolg der AfD sind die Medien mitschuldig, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Medien. Sie haben mit permanenter Aufregung und einer emotionalisierten Ablehnung der AfD zum Erstarken der Rechtsaussen-Partei beigetragen. Sie machen das, weil Emotionen und Sensationen auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Quoten sorgen. Doch gerade der Service Public hätte eine andere Aufgabe. Auch in der Schweiz.

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Die Aufmerksamkeitsfalle

Mein Buchtipp erfolgt heute in eigener Sache: Ich lege Ihnen mein neues Buch ans Herz. Ich zeige darin, wie und warum sich die Medien immer stärker auf das Bewirtschaften von Aufmerksamkeit fokussieren und warum das fatale Folgen für die Politik hat.

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