Schlagwort-Archive: Digitalisierung

Fünf Denkanstösse an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Herbstpause. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Denkanstösse – also fünf höchst anregende Sachbücher. Es sind Bücher, nach deren Lektüre sie die Welt anders sehen werden. Das erste Buch zum Beispiel handelt davon, wie Sie sich angesichts der Digitalisierung neu erfinden müssen (wenn Sie weiterhin im Berufsleben stehen möchten). Das zweite Buch handelt von Migration in der Natur. Das dritte dreht sich um die Finanzkrise und das vierte um die Finanzen des Vatikans. Beide Bücher sind im Wortsinn fürchterlich spannend. Mein letzter Denkanstoss schliesslich handelt von der Philosophie der Aufklärung. Es ist ein Buch, das Microsoft-Gründer Bill Gates als sein absolutes Lieblingsbuch bezeichnet.

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Der Abschied vom Papier hat begonnen

Wer Zeitung sagt, denkt an Papier – und manchmal auch an Altpapier. Das dürfte bald vorbei sein: Auch in deutschsprachigen Raum ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Zeitungen weitgehend digital erscheinen. Der erste Titel, der öffentlich so umwälzende Pläne wälzt, ist die deutsche Tageszeitung «taz»: Zum 40. Geburtstag schaut sie vorwärts in Jahr 2022 – und sieht digital. Warum der Abschied vom Papier ausgerechnet bei der linken, kapitalismuskritischen «taz» beginnt, lesen Sie in meinem Medientipp von dieser Woche.

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Die Dilemmata der «bzBasel» – eine Analyse

Schon wieder ein neuer Chefredaktor für die «bzBasel» – schon wieder stimmt die Positionierung der Zeitung und die Chemie mit dem Verleger nicht. Was ist da los? Ich glaube, die Entlassung von David Sieber bei der «bzBasel» hat wenig mit seiner Person zu tun, sie ist vielmehr ein Symptom für strukturelle Probleme, die in dieser Form nicht nur bei der «bz» auftreten. Sie sind typisch für Regionalzeitungen dieser Grösse. Es lohnt sich deshalb einen Blick auf die drei Dilemmata zu werfen, in denen (nicht nur) die «bzBasel» steckt.

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Digitale Berichte über die digitale Arbeit

Wie arbeiten wir in zehn, zwanzig Jahren? Was von diesem «New Work» lässt sich bereits heute umsetzen? Macht Technologie frei? Wie findet man Sinn in der Arbeit? Das sind die Fragen, denen Christoph Magnussen und Michael Trautmann in ihrem Podcast nachgehen. Unter anderem, indem sie die neuen Arbeitsweisen umsetzen.

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Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie

Etwa vor 150 Jahren, als Karl Marx in der British Library in London fieberhaft an seinem Hauptwerk arbeitete, versuchte der englische Mathematiker Charles Babbage einen programmierbaren Rechenautomaten zu bauen, die «Analytical Engine». Er scheiterte zwar an der Umsetzung, erdachte sich aber eine komplexe Maschine, die tatsächlich in der Lage gewesen wäre, beliebige Rechnungen durchzuführen.

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Einsamkeit – die unerkannte Krankheit

Nein, mit diesem Buch bin ich nicht einverstanden. Trotzdem empfehle ich es Ihnen zur Lektüre. Psychiater Manfred Spitzer spricht mit der These der Einsamkeit als Krankheit viele Probleme unserer Zeit an, er macht das durchaus unterhaltsam und mit vielen wissenswerten Details.

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Digitale Medien führen nicht zu Einsamkeit. Im Gegenteil.

Diese Woche war ich zu Gast im «Club» auf SRF. Anlass war das neue Buch des deutschen Hirnforschers und Psychiaters Manfred Spitzer über Einsamkeit. Er sagt: Einsamkeit sei eine Krankheit, die schmerzhaft, ansteckend und tödlich sein könne. Insbesondere förderten heute die Digitalisierung und ganz besonders die Sozialen Medien die Vereinsamung. Damit bin ich nun gar nicht einverstanden. Sicher: Masslos gebraucht und also missbraucht können digitale Kommunikationsmedien schädlich sein. Insgesamt aber bringen sie uns näher zusammen. Deshalb: Eine kleine Widerrede.

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Zu Gast im «Club» zum Thema: «Einsamkeit: Die neue Krankheit des digitalen Zeitalters?»

Gestern war ich auf SRF zu Gast im «Club. Das Thema der Sendung kreiste um das neue Buch des deutschen Psychiaters Manfred Spitzer: Einsamkeit – die unerkannte Krankheit. Schmerzhaft, ansteckend, tödlich. Der «Club» stellte dazu die Frage: «Einsamkeit: Die neue Krankheit des digitalen Zeitalters?» Es diskutierten:
Manfred Spitzer, Psychiater, Hirnforscher, Direktor Psychiatrische Universitätsklinik Ulm, Buchautor
Pasqualina Perrig-Chiello, emeritierte Professorin für Entwicklungspsychologie, Generationenforscherin
Jagoda Marinić, Schriftstellerin, Kulturmanagerin
Schwester Benedikta, Eremitin
– und ich als freier Publizist und Medienwissenschaftler, Experte interaktive Medien und Medienphilosophie.

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Radikal digital. Weil der Mensch den Unterschied macht

Unter Digitalisierung verstehen die meisten Firmen eine technische Revolution. Ganz falsch, sagt Reinhard K. Sprenger. In Wahrheit sei die Digitalisierung ein sozialer Umbruch: die Wiedereinführung des Menschen in die Unternehmen. Digitalisierung, das bedeute gerade nicht, den Maschinen und den Algorithmen die Macht zu übergeben, sondern sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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Nachtrag zur Muba: Noch weniger Besucher

In meinem Wochenkommentar habe ich darüber geschrieben, dass die Muba wie die Tageszeitungen ihren eigentlichen Nutzen verloren hat und sich deshalb radikal neu denken müsse. Das hat mir in den Sozialen Medien und per E-Mail einige Kommentare eingetragen von Menschen, die betonten, dass sie nicht auf die Zeitung verzichten möchten. Dazu später mehr. Am Sonntag abend hat die Muba die Besucherzahlen bekannt gegeben. Resultat: Nur gerade 123’746 Besucherinnen und Besucher haben sich in die Messehallen locken lassen. Das sind über 20’000 Besucher weniger als im letzten Jahr – ein Besucherschwund von 15%. Die Messe schreibt zwar: Dank der interaktiven Konzepte war die Muba 2018 wieder vielfältiger und spannender, muss aber zugeben, dass viele Austeller, welche auf eine hohe Frequenz angewiesen sind, ihre Ziele nicht erreichen konnten.

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