Monatsarchive: Juni 2018

Blind im Wandel

Die Schweiz befindet sich selbstverschuldet in einer Sackgasse. Das Land, so Steffen Klatt, ist satt und zufrieden geworden – und unbeweglich. Für Klatt steht die Schweiz deshalb beispielhaft für jene Staaten in Europa, die sich nicht an wandelnde Umstände anpassen können – oder nicht anpassen wollen. Stefan Klatt macht in seinem Buch rasch klar: In der Schweiz fehlt der Wille.

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Keine Hauptstadt für die Schweiz – auch keine Medienhauptstadt

Es ist immer wieder eine lustige Frage: Welche Stadt ist die Hauptstadt der Schweiz? Antwort: Keine. Die Schweiz hat seit 1803 keine Hauptstadt mehr. Bern ist lediglich Bundesstadt. Und die Schweiz hat nicht nur politisch keine Hauptstadt, sondern auch kulturell und wirtschaftlich. Unser Land ist bis auf die Knochen föderal: Die Kompetenzen sind verteilt. Dass sich Zürich in grossen Schritten zur Medienhauptstadt der Schweiz entwickelt, passt deshalb nicht zur Schweiz. Ja, es ist nicht nur unpassend, es ist kontraproduktiv.

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1291. Geschichte eines Jahres

Für Schweizerinnen und Schweizer ist klar: 1291 ist das Gründungsjahr der Eidgenossenschaft. Die Jahreszahl gilt geradezu als Chiffre für Werte wie Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität. Doch hat die Zahl 1291 zu Recht einen so hohen Stellenwert in der Schweiz?

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Computer statt Sturmgewehre

Die EU will halbautomatische Waffen mit hoher Ladekapazität verbieten. Die Schweiz muss die Regeln übernehmen, wenn sie im Schengenraum verbleiben will. Der Bundesrat hat zwar butterweiche Ausnahmeregeln für das Schweizer Sturmgewehr verhandelt, trotzdem wehrt sich die Schweizer Waffenlobby Pro Tell mit Händen und Füssen gegen das neue Waffenrecht. Sie verteidigt die Vorstellung von einem Bürger, der frei ist, weil er bewaffnet ist. Das ist nicht nur gefährlich, sondern im 21. Jahrhundert geradezu absurd. Auch die Schweiz muss endlich einsehen, dass unsere Freiheit längst nicht mehr vom Sturmgewehr im Putzschrank abhängig ist. Viel wichtiger wäre es, für mehr Freiheit und Sicherheit im digitalen Raum zu sorgen.

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Talk «diskussionswürdig» mit Roger Schawinski über «Verschwörung»

Roger Schawinski hat ein neues Buch geschrieben: Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt handelt von Verschwörungstheoretikern und der Kunst, in der grossen Medienaufregung die Wahrheit herauszufinden. Im Rahmen von «diskussionswürdig – Matthias Zehnder im Gespräch mit interessanten Autorinnen und Autoren», meiner Veranstaltungsreihe im Kulturhaus Bider&Tanner, habe ich mit Roger Schawinski über sein Buch gesprochen. Aber hören Sie selbst (nein, die Aufnahme ist nicht perfekt geschnitten und so, das kommt noch).

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Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt

Roger Schawinski, Radio-Pionier, Radio-Besitzer und Talkshow-Host, hat (kurz nach seinem NoBillag-Titel) ein neues Buch geschrieben: «Verschwörung!» dreht sich um die «fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt». Was als Titel selbst etwas verschwörerisch tönt, entpuppt sich als kluges, mit leichter Hand geschriebenes Buch über vergangene und aktuelle Verschwörungstheorien und die zum Teil fatale Rolle, welche die Medien dabei spielen.

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Wir brauchen einen Artikel über Informationssicherheit in der Verfassung

Verschwörungstheorien, Hexenjagden – manchmal kommt man sich derzeit vor wie im Mittelalter. Seit der Aufklärung war unsere Gesellschaft von Vernunft geprägt. Doch plötzlich zählen Gefühle mehr als harte Fakten. Und das ist erst der Anfang. Denn die Lügen und Fake News gedeihen da besonders gut, wo Menschen schlecht informiert sind. Für gute Information könnten starke Medien sorgen – aber die Medien schwächeln. Ihr Geschäftsmodell ist kaputt. Es ist Zeit, dass die Schweiz ihre Medien ähnlich gut behandelt wie die Landwirtschaft: Wir brauchen analog zum Artikel 104a über Ernährungssicherheit einen Artikel über Informationssicherheit in der Verfassung!

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