Monatsarchive: Januar 2018

Ist das Alter noch zu retten?!

Mit dem Alter ist das so eine Sache: Man weiss erst, wie es sich anfühlt, wenn man selbst da ist – und noch nie ist jemand zurückgekommen. Als Motto hat Karin Dietl-Wichmann ihrem Buch einen Satz von Cicero vorangestellt: «Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.»

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NoBillag geht voll auf Kosten der Alten

Die Jungen schauen nicht viel SRF. Die Jungen sind im Internet. Die Jungen nutzen lieber Youtube und Apps auf dem Handy. Die Jungen holen sich auf Netflix, was sie grad wollen. OK. Aber was ist mit den «Alten»? Warum redet niemand davon, was die Schweizer Senioren verlieren würden, wenn die NoBillag-Initiative angenommen würde? Denn eins ist klar: Die Senioren wären gleich mehrfach die Verlierer bei einer Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren. Ein Plädoyer für eine SRG, die (auch) älteren Menschen nützt.

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Endlich Ehrlichkeit der Initianten: NoBillag=NoSRG

Das NoBillag-Komitee hat heute einen eigenen «Plan B» für die SRG nach einer Annahme der Initiative vorgelegt. Sie behaupten, es wäre möglich, die SRG mit Abogebühren, Pay-TV, Werbung und Unterstützungsgeldern am Leben zu erhalten. Sie beweisen damit aber nur, dass NoBillag zu einem beispiellosen, medialen Kahlschlag führen würde. Selbst wenn der Plan klappen würde, hätte die SRG nämlich nur noch ein Drittel der Mittel zur Verfügung. Die Initianten geben damit zum ersten Mal zu, dass die NoBillag-Initiative eine NoSRG-Initiative ist. Und das wäre der beste Fall. Denn: Der Plan ist untauglich. Eine kleine Analyse.

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Köppel zeigt unfreiwillig, wie düster eine Zukunft ohne SRG wäre

Die «Weltwoche» hat am Montag ein eigenes Videoformat lanciert: «Weltwoche Daily» heisst der Videopodcast, den Roger Köppel in der erste Ausgabe unbescheiden als «neues Nachrichtenformat der Weltwoche» und als «Ausbalancierung der Dauerberieselung durch unser zwangsgebührenfinanziertes Fernsehen und Radio» bezeichnet. Was bietet die erste Ausgabe? Was ist davon zu halten? Bietet die «Weltwoche» der SRG die Stirn – oder ist das bloss ein weiterer Videopodcast? Eine kleine Analyse.

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Rettet die Wahrheit!

Claus Kleber ist seit 2003 Moderator des ZDF-heute-journals. Bis 2009 war er auch der Leiter des deutschen TV-Nachrichtenmagazins. In diesem Buch erzählt er, wie eine Nachrichtensendung im Fernsehen zu Stande kommt. Er erzählt, wie die Journalisten täglich um die beste Story ringen – um die beste Story und um die Wahrheit. Denn das ist das eigentliche Thema des Buchs.

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Über den Irrtum, Luxemburg sei ein Vorbild für die Schweiz

In der Sendung «Medienclub» auf SRF hat NoBillag-Befürworter Giuseppe Scaglione Luxemburg als Vorbild für die Schweiz ins Spiel gebracht. Luxemburg sei ein kleines, mehrsprachiges Land, das trotzdem ohne öffentlichen Rundfunk auskomme. Also könne das auch die Schweiz, die Argumente «klein» und «mehrsprachig» würden nicht für eine Rundfunkgebühr sprechen. Stimmt das? Wie funktioniert das Mediensystem in Luxemburg? Taugt es als Vorbild für die Schweiz? Schauen wir genauer hin: Fünf Irrtümer zu Luxemburg, zwei Folgerungen und ein Fazit.

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Die Sache mit der Wahrheit

Heute müssen wir über die Wahrheit sprechen. Denn die Wahrheit scheint langsam aber sicher über Bord zu gehen. Immer häufiger kommt es nicht darauf an, was wahr ist, sondern welche Sicht sich durchsetzt. Sind wir tatsächlich im postfaktischen Zeitalter angekommen? Oder setzen sich bloss Einzelinteressen schamloser durch? So oder so haben wir in unserer Demokratie ein Problem, wenn wir keinen Boden aus Fakten mehr haben, auf dem wir diskutieren können, wenn also die Wahrheit nur noch Verhandlungssache ist.

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Märchenstunde mit NoBillag-Initianten im «Medienclub»

Im Medienclub auf SRF haben Initianten/Befürworter und Gegner der NoBillag-Initiative miteinander darüber diskutiert, wie die Schweiz nach einer Annahme der NoBillag-Initiative aussehen würde. Dabei fällt auf, dass die Befürworter die ökonomischen Folgen der Initiative kleinreden und die Freiheit von Medien und Markt als alleinseeligmachendes Ziel verkünden. Ich habe mir die Sendung genauer angesehen. Sie finden hier die sieben dreistesten Behauptungen der Befürworter, nüchtern analysiert.

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No Billag? Die Gründe und die Folgen.

Dieses Buch hat viele SRG-Gegner aufgeregt: Alt-Radiopirat Roger Schawinski schreibt ein Buch über die NoBillag-Initiative und verteidigt die Radio- und Fernsehgebühren. Ausgerechnet der Kämpfer gegen die SRG. Doch Schawinski stellt in diesem Buch sachlich dar, dass er nie gegen die SRG und den gebührenfinanzierten Rundfunk kämpfte, sondern nur gegen das Monopol der SRG.

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Die «Republik» ist da. Grund zum Jubeln?

Am Sonntag ist die «Republik» endlich online gegangen. Endlich, weil seit Monaten auf allen Kanälen in den höchsten Tönen vom Medien-Start-up die Rede ist. Im Frühjahr 2017 hat das «Project R» die erfolgreichste Crowdfunding-Kampagne aller Zeiten hingelegt. Mit Hilfe von 3000 Vorab-Abonnenten wollten die Initianten rund um Constantin Seibt und Christof Moser 750’000 Franken aufnehmen – dieses Ziel war bereits am ersten Tag erreicht. Am Ende der Sammelfrist hatten sich fast 14’000 Interessenten eingeschrieben und der Plattform vorab sagenhafte 3,4 Millionen Franken überwiesen. Laut Branchendienst Persoenlich.com hat die «Republik» bis zum Start über 1000 weitere Abonnenten gewonnen und zählt heute über 15’500 «Verlegerinnen und Verleger», wie das Projekt seine Abonnenten nennt. Zusammen mit dem Geld von Investoren hat das Projekt jetzt 7,7 Millionen Franken zur Verfügung. Die Finanzierung sei damit für zwei Jahre gesichert.

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