No Billag? Die Gründe und die Folgen.

Dieses Buch hat viele SRG-Gegner aufgeregt: Alt-Radiopirat Roger Schawinski schreibt ein Buch über die NoBillag-Initiative und verteidigt die Radio- und Fernsehgebühren. Ausgerechnet der Kämpfer gegen die SRG. Doch Schawinski stellt in diesem Buch sachlich dar, dass er nie gegen die SRG und den gebührenfinanzierten Rundfunk kämpfte, sondern nur gegen das Monopol der SRG.

Er zeigt klar und deutlich, dass ein so kleines Land wie die Schweiz sich Radio und Fernsehen nur über ein Gebührensystem leisten kann, weil der freie Markt viel zu klein wäre und das Land von grossen, ausländischen Konkurrenten umstellt ist. Besonders interessant ist das Buch da, wo Schawinski über die Kostenstruktur von Fernsehen schreibt. Er hat TeleZüri und Tele24 aufgebaut und Sat.1 gleitet – kaum jemand kennt den Fernsehmarkt so gut wie er. Schawinski spart dabei nicht mit Kritik an der SRG. Er macht aber klar, dass es Qualitätsradio und -fernsehen ohne Gebühren in unserem Land nicht geben kann. Sein Fazit: Entweder werden wir als einziges Land in Europa auch auf lange Frist nur ein einziges, echtes nationales Fernsehen mit einem umfassenden Programmangebot haben. Oder dann wird nach einem Ja bei der No-Billag-Abstimmung nichts davon übrig bleiben. Und dann würde aus dem medialen Sonderfall Schweiz definitiv der mediale Katastrophenfall Schweiz. Das heisst, wir stehen heute vor einer fatalen Fragestellung. Sie lautet: Eins oder keins. Und wir alle dürfen frei wählen. Lesen!

Roger Schawinski: No Billag? Die Gründe und die Folgen. Wörterseh Verlag, 176 Seiten, 12 Franken; ISBN 978-3-03763-094-5

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783037630945

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Buchtipp zum Wochenkommentar vom 12.1.2018: Rettet das Radio!

Eine Übersicht über sämtliche Buchtipps des vergangenen Jahres samt Link auf den zugehörigen Wochenkommentar finden Sie hier:

https://www.matthiaszehnder.ch/buchtipp/jahresuebersicht-buchtipps-2017/

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Ein Kommentar zu No Billag? Die Gründe und die Folgen.

  1. Thomas Zweidler sagt:

    Den Roschee aus Zürich mag ich seit Kindsbeinen. Auch wenn ich (immer) anderer Meinung bin. Er ist einfach supergut, ideenreich und kreativ. Das muss man ihm lassen.
    Doch auch die andere Seite ist kreativ:
    …2019: 1370 Zwangsgebührenzahler braucht es alleine, um den Lohn des SRG-Generaldirektors Gilles Marchand zu bezahlen. Das muss die vielgepriesene Solidarität sein… deshalb Ja-No-Billag…
    auch nicht schlecht, das muss man ihnen lassen….
    Ich glaube, der Mensch ist in Extremsituationen (Essen, Überleben, Trinken) immer extrem kreativ.
    Die No-Billag-Abstimmung ist auch eine Extremsituation in unserer 1. Welt. Das beweist, dass es uns immer noch gut geht.

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