Schlagwort-Archive: Gesellschaft

Wie wir auf Roboter reagieren sollten

Sie fahren Ski, sie putzen die Stube, sie bauen Autos, sie ersetzen die Kassierer im Supermarkt: Die Roboter sind da. Wie sollen wir darauf reagieren? Sollen wir lachen über die Tollpatschigkeit der Blechmänner – oder sollen wir uns davor fürchten, dass die Roboter uns alle Arbeit wegnehmen? Weder noch. Es gibt vor allem eine richtige Reaktion. Wenigstens im Moment.

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Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen.

Vielen Leserinnen und Lesern ist Axel Hacke bekannt als Autor von lustigen bis wunderlichen Büchern wie Der weisse Neger Wumbaba oder Der kleine König Dezember. Jetzt hat Hacke ein wunderbares Buch über den Anstand geschrieben.

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Ein kleines Plädoyer für den Anstand

Wir müssen uns nichts vormachen: Anstand ist veraltet. Das Wort riecht nach Konfirmandenanzug und Mottenkugeln und macht einen so vergessenen Eindruck wie die Gideon-Bibel in der Nachttischschublade eines Hotelzimmers. Und doch ist es, wenn wir das Jahr 2017 Revue passieren lassen, genau das, was uns heute fehlt: Anstand. Innere Haltung. Zurückhaltung. Ein Plädoyer für den Anstand.

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Klärende Worte zu Sexismus und sexuellen Übergriffen

Die Affäre rund um Nationalrat Yannick Buttet im Bundeshaus hat die #MeToo-Debatte in die Schweiz gebracht. Allerdings herrscht hierzulande Verwirrung rund um Sexismus und sexuelle Übergriffe. Männer wehren sich: Man wird doch noch ein Kompliment machen dürfen. Und: Das alles sei bloss ein Missverständnis empfindlicher Frauen. Sie merken nicht, dass sie genau damit bestätigen, wie nötig eine echte Sexismus-Debatte in der Schweiz wäre. Es ist deshalb Zeit, ein paar Begriffe zu klären.

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Zu Gast im «Club» auf SRF

Die Affäre rund um Nationalrat Yannick Buttet (CVP, VS), dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, hat die Sexismus-Debatte auch in der Schweiz erneut angeheizt. Der «Club» auf SRF1 hat sich deshalb unter dem Titel «#MeToo im Bundeshaus» der Sexismusdebatte in der Schweiz angenommen. Ist das Bundeshaus ein Lusttempel? Sind Frauen in der Schweiz diskriminiert? Was ist die Wurzel des Übels?

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Fünf Fragen, die sich nach dem Digitaltag stellen

Diese Woche war die Schweiz digital. Sagten zumindest die Medien und der halbe Bundesrat. Bei Lichte besehen war der erste Digitaltag eine seichte Veranstaltung, die zwischen unverschämter Werbung und rührender Naivität pendelte. Die grossen Probleme sind anderswo. Rund um die Digitalisierung stellen sich in der Schweiz fünf Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Doch die fünfte Frage gibt Anlass zu Hoffnung.

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Bildung als Provokation

Bildung ist derzeit eine Art politisches Allheilmittel. Digitalisierung? Migrationsprobleme? Armut? Kein Problem, das sich nicht mit Bildung bekämpfen liesse. Bildung ist also zum Aspirin-Äquivalent der westlichen Politik geworden.

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Die Gesellschaft der Singularitäten

Andreas Reckwitz stellt fest: Wir leben nicht mehr im industriellen, sondern im kulturellen Kapitalismus. Das hat tiefgreifende Folgen auch für die Arbeits- und Berufswelt.

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Die granulare Gesellschaft. Auf dem Weg in das Zeitalter der Ungleichheit

Unter Granularität verstehen Computerwissenschaftler das Mass der Auflösung, also die Präzision von Daten: je feinkörniger, desto granularer. Die Digitalisierung führt dazu, dass wir alle Schritt für Schritt in diese hochauflösende Gesellschaft umziehen. Denn in der digitalen Welt werden wir selbst, unser Körper, unsere sozialen Beziehungen, die Natur, unsere Politik, unsere Wirtschaft feinteiliger, höher auflösend, durchdringender erfasst, analysiert und bewertet.

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Wie die Ökonomie zur Religion wurde

Die Politik, ja unsere ganze Gesellschaft, ist durch und durch ökonomisiert: Das bedeutet, dass es nur noch einen Massstab gibt, der an Projekte, Vorhaben, Ideen angelegt wird: den ökonomischen. Damit richtet sich die Politik nach der Ökonomie aus wie nach einer Religion. Die Ökonomie hat absoluten Geltungsanspruch. Das ist uns so selbstverständlich geworden, dass es vielen Menschen nicht einmal mehr auffällt. Es ist deshalb Zeit, das zu ändern.

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