Archiv der Kategorie: Wochenkommentar

Fünf Lebensbilder an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Sommerpause. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Biografien – also fünf höchst anregende Lebensbilder. Inspirierend sind sie alle, jedes auf seine Weise. Das fünfte Buch hat mich aber richtig begeistert. Wenn Sie trotzdem einen Wochenkommentar lesen möchten, empfehle ich Ihnen diese drei Kommentare der letzten Wochen, die immer noch aktuell sind:

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Schafft die Nationalfeiertage ab!

Wir befinden uns mitten in der Saison der Nationalfeiertage: Am 4. Juli haben die USA gefeiert, heute, am 14. Juli, feiert Frankreich, am 1. August feiert die Schweiz. In allen Ländern sieht das ähnlich aus: Fahnen schwingen, Schultern klopfen, Reden, Trinken, Feuerwerk. Die Feiern übertünchen, dass die Nationen zufällige Produkte der Geschichte sind und dass wir heute eigentlich etwas ganz Anderes feiern sollten.

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Warum Selbstbestimmung nur gemeinsam geht

In unserem Land bestimmen wir! Auf diese Formel lassen sich die Forderungen bringen, die diese Woche Donald Trump in Polen, SVP-Präsident Albert Rösti in Bern und Oskar Kämpfer, der Präsident der Baselbieter SVP, in Liestal geäussert haben. Trump, Rösti und Kämpfer geht es um die Rettung der Selbstbestimmung. Aber die ist in vielen Bereichen längst futsch: In der Wirtschaft gilt das Recht des Stärkeren. Als Mittel dagegen hilft nur, das Recht zu stärken – doch das geht nur gemeinsam.

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Über die Trumpisierung des Kantons Basel-Landschaft

Der Klügere hat nachgegeben. Das könnte als Fazit über der Rangelei zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt zu Universität und Kultur stehen. Bei Lichte besehen ist nur traurig, was da abläuft. Baselland schwächt mit seiner Trotz-Politik die ganze Region. Es ist eine ruchlose Politik. Warum man von einer eigentlichen Trumpisierung des Landkantons sprechen kann und welche Handlungsoptionen die Stadt noch hat.

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Drei Vorschläge für Bundesrat Schneider-Ammann

Bundesrat Johann Schneider-Ammann beantragt einen Kredit von 150 Millionen Franken für eine digitale Bildungsoffensive. Das liest sich hübsch, bringt aber rein gar nichts. Den Schweizern mangelt es nämlich nicht an digitalen Grundfertigkeiten, sondern an den Grundvoraussetzungen für die digitale Welt. Lesen und Schreiben zum Beispiel. Deshalb: Drei konkrete Vorschläge für Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

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Warum es fatal ist, Politik als Deal zu sehen

Didier Burkhalter tritt zurück und mit ihm verschwindet das Schweiz-EU-Problem. So lesen sich jedenfalls die Kommentare in bürgerlichen Schweizer Zeitungen. Kernig wird nach dem linken Bundesrat im FDP-Mantel ein klar bürgerlicher Nachfolger gefordert. Der wird es dann schon richten mit der EU und für die Schweiz den besten «Deal» herausholen. Und genau das ist das Problem: Schweizer Politiker verstehen Aussenpolitik nur noch als Deal. Sie reduzieren die Welt auf einen Markt und kennen nur noch einen Wert: den Marktwert. Das ist fatal – gerade für uns Menschen in der Schweiz.

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Fair Work statt nur Fair Trade

Wir kennen Label für alles mögliche: für Eier von glücklichen Hühnern, für Fleisch von freilaufenden Kälbern und für gesund produzierte Tomaten und Äpfel. Wir kümmern uns um Soja in Südamerika, um faire Preise für Kaffeebauern in Kolumbien und gerechte Arbeitsbedingungen in den Minen Afrikas. Bloss um die Schweizer Arbeiter kümmern wir uns nicht. Das muss sich ändern. Arbeit könnte in vielen Branchen in der Schweiz schon bald zum Luxus werden. Zeit, statt nur Fair Trade auch Fair Work zu schützen – und zu kennzeichnen.

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Warum das Schlagzeilen-Gate dumm und gefährlich ist

Es war eine seltsame Schlagzeile, die diese Woche die Runde machte: Die Zeitungen schrieben über «covfefe-Gate». Gemeint ist damit ein Tippfehler, den Donald Trump in einem Tweet machte. Mit ihrer Anspielung auf Watergate stellen die Zeitungen damit einen Tippfehler auf dieselbe Stufe wie einen der schwersten Missbräuche von Regierungsgewalt. Fragt sich: Ist das Strategie? Oder Dummheit? – Oder beides?

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Es sind die Medien, die für Terror sorgen

Der Terroranschlag während eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester war das Thema der Woche: Auf der ganzen Welt suhlten sich die Medien geradezu in der Schrecklichkeit des Anschlags – und machten sich so zu Gehilfen des Terrors. Denn der Anschlag selbst ist nur der Zünder. Für die eigentliche, weltweite Detonation sorgen erst die Medien durch ihre intensive Berichterstattung. Erst dadurch erreicht der Terrorist sein Ziel: Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch wir, das Publikum, haben es in der Hand, die mediale Zündung zu unterbinden. 

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Die Computer sind nicht das Problem

Die Aufregung diese Woche war gross: Ein Virus namens WannaCry griff Computer auf der ganzen Welt an. Etwa 300’000 Systeme in 150 Ländern waren betroffen. In England mussten Spitäler Patienten abweisen. In Deutschland fielen Anzeigetafeln der Deutschen Bahn aus. Allenthalben hoben Experten den Zeigefinger und warnten vor Cyberterror, vor Technik-Abhängigkeit, vor der Computerzukunft. Doch das Problem liegt ganz woanders. Überzeugen Sie sich selbst.

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