Archiv der Kategorie: Wochenkommentar

Warum die Demokratie gebührenfinanzierte Medien braucht

Es ist eine dieser Binsenweisheiten, die Politiker in Sonntagsreden gerne einsetzen wie ein welkes Sträusschen am Revers: Die Demokratie braucht die Medien. Bloss: Der vielgerühmte Markt ist nicht mehr in der Lage, jene Medienleistungen zu finanzieren, von der gerade eine direkte Demokratie abhängig ist. Denn die kommerziellen Medien der Schweiz sitzen in gleich drei Fallen.

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Nüchtern betrachtet: Die Folgen einer Billag-Abschaffung

Obwohl es noch ein paar Monate dauert bis zur Abstimmung, ist die Auseinandersetzung um die No-Billag-Initiative bereits sehr polemisch – und schon erstaunlich faktenfern. Werfen wir also einen möglichst nüchternen Blick auf die Folgen, die eine Annahme der Initiative für das Medienangebot im Bereich Radio und Fernsehen in der Schweiz hätte. Die Wertung der Fakten finden Sie am Schluss in fünf Sätzen.

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Hört endlich auf, Waffe und Freiheit gleichzusetzen

Die persönliche Waffe war den Schweizern lange heilig. Jetzt fordert Europa von der Schweiz eine Verschärfung des Waffenrechts. Das bringt Schützenvereine und vor alle die Waffenlobby Pro Tell auf die Palme. Sie sehen unser Bürgerrecht, unsere Sicherheit und unsere Freiheit in Gefahr. Stimmt das? Machen Waffen im 21. Jahrhundert tatsächlich den freien Bürger aus? Ein Versuch, den Gewehrschrank auszumisten.

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#MeToo: Was ich als Mann dazu zu sagen habe

Zuerst haben mich die sexuellen Belästigungen von Harvey Weinstein und die #MeToo-Kampagne nicht interessiert. Dann habe ich gemerkt, dass uns das alle angeht – aber ich war hilflos, wie ich als Mann darauf reagieren soll. Mit der Zeit haben sich mir drei grundsätzliche Fragen gestellt: Was können wir tun? Was ist erlaubt? Und: Wie nur sollen wir unsere Söhne erziehen? Ein Versuch, diese drei Fragen zu beantworten.

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Mord und Wohlgefühl: Warum Fernsehkrimis so erfolgreich sind

Die Lust am Mord ist ungebrochen. An einem durchschnittlichen Fernsehtag sind im deutschsprachigen Fernsehen bis zu 50 Krimis zu sehen. Und die Toten machen Quoten. Aber warum eigentlich? Warum genügen uns die Leichen nicht, welche die «Tagesschau» täglich serviert? Sind wir süchtig nach Gewalt? Eher das Gegenteil. Krimis leben paradoxerweise von der Sehnsucht nach der Idylle. Und Kommissare sind die Priester einer gottlosen Gesellschaft. Aber der Reihe nach.

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Fünf Denkanstösse an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Herbstferien. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Denkanstösse – also fünf höchst anregende Sachbücher. Es sind Bücher, nach deren Lektüre sie die Welt anders ansehen. Ganz besonders gilt das für das erste Buch, nach dessen Lektüre Sie Europa anders betrachten werden – aber auch das fünfte wird, obwohl es von tiefer Vergangenheit handelt, Ihren Blick auf die Gegenwart verändern.

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Fünf Lebensbilder an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Herbstferien. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Biografien – also fünf höchst anregende Lebensbilder. Inspirierend sind sie alle, jedes auf seine Weise. Das erste Buch hat mich richtig begeistert – und das fünfte ist im wörtlichen Sinn umwerfend. Wenn Sie trotzdem einen Wochenkommentar lesen möchten, empfehle ich Ihnen diese drei Kommentare der letzten Wochen, die immer noch aktuell sind:

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Warum (auch) die Medien schuld sind am Wahlerfolg der AfD

Am Erfolg der AfD sind die Medien mitschuldig, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Medien. Sie haben mit permanenter Aufregung und einer emotionalisierten Ablehnung der AfD zum Erstarken der Rechtsaussen-Partei beigetragen. Sie machen das, weil Emotionen und Sensationen auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Quoten sorgen. Doch gerade der Service Public hätte eine andere Aufgabe. Auch in der Schweiz.

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Das Tessin ist für die Schweiz offenbar wichtiger als die Frauen

Das Tessin jubelt und die Frauen grämen sich: Mit Ignazio Cassis ist ein Tessiner Mann in den Bundesrat gewählt worden. Nichts gegen Cassis. Er scheint, obwohl kein Linker, ein Netter zu sein. Erstaunlich an dem Vorgang ist, dass der Anspruch des Tessins auf einen Sitz im Bundesrat selbst bei den Welschen unbestritten war – ganz in Gegensatz zum Anspruch der Frauen. Und das sollte zu denken geben.

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Unsere digitale Masslosigkeit

Diese Woche hat Apple ein neues iPhone präsentiert: Das «iPhone X» ist ein technisches Wunderwerk mit Superbildschirm, schnellstem Prozessor aller Zeiten und Gesichtserkennung. Trotzdem löst es das grösste Problem nicht, das wir mit Handy, Computer und Co. haben: Wir brauchen alle längst Entlastung vom Digitalen. Wir sind digital erschöpft und müssen lernen, uns von der ständigen, digitalen Verfügbarkeit abzugrenzen. Doch das ist gar nicht so einfach.

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