Schlagwort-Archive: Medienökonomie

Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie

Etwa vor 150 Jahren, als Karl Marx in der British Library in London fieberhaft an seinem Hauptwerk arbeitete, versuchte der englische Mathematiker Charles Babbage einen programmierbaren Rechenautomaten zu bauen, die «Analytical Engine». Er scheiterte zwar an der Umsetzung, erdachte sich aber eine komplexe Maschine, die tatsächlich in der Lage gewesen wäre, beliebige Rechnungen durchzuführen.

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Eine kleine Bewertung der grossen AZ/NZZ-Hochzeit

AZ Medien und NZZ gründen ein Joint Venture: Zusammengeführt werden:

  • Die Regionalzeitungen (Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung, BZ Basel, Basellandschaftliche Zeitung, Oltner Tagblatt, Grenchner Tagblatt sowie St. Galler Tagblatt und Luzerner Zeitung mit ihren Kopfblättern)
  • Die Online-Portale dieser Titel.
  • Die nichtkonzessionierten Radio- und TV-Stationen.
  • Die Zeitschriften.
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Die Medien drängen uns in den Meinungssumpf

Blosse Informationen waren gestern: Heute wird gemeint. Und zwar grossflächig. Denn Meinungen bringen mehr Aufmerksamkeit als blosse Informationen. Also berichten die Medien nicht nur, sie werten auch immer mehr. Und zwar nicht erst im Kommentar, sondern schon im Titel. Mit fatalen Folgen. Denn wenn es keine Informationen mehr gibt, sondern nur noch Meinungen, ist nichts mehr sicher, auch die Wissenschaft wird zur blossen Meinung. Willkommen im Meinungssumpf.

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Warum die Demokratie gebührenfinanzierte Medien braucht

Es ist eine dieser Binsenweisheiten, die Politiker in Sonntagsreden gerne einsetzen wie ein welkes Sträusschen am Revers: Die Demokratie braucht die Medien. Bloss: Der vielgerühmte Markt ist nicht mehr in der Lage, jene Medienleistungen zu finanzieren, von der gerade eine direkte Demokratie abhängig ist. Denn die kommerziellen Medien der Schweiz sitzen in gleich drei Fallen.

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Nüchtern betrachtet: Die Folgen einer Billag-Abschaffung

Obwohl es noch ein paar Monate dauert bis zur Abstimmung, ist die Auseinandersetzung um die No-Billag-Initiative bereits sehr polemisch – und schon erstaunlich faktenfern. Werfen wir also einen möglichst nüchternen Blick auf die Folgen, die eine Annahme der Initiative für das Medienangebot im Bereich Radio und Fernsehen in der Schweiz hätte. Die Wertung der Fakten finden Sie am Schluss in fünf Sätzen.

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