Die Medien nach Trump: Wird jetzt alles gut?

Publiziert am 22. Januar 2021 von Matthias Zehnder

Es ist geradezu rührend, mit welcher Zuversicht viele Journalist*innen diese Woche in die Nach-Trump-Zukunft der USA (und der übrigen Welt) geblickt haben. Man könnte meinen, mit der Abwahl von Trump würde die Welt den Leibhaftigen los. Doch Trump ist in mancherlei Beziehung nicht die Ursache, sondern das Symptom der Probleme. Das gilt insbesondere für die Medien. Ich gebe Ihnen deshalb konkrete Tipps für ein besseres Medienleben in der Post-Trump-Zeit.

Es war das, was man eine schwierige Beziehung nennen kann: Donald Trump und die Medien pflegten eine Art masochistische Symbiose. Sie waren aufeinander angewiesen und verachteten sich doch dabei. Kein Präsident vor Trump hat die Medien derart abgelehnt, kritisiert, ja verunglimpft – gleichzeitig hat kein anderer Präsident auf so unverblümte Art die narzisstische Spiegelung in den Medien gesucht. Viele Medien standen Präsident Trump kritisch, ja ablehnend gegenüber, gleichzeitig haben sie mit teils reisserischer Berichterstattung über Trump für viel Aufmerksamkeit und damit für Klicks, Umsatz und Abonnemente gesorgt. Sie haben sich gegenseitig gehasst, Trump und die liberalen Medien – und doch haben sie gegenseitig stark voneinander profitiert.

Für mich als Medienkonsumenten war die Trump-Fixierung der Medien manchmal fast schon unerträglich. Ich rede nicht von Boulevardzeitungen, sondern von «NZZ», «Spiegel» und «Süddeutscher Zeitung». Die Trump-Fixierung der Medien in den letzten vier Jahren war schon fast obsessiv. Und Trump bediente die Medien und den Aufmerksamkeitsmarkt ja auch perfekt mit Skandalen, Tabubrüchen und immer neuen Unglaublichkeiten. Jetzt ist Trump weg – wird jetzt alles wieder gut? Kehren die Medien zu einer sachlichen Berichterstattung zurück?

Das ist leider nicht zu erwarten. Denn die Trump war nicht die Ursache für die Fokussierung der Medien auf seine Person, sondern die logische Folge eines Mediensystems, das weiterhin stark von Aufmerksamkeit lebt. Im wörtlichen Sinn: Im Internet zählt der schnelle Klick. Und schnell angeklickt wird, was Aufmerksamkeit erregt. Diese Art von Aufmerksamkeit folgt bestimmten Gesetzen.

Medien personalisieren

Wer Aufmerksamkeit erregen will, berichtet nicht über Sachthemen, sondern über Menschen. Medien erzählen uns deshalb Politik immer mehr als eine Art Soap Opera, als Geschichten von mächtigen Menschen. Ist Ihnen zum Beispiel aufgefallen, wie stark die Medien in dieser Pandemie auf Bundesrat Alain Berset fokussieren? Natürlich führt er mit dem EDI das Schlüsseldepartement, aber in der Schweiz können Bundesräte nur wenig alleine entscheiden. Das Kollegium entscheidet. Und darüber hinaus steckt auch ein Bundesrat in Sachzwängen, Abläufen, Gesetzen und Regeln.

Trump hat perfekt in diese Tendenz zur Personalisierung gepasst. Er selbst hat Politik als eine Art Soap Opera verstanden und inszeniert. Der ehemalige Reality-TV-Star hat Politik zum Reality-TV gemacht. Er hat eine Politik der Männerfreundschaften zu pflegen versucht. Er hat sich als starken Mann verstanden – und nicht begriffen, dass Politik ein Handwerk ist und auch ein US-Präsident seine Politik nur realisieren kann, wenn er es versteht, mit der Legislative umzugehen. Er hat alles und jedes auf sich bezogen und hat die Personalisierung der Politik durch die Medien bis ins Lächerliche perpetuiert.

Mit seinem Abgang ist die Politik-Soap-Opera in den Medien nicht zu Ende, es wechseln lediglich die Darsteller. In der amerikanischen Politik gibt es genug Verrückte, die auf die grosse Bühne drängen und die Sucht der Medien nach «Stories» befriedigen. Und dann gibt es ja auch noch Boris Johnson und Emmanuel Macron, Angela Merkel und Ursula von der Leyen – über sie berichten die meisten Medien viel lieber als über Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und die EU.

Medien emotionalisieren

Warum lassen Medien möglichst Menschen auftreten und berichten nicht über Institutionen oder Sachthemen? Weil Menschen viel eher imstande sind, Gefühle auszulösen. Trump war dafür das Paradebeispiel: Er wurde geliebt und gehasst. Kaum jemand war ihm gegenüber neutral. Auch deshalb war er ein Geschenk für die Medien. Warum sind Emotionen so wichtig? Weil sie für Aufmerksamkeit sorgen. Interessanterweise spielt es dabei fast keine Rolle, ob die Gefühle positiv oder negativ sind. Ärger kann auch eine Motivation sein, einen Artikel zu lesen. Kontraproduktiv werden die Gefühle erst, wenn sie in radikale Ablehnung umschlagen. Wer beim Anblick von Trump schon Übelkeit verspürte, machte wohl um die Berichterstattung einen Bogen. Alle anderen haben eher hingeguckt – auch wenn das Gucken manchmal etwas morbides hatte und eher ans Gaffen nach einem Unfall erinnerte.

Medien sind auf Emotionen angewiesen – mindestens jene Medien, die von Aufmerksamkeit leben. Deshalb werden die allermeisten Medien weiterhin die Emotionen bewirtschaften. Weil sich der neue US-Präsident dafür weniger eignet, werden andere Figuren in den Fokus der Berichterstattung rücken, zum Beispiel Vizepräsidentin Kamala Harris, Mitglieder des Kabinetts wie Pete Buttigieg, der erste offen homosexuelle Minister der USA (für ein so konservatives Land ist das eine grosse Story) und natürlich weiterhin Trump.

Medien skandalisieren

So, wie man sich ans Salz in der Salatsauce oder den Zucker im Tee gewöhnt und bald mehr braucht, gewöhnt man sich an normale Gefühle. Um Aufmerksamkeit zu erregen, müssen Medien deshalb immer noch mehr Salz in die Emotionensuppe geben. Der Mechanismus dafür ist das Skandalisieren. Ereignisse werden bis zur Unkenntlichkeit hochgejazzt mit dem Ziel, beim Leser oder Zuschauer eine Reaktion zu provozieren. «Was? Hast Du das gelesen? Skandal!» Ein kleines Beispiel von dieser Woche: Die «BaZ» titelt heute Freitag in der gedruckten Ausgabe: «In Basel-Stadt prüft man Sonderrechte für Geimpfte».[1] Mit dem Text hat der Titel nichts zu tun. Anne Tschudin, die Sprecherin des Gesundheitsdepartements, erklärt lediglich, dass private Veranstalter «nach unserer Einschätzung Unterschiede zwischen geimpften und nicht geimpften Personen» machen dürfen. Etwas weiter unten schreibt die «BaZ»: «Eindeutig ist der Fall hingegen für staatliche Dienststellen sowie beim öffentlichen Verkehr: Sie müssen alle Menschen gleich behandeln.» Das ist das Gegenteil von «Sonderrechten für Geimpfte». Warum kommt es zu einem solchen Titel? Weil eine Story, die einen nach Luft schnappen lässt, deutlich mehr angeklickt wird. Online lautet der Titel des Artikels mittlerweile anders. Jetzt steht da: »Eintrittsticket: Impfausweis? Das sagt Basel-Stadt zu Sonderrechten für Geimpfte».[2]

Trump hat den Durst der Medien nach Skandalen perfekt bedient. Von Sätzen wie «Grab’em by the pussy. You can do anything»[3] kurz vor seiner Wahl über die vielen Lügen (es begann mit der Lüge über die Zahl der Zuschauer bei seiner Inauguration), seine Sucht, Despoten wie Putin und Kim Yong Un zu gefallen, das Flirten mit der Alt-Right-Bewegung («fine people») bis zu seinem unverstellten und unverschämten Eigennutz – Trump belieferte die Medien fast täglich mit Skandalen. Und wenn mal nichts los war, twitterte er eine Beleidigung oder liess Demonstranten mit Tränengas von einer Kirche vertreiben, damit er, die Bibel in der Hand, für ein Foto posieren konnte. Wirkungsvoll waren all diese Stunts, weil die Medien sie immer mitmachten, mit Kamera und Mikrofon draufhielten und den Blödsinn weiterverbreiteten, weil ihnen das Quote brachte. Trump mag weg sein – die Sucht nach Skandalen bleibt und damit wohl auch die Blödsinnquote in unseren Medien.

Was wir dagegen tun können

Schuld an der Sucht der Medien nach Aufmerksamkeit ist die Mechanik ihrer Businessmodelle: Die meisten Medien pflegen heute Reichweitenmodelle und leben letztlich von Klicks und Views. Das können wir alle nicht ganz so schnell ändern. Politisch brauchen wir neue Wege zur Medienfinanzierung, aber das dauert.

Wir alle können aber in unserem Medienkonsumverhalten uns dieser Mechanismen bewusst werden und versuchen, Gegensteuer zu geben. Ich sehe ganz konkret drei Punkte:

Versachlichen: Weg von den Personen hin zu den Themen
Boris Johnson, Donald Trump oder Alain Berset sind nur die Figuren – versuchen Sie, herauszufindenden, welches Stück da gespielt wird. Versuchen Sie also hinter die Personen zu sehen, an denen die Medien ihre Geschichten aufmachen. Suchen Sie die Sache und gehen Sie ihr auf den Grund. Hilfreich sind dabei Wochenpublikationen wie «Die Zeit» oder «The Atlantic», die sind weniger auf die schnelle Schlagzeile aus.

Goodwill unterstellen: Andere Perspektiven einnehmen
Die grosse Aufregung in den Medien lebt immer davon, dass eine Person oder eine Ansicht an den Pranger gestellt wird. Die unausgesprochene Frage dabei: Wie können Menschen nur so verwerflich handeln? Doch aus der Sicht der betroffenen Menschen ist die Handlung vielleicht ganz logisch und verständlich. Versuchen Sie deshalb, statt sich aufzuregen, allen Menschen Goodwill zu unterstellen und herauszufinden, was sie antreibt. Nehmen sie deren Perspektive ein.

Big Picture: Zusammenhänge und Ursachen suchen
Die Skandälchen und News in unseren Medien sind immer nur kleine Puzzleteile eines viel grösseren Bildes. Versuchen Sie, das grosse Ganze zu sehen, das Big Picture. Suchen Sie Zusammenhänge, gehen Sie den Ursachen auf den Grund. Ein simples Hilfsmittel dafür ist Wikipedia. Ärgern Sie sich also nicht über irgendeine Impfschlagzeile, sondern schlagen Sie nach, was mRNA-Impfungen genau sind. Suchen Sie das Gesetz dazu oder, noch besser: Lesen Sie ein Buch, in dem das Thema ausführlich erklärt wird.

Wenn Sie diese drei Tipps befolgen, imprägnieren Sie sich gleichzeitig gegen die zersetzende Kraft von Skandalschlagzeilen. Sie erleben weniger Wut und Ärger und verstehen mehr von dieser Welt. Kurz: Sie haben, vielleicht, ein besseres Leben.

Basel, 21. Januar 2021, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch

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Quellen

Bild: ©pozdeevvs – stock.adobe.com

[1] Vgl. «Basler Zeitung», 22. Januar 2021, S. 19: «In Basel-Stadt prüft man Sonderrechte für Geimpfte»

[2] Vgl. «BaZ Online», 22. Januar 2021; https://www.bazonline.ch/basel-stadt-prueft-sonderrechte-fuer-geimpfte-348989753101

[3] «The New York Times», 28. November 2017: «‘Access Hollywood’ Reminds Trump: ‘The Tape Is Very Real’»; https://www.nytimes.com/2017/11/28/us/politics/donald-trump-tape.html

4 Kommentare zu "Die Medien nach Trump: Wird jetzt alles gut?"

  1. Ein ähnliche Publikumsverar…ung betreiben die meisten grossen Tageszeitung seit einiger Zeit. Sie bringen gross die Gefahr, dass man Whatsapp bald nicht mehr nutzen kann, wenn man die neuen Regeln nicht akzeptiert. Die Artikel waren offensichtlich schon geschrieben, als klar wurde, dass diese neuen Regeln weder in der EU noch in der Schweiz rechtskonform sind. Also hängte man noch einen kurzen Abschnitt an in dem auf diesen Umstand eingegangen wird. Aber im Prinzip war damit der Artikel gestorben. Die nichtsahnenden Leserinnen und Lesern fühlten sich allerdings beschissen, wenn sie das im erst im letzten Abschnitt erfuhren.

  2. Trefflich formuliert: „Man könnte meinen, mit der Abwahl von Trump würde die Welt den Leibhaftigen los. Doch Trump ist in mancherlei Beziehung nicht die Ursache, sondern das Symptom der Probleme. Das gilt insbesondere für die Medien.“ Sehr, sehr trefflich.
    Die jetzige Berichterstattungs-Art über Biden fällt Vielen auf:
    Francesco Benini bezeichnet die Übertragung des Nachrichtensenders als «Schleimspur so breit wie der Potomac». Die Berichterstattung zur Amtseinführung von Joe Biden auf CNN fand nicht ungeteilte Begeisterung. So empfand „CH-Media“-Journalist Francesco Benini, (…) die Übertragung des meistgesehensten und bekanntesten Nachrichtensenders der Welt, als «Schleimspur so breit wie der Potomac». Benini bemängelt in den Zeitungen von „CH Media“, dass CNN aus den ganzen Inaugurations-Feierlichkeiten einen «langen Werbespot für die Demokratische Partei» gemacht habe. (…)
    CNN stelle den neuen US-Präsidenten als «Heiligen dar, der ins Weisse Haus einzieht, nachdem der Teufel nach Florida entschwunden ist.» Die Lobhudelei, so Benini, habe keine Grenzen gekannt. Das sei kein Journalismus mehr, sondern die schamlose Parteinahme für einen Poltiker. Beninis Text gipfelte in der Aussage: «CNN berichtete wie Fox. Nur von der anderen Seite.» (…)
    CNN kann in dieser Sache ausgewechselt werden mit BaZ, Tages-Anzeiger, mit Bild und Blick, mit Süddeutsche, ARD, ZDF, SRG…..
    Inauguration Biden – die Medien berichten: Es wirke so, als würde der Himmel aufatmen, die Sonne geht über Amerika auf, ein demokratischer Präsident betritt das Weisse Haus, und die Journalisten, so unerbittlich, nichts verzeihend beim republikanischen Vorgänger mutieren über Nacht zum fahnenschwenkenden Fanclub.
    DIE MEDIEN ENTLARVEN SICH MIT DEM ALLEM SELBST. Das alles war keine Berichterstattung mehr (Hexenjagd) und ist (Himmel voller Geigen) keine mehr.
    Für mich das grösste und erschreckendste Phänomen in der Amtszeit Trump, die totale, durch nichts zu erschütternde Einseitigkeit der Medien. Da wurde ein Bild hergestellt, das gar nicht möglich ist. Denn kein Mensch kann nur aus negativen Eigenschaften bestehen. Das ist unmöglich; der Mensch ist zu dieser Eindeutigkeit nicht fähig, weder im Guten noch im Bösen. Deshalb konnte diese Berichterstattung gar nicht stimmen.
    „Der Spiegel“ zum Beispiel hatte am Anfang der Amtszeit ein Titelbild gebracht, wo sich Trump in der Pose eines ISIS-Schächter mit einer blutigen Machete in der Hand gezeigt haben, abgeschnitten hatte er den Kopf der Freiheitsstatue.
    NB: Friedenstaube Putin entführt weiter, foltert weiter, vergiftet weiter, kriegt weiter, annektiert weiter und baut sich aus 1 Milliarde USD reichlich geflossenen Schmiergeldern ein Palast, 40 mal so gross wie Monaco – die Europäischen Medien siedelten ihn aber weit höher als Trump an. Purer Medienwahnsinn 2021…
    https://www.watson.ch/international/russland/582526547-putins-palast-so-bescheiden-lebt-der-russische-praesident
    Thomas L. Friedman, der berühmte Kolumnist der „New York Times“ hat den monströsen Vergleich angestellt und Trump mit Osama Bin-Laden verglichen. Und die Wähler von Trump seien wie die Anhänger von Osama Bin-Laden. Man müsse jetzt eine Art Deprogrammierung, ein Umerziehungsprogramm starten, um diese Verführten wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Die Trump Wähler wurden auch so stark Medial beleidigt, „die würden auch ein Schinkensandwich wählen (so ‚stupid‘ seien die)“, hiess es da. Die „Heilung“ des Volkes, wie Biden sprach, welche über die Medien laufen muss, geht also so vor sich – dass geheilt ist, wer Demokrat wurde; wer Trump aus irgendeinem Grunde mochte, wird weiterhin ausgegrenzt, medial mehr als bespuckt und gar nicht zu Wort kommen gelassen….
    Und das Unglaubliche bei diesen Medienleuten ist ja, dass diese der andern Seite immer vorwerfen, das sei Hetzte – während sie gleichsam die Menschen des Anstandes und des Stils seien. Th. Friedman merkt gar nicht, dass er das macht, was er seit 4 Jahren Donald Trump vorwirft. Deshalb kann das von den Medien gezeichnete Bild der letzten 4 Jahre gar nicht stimmen – Trump sei der böse alte Mann, während die Demokraten die „Lieben“, die „Mutter Theresas“ sind – das geht so alles nicht auf.
    ICH HOFFE INSTÄNDIG (für die Medien, für die Journalisten, für das Wahre, für Sie, für mich), dass….
    wenn das Feindbild Trump mal weg ist, dass der Realitätssinn der Journalisten und der kritische Instinkt nicht nur gegen einen, sondern gegenüber allen wieder zum Leben erweckt wird.

  3. Ähnlich wie in der Politik, wo vorne auf den nationalen Bühnen aufwendig und publikumswirksam Demokratie gespielt wird, während hinter den Kulissen Grosskonzerne und die Hochfinanz global den Takt und den Ton angeben, läuft es auch bei den Medien. Ob personifiziert, skandalisiert oder mehr objektiviert: Sie zeichnen von der Welt ein Bild, das mit der Realität der massgebenden Verhältnisse nur wenig übereinstimmt. Zudem beschreiben und zeigen Medien vor allem das, was gesehen werden will, und lassen weg, was in Tat und Wahrheit relevant ist. Passend zu einer Mehrheit, die nur wissen will, was sie wissen will. Oder noch krasser: einer Mehrheit entsprechend, der nicht einmal bewusst ist, dass sie nicht weiss, was sie eigentlich für ein souveränes Leben verstehen sollte.

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