Schlagwort-Archive: Bildung

Wir klicken uns zu Tode

Im Schnitt sind wir heute über drei Stunden am Tag online und schauen 84 mal pro Tag aufs Handy. Das viele Surfen und Klicken ist beste Unterhaltung – und schlimmste Zerstreuung: Es lenkt vom Eigentlichen ab. Von der Arbeit, vom Denken, vom Empfinden – kurz: vom Leben. Die Krux dabei: Ohne Handy und Internet geht es nicht. So sehen wir uns in der Situation von Alkoholikern, die lernen müssen, massvoll zu trinken. Und das am Gratisbuffet. Ein Schlüssel gegen die Handysucht: Wir müssen uns wieder in Langeweile üben, denn die Langeweile ist das Tor zur Phantasie.

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Maturrede Gymnasium Muttenz

Für einmal habe ich eine Rede nicht nur geschrieben, sondern auch selbst gehalten: Die Maturrede für 158 Maturandinnen und Maturanden am Gymnasium Muttenz, gehalten am Freitag, 22. Juni 2018 in Pratteln. Ich habe darin zu beantworten versucht, was diese Matura eigentlich ist, was diese 158 Schülerinnen und Schüler geschafft haben und warum das wichtig ist – kurz: Ich habe zu erklären versucht, was Bildung ist. Was das mit einem Berggipfel und mit Tupperwareboxen zu tun hat – hier lesen Sie es.

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Die Entscheidung liegt bei dir!

Reinhard K. Sprenger ist ein Managementberater, der etwas zu sagen hat. Der Doktor der Philosophie berät nahezu alle Dax-100-Unternehmen und gilt trotzdem als scharfzüngiger Schreiber gegen den Managementzeitgeist. Sprengers Überzeugung basiert auf dem Humanismus: Er stellt den Menschen als freies Wesen ins Zentrum und leitet daraus seine Prinzipien ab, unter anderem die Pflicht zur Selbstverantwortung und Eigenmotivation.

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Fünf Fragen, die sich nach dem Digitaltag stellen

Diese Woche war die Schweiz digital. Sagten zumindest die Medien und der halbe Bundesrat. Bei Lichte besehen war der erste Digitaltag eine seichte Veranstaltung, die zwischen unverschämter Werbung und rührender Naivität pendelte. Die grossen Probleme sind anderswo. Rund um die Digitalisierung stellen sich in der Schweiz fünf Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Doch die fünfte Frage gibt Anlass zu Hoffnung.

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Bildung als Provokation

Bildung ist derzeit eine Art politisches Allheilmittel. Digitalisierung? Migrationsprobleme? Armut? Kein Problem, das sich nicht mit Bildung bekämpfen liesse. Bildung ist also zum Aspirin-Äquivalent der westlichen Politik geworden.

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Drei Vorschläge für Bundesrat Schneider-Ammann

Bundesrat Johann Schneider-Ammann beantragt einen Kredit von 150 Millionen Franken für eine digitale Bildungsoffensive. Das liest sich hübsch, bringt aber rein gar nichts. Den Schweizern mangelt es nämlich nicht an digitalen Grundfertigkeiten, sondern an den Grundvoraussetzungen für die digitale Welt. Lesen und Schreiben zum Beispiel. Deshalb: Drei konkrete Vorschläge für Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

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Jetzt müssen wir in die Lehrer investieren

Diese Woche haben Schüler in der ganzen Schweiz gegen den Bildungsabbau demonstriert. Ihr Slogan: #KeLoscht – keine Lust auf weiteren Abbau. Dass die Schüler überhaupt demonstrierten, ist geradezu rührend. Sie haben keinen Grund, der Politik in der Schweiz noch Vertrauen entgegenzubringen. Denn für viele Schweizer Politiker ist Bildung bloss ein Kostenfaktor. Dabei gäbe es handfeste Gründe, mehr Geld zu investieren. Und zwar in die Lehrerinnen und Lehrer.

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Die Macht der falschen Nachrichten – und die richtige Antwort darauf

Das Internet hat eine Seuche: Fake News. Diese gefälschten Nachrichten sind äusserst beliebt – vor allem, wenn sie der Meinung des Lesers entsprechen. Dann verbreiten sie sich in Windeseile über das Netz, ganz egal, wie unglaubwürdig sie sind. Die Menschen basteln sich aus den passenden Nachrichten ihr eigenes Bild der «Realität». Dagegen ist sehr schwer anzukommen. Schon gar nicht mit einem Verbot. Es gibt nur ein einziges Mittel, das helfen würde.

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Das Volk und die Bildungselite – eine gestörte Beziehung

Die Eliten sind selbst schuld: Sie haben den Kontakt zum Volk verloren. Das war der Tenor vieler Kommentare nach der Wahl von Donald Trump. Zu diesen bösen Eliten gehören auch die Journalisten. Sie seien einseitig links und hätten Trump zu Unrecht verteufelt. Es sei deshalb Zeit, dass die Eliten umkehren und dem «Volk» zuhören. Alles falsch. Wenn wir etwas stärken müssen, dann die Bildungselite. Und wenn jemand zuhören sollte, dann das «Volk». Und die Politiker.

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Roboter machen uns zu Menschen. Vielleicht.

Die Roboter kommen. Zumindest nehmen sie am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos einen grossen Platz in den Agenden der Wichtigen und der Mächtigen dieser Welt ein. Thema des diesjährigen WEF ist nämlich die vierte industrielle Revolution. Und die wird durch Roboter ausgelöst. Alles nur Blabla? Ich glaube nicht. Die Revolution ist längst im Gange, auch und gerade in der Schweiz. Bloss haben es unsere Politiker noch nicht gemerkt. Sie verhalten sich nämlich gerade diametral falsch. Aber der Reihe nach.

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