Felix Unholz: «Was Radio heute stark macht, ist die Community.»

Publiziert am 24. Juni 2026 von Matthias Zehnder

Das 391. Fragebogeninterview, heute mit Felix Unholz, Programmleiter des Ostschweizer Radios FM1. Er sagt, es gebe am Morgen «kaum etwas Entspannteres als einen Doppio, ein Pain au Chocolat und dazu drei bis sieben verschiedene Radiosender.» Was ihn als Radiomacher dabei interessiert: «Wie schaffen es die verschiedenen Morgenshows, das Gefühl des Tages einzufangen und zu unterhalten?» Er hört sich dabei «gerne quer durch von britischen Sendern wie «Capital» bis zum deutschen SWR3». Er sagt, was Radio heute stark mache, sei die Community: «Die Erlebnisse, die wir gemeinsam mit unseren Hörerinnen und Hörern schaffen.» Zudem sei die Begleitfunktion des Radios «in einer Gesellschaft, die von Einsamkeit am Handy geprägt ist, wichtiger denn je.» Wer im Zug die Kopfhörer für einmal rausnehme, «erfährt viel über andere Lebenswelten. Und hat ausserdem viel zu lachen.» Er findet: «Lineares Radio und Fernsehen werden generell unterschätzt – insbesondere von der Werbewirtschaft.» Die Reichweiten seien stabil, während «auf Social Media jedes Posting auch eine Nullnummer sein kann, wenn der Algorithmus zickt oder der Feed zu voll ist.» Als Medienmacher sieht er KI entspannt: «So, wie wir Suchmaschinen oder das Rechtschreib-Plugin im Browser nutzen, kann auch KI als unterstützendes Werkzeug hilfreich sein.» Die Konsumenten würden spüren, wenn zu viel KI drinsteckt. «Wir sollten KI im journalistischen Kontext dort nutzen, wo sie uns mehr Zeit zum Selbstdenken gibt.»

Welches Medium darf bei Dir zum Frühstück nie fehlen?

Ich frühstücke meist unterwegs im Zug, während ich eine gute Stunde von Zürich nach St. Gallen zur Arbeit pendle. Und es gibt kaum etwas Entspannteres als einen Doppio, ein Pain au Chocolat und dazu drei bis sieben verschiedene Radiosender. Ausser für mein Bankkonto.

Was mich interessiert: Wie schaffen es die verschiedenen Morgenshows, das Gefühl des Tages einzufangen und zu unterhalten? Neben Radio FM1 und den anderen CH-Media-Sendern höre ich mich gerne quer durch von britischen Sendern wie «Capital» bis zum deutschen SWR3.

Wie hältst Du es mit Facebook und Instagram, X, Bluesky, Threads und Mastodon, LinkedIn, YouTube und TikTok?

Meine Frau musste auch schon schmunzeln, dass ich im Jahr 2026 noch Facebook öffne. Doch schliesslich habe ich vor rund fünfzehn Jahren meine Medienkarriere unter anderem mit einer Kolumne über Facebook beim «St.Galler Tagblatt» gestartet. Da ist es fast schon eine Verpflichtung, dranzubleiben.

Allerdings bin ich schon deutlich öfter auf Instagram, TikTok, Linkedin und sporadisch ganz gezielt auf Youtube oder X.

Privat eher passiv, ist Social Media für mich beruflich immer noch ein tägliches Werkzeug für die Recherche nach Themen, die in der Luft liegen, aber auch als Reichweiten-Boost fürs Radio. Seit ich Medien mache, ist für mich einfach klar: Social Media und Radio ergänzen sich perfekt.

Ich bin übrigens nebenberuflich auch Badewannen-Influencer. Ein in den Ferien in der Westschweiz spontan gedrehtes Tik-Tok- und Instagram-Video ist «aus Versehen» viral gegangen und hat 20 Millionen Menschen erreicht.

Wie hat sich Dein medialer Alltag seit Deinem Berufseinstieg verändert?

Früher hatte ich im Büro noch häufiger Zeitungen aus Papier auf dem Tisch. Wir haben jeden Morgen Pointen zu den spannendsten Meldungen des Tages gesucht – für die Presseschau im Radio. Heute lese und konsumiere ich praktisch alles ausser gedruckten Magazinen digital. Auch das Radio läuft zuhause auf dem Smartspeaker und unterwegs auf dem Handy.

Wenn Du an die Medien in der Schweiz denkst – war früher alles besser oder schlechter?

Ich bin kein «Früher war alles besser»-Typ. Bestimmt war die Arbeit als Medienmacher vor einigen Jahrzehnten noch komfortabler. Ob die Medien früher alle besser waren, wage ich zu bezweifeln. Ich bin überzeugt: Wer als Medium für etwas steht, hat auch heute noch eine wichtige Bedeutung für die Konsumentinnen und Konsumenten.

Was Radio heute stark macht, ist die Community und die Erlebnisse, die wir gemeinsam mit unseren Hörerinnen und Hörern schaffen. Und die Begleitfunktion ist in einer Gesellschaft, die von Einsamkeit am Handy geprägt ist, wichtiger denn je.

Haben geschriebene Worte noch Zukunft?

Ja! Nicht zu vergessen: Auch Social-Media-Videos funktionieren besser dank Untertiteln und einem schlagkräftigen Titel.

Was soll man heute unbedingt lesen?

Wenn jemand auf Social Media einen Post mit «Achtung, Pflichtlektüre» beginnt, scrolle ich meistens weiter. Lesen soll man nicht müssen, sondern dürfen, weil es Spass macht.

Ich empfehle, die eigenen Freundschaftsbücher aus der Schulzeit wieder einmal zu lesen. Flashback garantiert!

Kannst Du schlechte Bücher weglegen oder musst Du Bücher zu Ende lesen?

Egal was ich anfange – ob eine Serie oder ein Buch – ich muss es immer möglichst rasch zu Ende bringen. Das ist fast schon ein Erledigungsdrang. Ans letzte schlechte Buch kann ich mich glücklicherweise nicht erinnern.

Lieber lese ich häppchenweise längere Texte als ganze Bücher – etwa in meinem Lieblings-Magazin «brandeins» oder aus den «Reportagen». Der letzte Text, der mich begeistert hat: Eine Reportage über belgische Brieftauben, ihre Zucht als Millionengeschäft und die Taubenmafia.

Wo erfährst Du Dinge, von denen Du nicht gewusst hast, dass sie Dich interessieren?

Wer im Zug die Kopfhörer für einmal rausnimmt, erfährt viel über andere Lebenswelten. Und hat ausserdem viel zu lachen. Auch von meinen Arbeitskolleginnen und Hörern erfahre ich immer wieder Neues und Überraschendes.

Wie lange gibt es noch gedruckte Tageszeitungen?

Vor rund 20 Jahren habe ich mit jemandem gewettet, dass es das Radio heute noch gibt. Die gleiche Wette würde ich für Tageszeitungen abschliessen. Auch wenn sich der Erscheinungsrhythmus eines Tages wohl ändern wird.

Sind Fake News eine Gefahr – oder eine Chance für die Medien?

Gezielte Falschinformation ist eine Gefahr für die ganze Gesellschaft, nicht nur für die Medien. Und ein Weckruf, gewissenhaft zu arbeiten und Quellen lieber zweimal zu überprüfen. Die Menschen wollen verlässliche Informationen – und das ist die Stärke der klassischen Medien.

Wie hältst Du es mit linearem (live) Radio und Fernsehen?

Ich gehöre noch zur Generation der 90er-Kinder, die mit «Wetten, dass..?» und «MusicStar» im Fernsehen aufgewachsen sind. Bestimmt verbringe ich weniger Samstagabende als auch schon vor dem Fernseher. Doch ich schätze es, am Abend einfach mal einzuschalten und zu schauen, was kommt. Meistens jedoch zeitversetzt mit Replay-TV und fast nur noch bei Sportevents und Nachrichten live.

Radio konsumiere ich nur schon berufsbedingt live und schätze es noch mehr, seit ich eine kleine Tochter zuhause habe, die auch gerne mithört. Wenn draussen ein Schneesturm tobt, mein Morgenshowkollege in fünf Tagen Berge in der Höhe des Mount Everest besteigt oder live vom historischen Cupsieg des FCSG berichtet, hat Liveradio immer noch eine grosse Kraft.

Lineares Radio und Fernsehen werden generell unterschätzt – insbesondere von der Werbewirtschaft. Die Reichweiten sind ziemlich stabil, während auf Social Media jedes Posting auch eine Nullnummer sein kann, wenn der Algorithmus zickt oder der Feed zu voll ist.

Hörst Du Podcasts? Hast Du einen Lieblingspodcast?

Ja – und ich bin gerade ziemlich erschrocken, als ich nachgezählt habe, wie viele: 131 verschiedene Podcasts habe ich in der Podcast-App meines Vertrauens abonniert. Drei, die ich weiterempfehlen kann:

1. Der Dauerbrenner: «Alles gesagt?» Der Podcast der «Zeit», in dem so lange geredet wird, bis der prominente Gast oder die Gästin ein bestimmtes Wort sagt.

2. Die Neuentdeckung: «König Gianni. Die Infantino-Story.» Ein Podcast, der den umstrittenen FIFA-Präsidenten als Person zu fassen versucht.

3. Der Special Interest-Podcast: «TULUS – Die Geschichte eines Restaurants». Die Geschichte meines Berliner Lieblingsrestaurants und ein Blick hinter die Kulissen einer Gourmetküche.

Was bedeutet es für die Medien (und die Gesellschaft), dass laut fög 56 % der 16- bis 29-Jährigen zu den News-Deprivierten gehören?

Dass wir ein Bewusstsein für den Wert von Journalismus schaffen und noch mehr «Heimat» bieten müssen.

Zudem halte ich die Zahl für zu hoch. Viele konsumieren wohl trotzdem Nachrichten – einfach hauptsächlich auf Social Media, wo auch klassische Medien präsent sind. Laut dem «Digital News Report 2026» von Reuters vermeiden 39% der Leute in der Schweiz mindestens ab und zu News. Das Bedürfnis «Einfach mal abzuschalten» kennen wir wohl alle.

Über 85 Prozent der Schweizer Medienschaffenden nutzen KI-Tools in ihrem Arbeitsalltag – wie viel KI verträgt der Journalismus? Lässt sich Journalismus gar automatisieren?

KI ist eine Wahrscheinlichkeits- und keine Wahrheitsmaschine. Wenn uns das bei der Produktion von journalistischen Inhalten bewusst ist und die redaktionelle Verantwortung bei den Journalistinnen und Journalisten bleibt, spricht für mich nichts gegen die Unterstützung durch KI im journalistischen Arbeitsalltag.

So, wie wir Suchmaschinen oder das Rechtschreib-Plugin im Browser nutzen, kann auch KI als unterstützendes Werkzeug hilfreich sein. Ich bin überzeugt, dass Konsumentinnen und Konsumenten spüren, wenn zu viel KI drinsteckt.

Wir sollten KI im journalistischen Kontext dort nutzen, wo sie uns mehr Zeit zum Selbst-Denken gibt. Für standardisierbare Prozesse beispielsweise oder als Sparring-Partner für «Kreativität».

Führt die Digitalisierung zum Tod der Medien oder im Gegenteil zur Befreiung des Journalismus?

Weder noch.

Brauchen wir in der Schweiz eine Medienförderung?

Ja. Aber nur dort, wo sie den Markt nicht verzerrt.

Schreibst Du manchmal noch von Hand?

Ich schreibe sehr gerne kreative Postkarten zu Geburtstagen und ab und zu eine Post-it-Notiz am Badezimmerspiegel für meine Frau. Neuerdings auch Listen mit Dingen, die in der Kita verlorengegangen sind.

Ist (oder war) Donald Trump gut oder schlecht für die Medien?

Können wir über etwas anderes reden?

Wem glaubst Du?

Meinem Bauchgefühl – aber erst nach dem Faktencheck.

Dein letztes Wort?

Ich gebe zu, dass die vorangehende Antwort von einer KI geschrieben wurde.


Felix Unholz
Felix Unholz (35) ist Programmleiter des Ostschweizer Radios FM1 und am Mikrofon zu hören bei den FM1 Wachmachern. Zuvor war er als Lead Editor für die Online- und Social-Media-Redaktion von Energy Schweiz verantwortlich. Er hat Geschichte und Medienwissenschaft in Basel studiert und daneben gerne Artikel geschrieben, u.a. fürs «St.Galler Tagblatt».


Basel, 24. Juni 2026, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch
Bild: Tim Allenspach/VisualTimbo Photography

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2 Kommentare zu "Felix Unholz: «Was Radio heute stark macht, ist die Community.»"

  1. Wäre ich ein Journalist, so würde ich mich für meine Arbeit der KI bedienen und sie zu meinen Fragen die weltweit digital bekannten Fakten bündeln lassen. Wohl wissend, dass auch hier das Ergebnis nicht die 100%ige Wahrheit sein kann, es aber dem aktuell bestmöglichen Stand des Irrtums entspricht. Als Essayist hoffe ich, dass die KI weiterhin auch herrschaftskritische Antworten generiert und sich nicht für dumm oder stumm verkaufen und von Mächtigen korrumpieren lässt, wie dies bei vielen Medien, Politikern und sogenannten Wissenschaftlern die Norm ist.

  2. Radio ist Community? Und gibt es „das Radio“?
    Heute gibt es div. Arten von Radios…. Reine Internetradio, bei denen ein Server steht welcher 24 Std. Musik abspielt – vielleicht noch mit dem Signet dazwischen…. Die Server können in Virginia, Delaware, Polen, Slowenien oder Albanien stehen…. Für mich sind das keine Radios mehr.
    Weil es so einfach wurde, gibt es auch viele „politische Radios“. Das sind ebenfalls Server mit Musik, doch dazwischen werden politische Sendungen und Meinungen eingespielt (z.B. neu „Austria first“ – „Nius Radio“ – Radio Orange (Wien) – Radio Dreyeckland (Freiburg D)….
    Dann gibt es den Staatsfunk – welcher kaum in Konkurrenz steht und von Zwangs-Gebühren finanziert wird. Seine Zukunft in dieser Form ist weltweit ungewiss, am Bröckeln oder es wird gleich ganz den Stecker gezogen…..
    Und dann noch die regionalen“Normales-Privat-Radios“. Sie haben den Auftrag über die Region ihres Sendegebietes zu berichten, was sie immer weniger und minimal wahrnehmen. Eines der peinlichsten Vertreter ist „Radio Basilisk“. Eine Geldmaschine. Dauergedudel, Sprecher welchen Marktschreiern ähneln, keine Tiefgründigkeit, tönt wie bei der „Herbstmesse“ wenn die Gemüseraffeln verkauft werden oder in die Fahrgeschäfte gerufen wird… Kann diesen Sender nicht länger wie 3 Min. durchhalten.
    R. Schawinski mit seinem „Radio1“ in Zürich versucht als einzige Lokalradiostation mehr zu bieten: Streitgespräche, Talks, vertiefte Sendungen. Der Erfolg bleibt aus. Immer wie weniger interessierts. 91-Mio-Roger muss jährlich sein Privat-Geld reinbuttern. Mit 80 Jahren lechzt auch er nun nach Fördergeld und poliert bei Stadt, Kanton, Mäzenen die Klinken auf seiner Betteltour. Doch er hat schwache Karten: Seine Argumente: „Radio 1 gehört doch zu Züri“, „Ich schaffe Arbeitsplätze“ überzeugen nicht. Um Umkehrschluss heisst dies: Wer Arbeitsplätze schafft, soll Subventionen bekommen. Welche Anmassung gegüber allen anderen Arbeitgeber. Und was zu Züri gehört und gehört wird, entscheidet halt nicht Schawinski….
    Man kann bei den Lokalradios durchaus fragen: „Braucht es das (noch)“. Marc von Huisseling bringt es auf den Punkt
    https://weltwoche.ch/story/weshalb-lokalradiosnicht-so-wichtig-sind/
    Denn = Alles hat seine Zeit. Radio ist noch was für die Älteren, Ü 66 +
    Diese aufoktroyierte Musik, dieses Gelaber, diese künstliche Heiterkeit und aufgesetzte gute Laune, diese handverlesenen (lückenhaften und ideologischen) News, dieser bescheidene Wetterbericht und diese Staumeldungen wenn ich zu Hause im Sofa sitze = brauche ich alles nicht. Die Schnelligkeit zeichnete das Radio aus. War Stärke. Doch heute: Pop-Up-Meldung aufs Handy. Noch Schneller. Auch da „hat Radio fertig“. Gut so…. Zu lange waren arrogante Regenten wie Francoise Mürner (FM) oder Christoph Schwegler sowie Christian Heeb die (selbst eingebildeten) Könige am Mikrofon. Sie standen am Regler, klemmten Hörer ab, schalteten auf, bestimmten was wir zu Hören bekamen (mussten), höhnten über deutsche Schlager, Liedgut und Volksmusik und bildeten sich auf ihr geschliffen, kaltschnäuziges, gnadenloses Mundwerk mächtig was ein.
    Tempi passati. Gut so. Und wenn man KI dazu schalten und walten lässt, werden meine Gedanken dazu lückenlos erhärtet. Somit schliesse ich meine Anregungen um die Welt von F. Unholz welcher sich über seine berufliche Zukunft heute schon Gedanken machen sollte – denn man hört sich (einfach nicht mehr am Radio….)
    Hier noch die KI-Untermauerung zu guter Schluss:
    Dass Jugendliche und junge Erwachsene kein klassisches Radio mehr hören, liegt an einem tiefgreifenden Wandel ihrer Lebens- und Mediengewohnheiten [JAMES-Studie]. Es gibt vier Hauptgründe, warum das Radio in dieser Altersgruppe an Bedeutung verloren hat:
    1. Fehlende Selbstbestimmung (Lineares vs. On-Demand) Keine Kontrolle: Radio ist ein „lineares“ Medium. Wer einschaltet, muss hören, was der Sender gerade vorgibt.Die Erwartung der Jugend: Junge Menschen sind mit Streaming-Diensten (wie Spotify oder Netflix) aufgewachsen [JIM-Studie, Boom von Streaming & Podcasts]. Sie wollen selbst entscheiden, welches Lied, welcher Podcast oder welches Thema genau jetzt läuft [JIM-Studie, Boom von Streaming & Podcasts].
    2. Die Überlegenheit von AlgorithmenMassen-Geschmack: Radiosender müssen ein breites Publikum ansprechen. Sie spielen oft die immer gleichen, massentauglichen Pop-Songs.Personalisierung: Streaming-Dienste nutzen smarte Algorithmen. Sie passen die Musik und Playlists exakt an den individuellen Geschmack des einzelnen Jugendlichen an [Zusammenfassung]. Radio wirkt dagegen oft langweilig oder unpassend.
    3. Das Smartphone als Universalgerät Keine Radiogeräte: Jugendliche besitzen heute kaum noch eigene physische Radios [2. Beleg: Die JIM-Studie (Deutschland)]. Das Smartphone ist das absolute Zentrum ihres Lebens [1. Beleg: Die Schweizer JAMES-Studie].
    Visuelle Konkurrenz: Audio konkurriert auf dem Smartphone immer mit visuellen Reizen. Apps wie TikTok, Instagram oder YouTube bieten schnelle Unterhaltung, die das Radio als reines Hintergrundmedium oft aussticht.
    4. Werbung und Moderation als Störfaktor Unterbrechungen: Klassische Werbeblöcke und lange Gewinnspiele im Radio werden von Jugendlichen als störend empfunden.

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