Gewalt und Mitgefühl

Warum sind Menschen gewalttätig? Was führt zu einem Mord, einer Prügelei, was zu einer Zärtlichkeit? Dieses Buch beschäftigt sich mit der Biologie von Gewalt, Aggression und Konkurrenz – den Verhaltensweisen und Impulsen, die ihnen zugrunde liegen.

Der Neurobiologe Robert Sapolsky untersucht, warum Menschen einander Schaden zufügen – oder sich genau umgekehrt verhalten: Was lehrt uns die Biologie über Kooperation, Zugehörigkeit, Versöhnung, Empathie und Altruismus? Sapolsky kommt dabei zu drei Resultaten: Erstens, Verhaltensweisen wie Aggression, Konkurrenz, Kooperation oder Empathie lassen sich nicht ohne die Biologie verstehen. Andererseits können wir uns auch nicht nur auf die Biologie verlassen. Und drittens ist es unglaublich schwierig, zwischen Aspekten zu unterscheiden, die «biologisch» sind, und solchen, die man als, sagen wir, «psychologisch» oder «kulturell» bezeichnet. Alle diese Dinge sind unauflöslich miteinander verknüpft. Sapolsky zeigt damit, wie komplex der Mensch funktioniert. Er zeigt damit aber auch neue Wege auf, die Kontrolle über unser Handeln zurückzugewinnen – und damit die Gewalt einzudämmen.

Robert Sapolsky: Gewalt und Mitgefühl. Die Biologie des menschlichen Verhaltens. Hanser, 1024 Seiten, 52.50 Franken; ISBN 978-3-446-25672-9

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783446256729

Buchtipp zum Wochenkommentar vom 20. Oktober 2017: Mord und Wohlgefühl: Warum Fernsehkrimis so erfolgreich sind

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