Robert Walser und das wandernde Bewusstsein
Neben dem Zappel-Philipp und dem Suppen-Kasper ist der Hanns Guck-in-die-Luft eine der einprägsamsten Figuren aus dem «Struwwelpeter»: In knappen Strichen und Versen porträtiert Heinrich Hoffmann den Tagträumer Hanns, der vor lauter «in die Luft gucken» ins Wasser fällt. Die damit verbundene pädagogische Botschaft ist klar: Kind, bleib bei der Sache, Tagträume bekommen einem nicht. 150 Jahre später ändert sich das radikal: Der amerikanische Neurowissenschaftler Marcus Raichle entdeckt ein Netzwerk im Gehirn, das dann am aktivsten ist, wenn wir nichts Konkretes tun: Tagträumen, Herumschweifen, in die Luft gucken. Wenig später gelang es den beiden Kognitionspsychologen Jonathan Smallwood und Jonathan W. Schooler nachzuweisen, dass dieses Netzwerk keineswegs seine Energie mit unnützem Träumen verplempert: Es ist zuständig für die kreative Inkubation. Sie konnten zeigen, dass eine Pause, in der der Verstand abschweifen darf, die Lösung eines kreativen Problems erleichtert. Robert Walser wusste das schon lange: «Auf einem schönen und weitschweifigen Spaziergang fallen mir tausend brauchbare nützliche Gedanken ein», schrieb er 1917 in seiner Erzählung «Der Spaziergang». Kein Wunder kam er zum Schluss: «Spazieren muß ich unbedingt.» Doch der wandernde Geist von Hanns Guck-in-die-Luft ist unter Druck: Die stetig plappernde KI verhindert produktive Leere. Wer auf Ideen angewiesen ist, muss bewusst Raum für kreative Inkubation schaffen. Mit einem kleinen Denkwerkzeug biete ich Ihnen diese Woche genau das: einen wissenschaftlich fundierten «Zahlenspaziergang», der das kreative Gehirn ankurbelt.
Das Gehirn macht zwar nur etwa einen Fünfzigstel des Körpergewichts eines Menschen aus, es verbraucht aber etwa einen Fünftel der ganzen Körperenergie. Lange ging die Wissenschaft davon aus, dass das Gehirn vorwiegend auf Reize und Aufgaben reagiert, dass der Hochleistungsrechner in unserem Körper also nur dann anspringt, wenn es nötig ist. Den Rest der Zeit, dachte man, verbringt das Gehirn im Leerlauf, in einem Ruhezustand. In den 1990er Jahren verglichen Forscher mit funktioneller Bildgebung die Gehirnaktivität während einer kognitiven Aufgabe mit einem solchen Ruhezustand. Man zog dabei das Bild des Ruhezustands von dem der Aufgabe ab und konnte so die Aktivität im Gehirn für das Lösen der jeweiligen Aufgabe sichtbar machen.
Dabei stiessen die Gehirnforscher auf ein verblüffendes Ergebnis: Einzelne Gehirnregionen verringerten ihre Aktivität systematisch, wenn die Versuchspersonen damit begannen, an einer zielgerichteten Aufgabe zu arbeiten. Diese durch Aufgaben hervorgerufenen Deaktivierungen einzelner Gehirnbereiche traten sehr konsistent auf und zwar völlig unabhängig davon, ob die Aufgabe visuell, akustisch, verbal oder nonverbal zu lösen war. Sie stellten die Forscher vor ein Rätsel. Wenn das Gehirn ohne Aufgaben im Ruhezustand ist, wie kann es dann in einzelnen Bereichen die Aktivität beim Lösen einer Aufgabe reduzieren?
Der Standardmodus des Gehirns
Die Forscher vermuteten lange, dass es an der Untersuchung liege: Wenn Probanden ohne Aufgabe im Scanner liegen, entspannen sie sich nicht richtig. 2001 stiessen Marcus Raichle und sein Team auf des Rätsels Lösung. Um zu klären, wo der Ruhezustand des Gehirns genau liegt, untersuchten sie, wieviel Sauerstoff das Gehirn gerade verbraucht. Sie stellten fest, dass der Sauerstoffverbrauch im wachen Ruhezustand, also zum Beispiel bei geschlossenen Augen, im gesamten Gehirn bemerkenswert gleichmässig ist. Ihre Folgerung: Das Gehirn fällt nicht in einen Leerlauf, wenn der Mensch nichts tut, sondern in eine Art Basis-Arbeitsmodus. Marcus Raichle nannte dieses permanent laufende Basissystem den «Default Mode», also den Standardmodus der Gehirnfunktion.
Weitere Forschungen etwa von Michael Greicius und Kollegen (2003) stellten fest, dass verschiedene Areale des Gehirns sich in diesem Default Mode synchron verhielten. Offensichtlich arbeiteten diese Areale im Standardmodus zusammen: Es handelte sich um ein zusammengeschaltetes, dynamisches Netzwerk – das «Default Mode Network». Zwei Jahre später entdeckten andere Forscher, dass dieses Netzwerk, das jetzt unter dem Kürzel DMN bekannt war, sich in der Aktivität mit anderen Bereichen abwechselte. Wenn das Gehirn sich auf etwas konzentriert, wird ein anderes Netzwerk von Arealen aktiv. Sie nannten es das «Task Positive Network», kurz TPN. Offensichtlich ist im Gehirn eine Art Wippe eingebaut: Entweder ist das DMN hochgefahren und das TPN ist unten, oder umgekehrt. Das Gehirn schaltet also zwischen zwei grundverschiedenen Arbeitsweisen hin und her: der internen mentalen Erkundung und der externen Reizverarbeitung.
Der Kippschalter im Gehirn
Die Wippe zwischen DMN und TPN war gefunden, noch aber war nicht geklärt, was das Gehirn genau macht, wenn es in den Default Mode schaltet. Jonathan Smallwood, Jonathan Schooler und Malia Mason gelang es, nachzuweisen, dass das DMN immer dann hochaktiv ist, wenn Versuchspersonen tagträumen, auf das autobiografische Gedächtnis zugreifen oder sich die Zukunft ausmalen. Eine Studie von Mason et al. (2007) zeigte sogar, dass Menschen, die im Alltag von sich behaupten, häufiger tagzuträumen, auch im Hirnscanner eine stärkere Aktivität in den Regionen des DMN aufweisen. Smallwood und Schooler bewiesen zudem, dass dieses scheinbar ziellose Abschweifen eine wichtige Funktion beim Lösen von Problemen hat: Sie bezeichneten diese unbewusste Arbeit als «kreative Inkubation».
Es lohnt sich, ihre Versuchsanordnung genauer anzuschauen. Die Forscher stellten ihren Probanden zunächst eine Aufgabe, die das kreative Denken fordert: Sie mussten möglichst viele ungewöhnliche Nutzungsmöglichkeiten für Alltagsgegenstände finden. Zum Beispiel: Was kann man alles mit einem Backstein tun? Man kann ihn als Briefbeschwerer nutzen oder als Hammer, man kann damit ein Fenster einwerfen oder Fenchelsamen zerstossen.
Das Zahlenspiel für den Default Mode
Dann stellten die Forscher den Probanden eine Aufgabe, bei der sie auf Zahlen reagieren mussten. Eine Gruppe sah Zahlen zwischen 1 und 9, wenn die Zahl farbig war, mussten die Teilnehmer mit einem Tastendruck angeben, ob es sich um eine gerade oder eine ungerade Zahl handelte. Das ist eine sehr einfache Aufgabe, die das Gehirn kaum fordert. Es schaltet deshalb auf «Ruhezustand» – das Default Mode Network wurde maximal aktiviert. Tatsächlich begannen die Probanden nachweislich zu tagträumen.
Die Kontrollgruppe erhielt eine ganz ähnliche Aufgabe: Sie musste bei einem Signal angeben, ob die vorherige Zahl gerade oder ungerade war. Das ist viel anspruchsvoller und forderte das Arbeitsgedächtnis. Das Task Positive Network muss aktiviert werden, das Default Mode Network wird abgeschaltet. Tagträumen war also nicht möglich.
Kreativitätsschub nach dem Tagträumen
Nach der Pause wurden die Kreativitätsaufgaben fortgesetzt. Die Probanden aus der einfachen Zahlengruppe mit dem aktivierten DMN zeigten einen starken Kreativitätsschub und völlig neue Ideen für das Lösen der Aufgabe, die sie vor der Pause gesehen hatten. Bei der Kontrollgruppe, deren DMN blockiert worden war, blieb dieser Kreativitätsschub komplett aus. Das DMN hatte also beim Tagträumen unbewusst und autonom im Hintergrund an der Aufgabe weitergearbeitet, während der Geist mit der simplen Unterscheidung von geraden und ungeraden Zahlen abgelenkt war.
Das war eine sensationelle Erkenntnis: Das Default Mode Network ist also nicht bloss eine Art Grundrauschen des Betriebssystems im Gehirn, es knobelt im Hintergrund an jenen Aufgaben weiter, mit denen sich der Mensch vorher bewusst beschäftigt hat. Mittlerweile wissen wir, dass dieses Knobeln auch zum Grübeln werden kann. In ihrem Buch «ADHS ist kein Makel» beschreiben die Psychiater Edward Hallowell und John Ratey das DMN deshalb als Doppelnatur: Es könne ein Engel sein und uns zu Ideen verhelfen, es könne aber auch zum Dämon werden.
Der Engel und der Dämon im Kopf
Wenn das DMN produktiv und kreativ genutzt wird, verhält es sich wie ein Engel, der uns ausgedehnte, fantasievolle und originelle Gedankengänge ermöglicht. Der Engel sorgt für das Lösen von Problemen, für Geistesblitze und Inspiration. Hallowell und Ratey warnen jedoch davor, dass das DMN zum Dämon werden könne, wenn es nicht gefüttert werde. Dann produziert der Dämon schrecklich negative, trübe und selbstkritische Gedanken. Betroffene verlieren sich in zwanghaftem Grübeln und in quälenden Erinnerungen.
Edward Hallowell und John Ratey sagen übrigens, dass bei ADHS-Betroffenen der Kippschalter zwischen DMN und TPN, also zwischen Tagträumen und Konzentration, defekt sei. Sie schreiben, bei Menschen mit ADHS funktioniere der Kippschalter nicht richtig. Das DMN schalte sich nicht ab, sondern konkurriere ständig mit dem TPN und dränge sich in den Vordergrund. Weil das ADHS-Gehirn so fehleranfällig schalte, blieben höchst kreative Betroffene oft im DMN-Modus stecken. Weil ADHS-Betroffene oft besonders viele Fehlschläge, Frustrationen, Scham und Ablehnung erfahren haben, hat der Dämon zudem reichlich Material für quälende Grübeleien.
Wenn das Gehirn nicht mehr abschalten kann
Damit unser Gehirn seinen Engel aktivieren und in den Default Mode schalten kann, brauchen wir Pausen. In einer Welt voller Reize durch das Mobiltelefon, Soziale Medien und die KI ist genau das aber zur Seltenheit geworden. Das hat Folgen. Die Forschung nennt drei weitreichende Konsequenzen:
1. Verlust von moralischer Reflexion und Empathie
Das DMN produziert nicht nur Ideen und Geistesblitze, es ist auch entscheidend dafür, dass wir uns in andere hineinversetzen und den tieferen Sinn von sozialen Situationen erfassen können. Die Menschen konzentrieren sich nur noch auf konkrete, unmittelbare Reize und Aspekte einer Situation und verlieren die Fähigkeit, über die abstrakten, langfristigen, emotionalen und moralischen Konsequenzen ihres Handelns nachzudenken. Studien deuten darauf hin, dass eine hohe Nutzung von Textnachrichten mit weniger moralischer Reflexion, einem Rückgang an prosozialem Verhalten, mehr Vorurteilen und einem stärkeren Materialismus einhergeht.
2. Entstehung einer ADHS-ähnlichen Reizgewöhnung
Die Psychiater Edward Hallowell und John Ratey schreiben, dass sich unsere Gehirne an die drastisch zunehmende Zahl von Reizen gewöhnen. Sie sagen, es entstehe ein Zustand, der ADHS stark ähnelt, aber durch die Umwelt ausgelöst wird. Sie nennen den Zustand Variable Attention Stimulus Trait, kurz VAST. Das Gehirn gewöhnt sich an das immer höhere Tempo und verlangt pausenlos nach neuer Stimulation. Fallen die Reize weg, werde die Langeweile als mentaler Notfall, ja als «Hirnschmerz» empfunden. Um diesen Schmerz zu vermeiden, suchen Betroffene ständig nach dem nächsten Reiz. Paradoxerweise führe dieses ständige Umherflattern der Gedanken auch dazu, dass das für konzentrierte Aufgaben zuständige Netzwerk TPN verkümmere und die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer werde, schreiben Hallowell und Ratey.
3. Einbussen bei Zukunftsplanung und kreativer Problemlösung
Ohne die Freiräume, in denen das DMN übernimmt und für gedankliches Abschweifen und «Mind Wandering» sorgen kann, verlieren wir extrem nützliche Fähigkeiten. Benjamin W. Mooneyham und Jonathan W. Schooler nennen vor allem zwei Funktionen:
- Das autobiografische Planen: Im DMN-Modus sind die Gedanken auf die Zukunft gerichtet. Wir beschäftigen uns mit kommenden Ereignissen, setzen uns persönliche Ziele und planen unser Leben.
- Die kreative Inkubation: Innovationen und «Heureka»-Momente entstehen oft genau dann, wenn wir uns von einem Problem abwenden und das DMN im Hintergrund unbewusst Informationen neu verknüpfen kann. Ohne Leerlaufzeiten verliert das Gehirn diese Fähigkeit, auf scheinbar unlösbare Probleme neue Antworten zu finden.
Wir brauchen unsere Lücken
Ruhezeiten, in denen das Gehirn in den Default Mode schaltet, sind also keine Faulheit und keine unproduktiven Lücken, die man mit dem Smartphone oder mit einem plappernden KI-Assistenten füllen muss. Sie sind nützlich, um auf neue Ideen zu kommen, und sie sind wichtig, um Sinn aus dem Erlebten zu machen und einen moralischen Kompass aufrechtzuerhalten. Anders gesagt: Wir brauchen unsere Hanns Guck-in-die-Luft-Phasen.
Robert Walser kannte das Rezept dafür: Spazieren. «Geheimnisvoll und heimlich schleichen dem Spaziergänger allerlei schöne feinsinnige Spaziergangsgedanken nach», schreibt er 1917 in seiner Erzählung. Aber was können wir tun, wenn ein Spaziergang nicht möglich ist? Ich habe Ihnen dafür das Experiment von Jonathan Smallwood und Jonathan Schooler mit den geraden und den ungeraden Zahlen zu einem Denkwerkzeug weiterentwickelt. Ich nenne es den «Zahlenspaziergang».
Denkwerkzeug Zahlenspaziergang
Wie im Experiment erhalten Sie zuerst zwei Minuten Gelegenheit, über etwas nachzudenken. In meinem Werkzeug geht es nicht um Backsteine oder andere Alltagsgegenstände, Sie geben sich die Aufgabe selbst: Schreiben Sie konzentriert zwei Minuten lang auf, was Sie beschäftigt. Knabbern Sie an einem Problem herum, schreiben Sie Stichworte und Lösungsansätze auf.
Dann folgt die Zahlenphase, in der das Tool Ihr Default Mode Network aktivieren soll. Sie sehen, wie im Experiment, gerade und ungerade Zahlen. Wenn die Zahlen schwarz sind, müssen Sie nichts tun, sind die Zahlen farbig, drücken Sie eine Pfeiltaste: bei geraden Zahlen die Pfeiltaste links, bei ungeraden Zahlen die Pfeiltaste rechts. Das fordert Ihr Gehirn gerade so viel, dass Sie nicht ins Grübeln geraten: Es hat genügend Kapazität, im Hinterkopf die Engel wirken zu lassen. Bei Smallwood und Schooler dauerte diese Phase eine Viertelstunde. Bei mir können Sie die Dauer des Spaziergangs wählen: kurz (1–2 Minuten), mittel (3–5 Minuten) oder lang (4–8 Minuten).
Wenn der Zahlenspaziergang zu Ende ist, kehrt das Werkzeug zu Ihren Gedanken zurück. Sie sehen oben auf dem Bildschirm die Stichworte, die Sie schon eingegeben haben, sie sind gedimmt und nicht editierbar. Unten erhalten Sie ein neues, leeres Schreibfeld: Hier können Sie jetzt die Inspirationen eingeben, die Ihnen Ihr Engel während des Default Modes eingeflüstert hat. Was Sie eingeben, sehen nur Sie: Es bleibt lokal. Sie können das Ergebnis für sich kopieren oder abspeichern.
Natürlich ist ein richtiger Spaziergang immer sinnvoller. Der Körper und alle Sinne kommen in Bewegung, der Geist gerät ins Schweifen. Robert Walser schreibt in seiner Erzählung über den Spaziergang:
Auf einem schönen und weitschweifigen Spaziergang fallen mir tausend brauchbare nützliche Gedanken ein. Zu Hause eingeschlossen, würde ich elendiglich verkommen und verdorren. Spazieren ist für mich nicht nur gesund und schön, sondern auch dienlich und nützlich. Ein Spaziergang fördert mich beruflich und macht mir zugleich auch noch persönlich Spaß und Freude; er erquickt und tröstet und freut mich, ist mir ein Genuß und hat gleichzeitig die Eigenschaft, daß er mich zu weiterem Schaffen reizt und anspornt, indem er mir zahlreiche kleine und große Gegenständlichkeiten als Stoff darbietet, den ich später zu Hause emsig und eifrig bearbeite. Ein Spaziergang ist immer voll sehenswerter und fühlenswerter bedeutender Erscheinungen. (Robert Walser: Der Spaziergang. 1917)
Wir wissen heute, warum ein Spaziergang gleichzeitig erquickt und zu weiterem Schaffen anspornt. Bewahren Sie sich also Ihre Hanns Guck-in-die-Luft-Momente.
Basel, 29.05.2026, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch
Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Hier den Wochenkommentar abonnieren.
- Hinweis auf den neuen Wochenkommentar
- Ein aktueller Sachbuchtipp
- Ein Roman-Tipp
- Das neue Fragebogeninterview
Nur dank Ihrer Unterstützung ist der Wochenkommentar möglich. Herzlichen Dank dafür!
Lieber hören als lesen?
Quellen:
Baird, Benjamin; Smallwood, Jonathan; Mrazek, Michael D.; Kam, Julia W. Y.; Franklin, Michael S.; Schooler, Jonathan W. (2012): Inspired by Distraction: Mind Wandering Facilitates Creative Incubation, in: Psychological Science, 23,10, 2012, S. 1117–1122, https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0956797612446024 [29.05.2026].
Buckner, Randy L.; Andrews‐Hanna, Jessica R.; Schacter, Daniel L. (2008): The Brain’s Default Network: Anatomy, Function, and Relevance to Disease, in: Annals of the New York Academy of Sciences, 1124,1, 2008, S. 1–38, https://nyaspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1196/annals.1440.011 [29.05.2026].
Hallowell, Edward M.; Ratey, John J. (2022): ADHS ist kein Makel: hilfreiche Strategien für Kinder und Erwachsene, übers. v. Jorunn Wissmann, Monika Niehaus, Hamburg 2022 rororo.
Immordino-Yang, Mary Helen; Christodoulou, Joanna A.; Singh, Vanessa (2012): Rest Is Not Idleness: Implications of the Brain’s Default Mode for Human Development and Education, in: Perspectives on Psychological Science, 7,4, 2012, S. 352–364, https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1745691612447308 [29.05.2026].
Mooneyham, Benjamin W.; Schooler, Jonathan W. (2013): The costs and benefits of mind-wandering: A review., in: Canadian Journal of Experimental Psychology / Revue canadienne de psychologie expérimentale, 67,1, 2013, S. 11–18, https://doi.apa.org/doi/10.1037/a0031569 [29.05.2026].
Raichle, Marcus E. (2015): The Brain’s Default Mode Network, in: Annual Review of Neuroscience, 38,1, 2015, S. 433–447, https://www.annualreviews.org/doi/10.1146/annurev-neuro-071013-014030 [29.05.2026].
Sio, Ut Na; Ormerod, Thomas C. (2009): Does incubation enhance problem solving? A meta-analytic review., in: Psychological Bulletin, 135,1, 2009, S. 94–120, https://doi.apa.org/doi/10.1037/a0014212 [29.05.2026].
Smallwood, Jonathan; Schooler, Jonathan W. (2006): The restless mind., in: Psychological Bulletin, 132,6, 2006, S. 946–958, https://doi.apa.org/doi/10.1037/0033-2909.132.6.946 [29.05.2026].
Walser, Robert; Wagner, David (2024): «Spazieren muß ich unbedingt»: vom Gehen über Stadt und Land, hrsg. v. Reto Sorg, Originalausgabe, Erste Auflage, Berlin 2024 insel taschenbuch 5056.