Monatsarchive: Juni 2015

Ein paar Rechnungen für die Kritiker von Herrn Wessels

Nachdem Hans-Peter Wessels am Donnerstag von der gesamten Autolobby der Region wieder einmal auf die Kappe erhalten hat, weil er den Automobilisten «düstere Aussichten» biete und überhaupt auf autofeindlich mache, benutzen wir den Wochenkommentar, um gemeinsam etwas zu rechnen. Zunächst schauen wir uns dafür einmal die aktuellen Zahlen an (sie stammen aus dem statistischen Jahrbuch 2014). Demnach waren Ende 2013 im Kanton Basel-Stadt 70’176 Motorwagen zugelassen. Davon waren 62’327 Personenwagen (vulgo: Autos). Der Rest verteilt sich auf Lieferwagen, Lastwagen und Busse.

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Lieber Urs Fischer

Das war kein schöner Anblick, das Transparent, das am Donnerstag am Stadioneingang aufgehängt wurde, während Sie drinnen, im Medienraum, den Journalisten als neuen FCB-Trainer vorgestellt wurden. «Fischer, nie eine vo uns!!!» stand in mannsgrossen Lettern auf weisser Blache. Und es sind nicht nur Hardcore-Fans aus der Muttenzer-Kurve, die Sie ablehnen, weil Sie Zürcher sind, weil Sie für den FCZ gespielt  und weil Sie den FCZ trainiert haben. Es gibt auch viele «normale» Basler, welche die Augen verdreht haben bei der Nachricht, dass ein Zürcher die Spielleitung beim FCB übernimmt. Es ist dies etwas peinlich, ziemlich seltsam und natürlich unhöflich. Die negativen Reaktionen auf Ihre Wahl haben weniger mit Fussball als mit Basel und seinem Selbstverständnis zu tun. Ich möchte Ihnen diese Reaktion deshalb kurz erklären.

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Ohne Europa gibt es keine Schweiz

Fast wäre es diese Woche im Nationalrat wieder einmal zu einer Europadebatte gekommen. Der Anlass: Im Nationalrat ist eine Motion von SVP-Nationalrat Lukas Reimann traktandiert, der vom Bundesrat fordert, das Beitrittsgesuch vom 22. Mai 1992 zur damaligen EG zurückzuziehen. Formell ist es völlig egal, ob die Schweiz das Beitrittsgesuch zurückzieht oder bestehen lässt – es ist nämlich längst gegenstandslos geworden. Es ist, wie wenn Sie zu Hause noch eine Fahrkarte der Nordostbahn liegen hätten und darauf pochen, diese Fahrkarte zu vernichten, weil sie sonst verpflichtet sein könnten, die Reise anzutreten. Für die heutige EU mit 28 Mitgliedsländern ist ein 23 Jahre altes Beitrittsgesuch zur EG, die damals zwölf Mitglieder hatte, ebenso gegenstandslos wie eine Fahrkarte der Nordostbahn für die heutige SBB.

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