Warum wir trotz Internet schlechter informiert sind

Publiziert am 6. Februar 2026 von Matthias Zehnder

Fühlen Sie sich informiert? Wissen Sie Bescheid über wichtige Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur? Und vor allem: Haben Sie den Überblick? Ich empfinde die Situation als paradox: Es war noch nie so einfach, viele Informationen zu erhalten – und es war noch nie so anstrengend, informiert zu sein. Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr Aufwand betreiben muss, um à jour zu bleiben. Als ich Ende der 1980er-Jahre in den Journalismus einstieg, war das grosse Problem der Zugang zu Nachrichten und Informationen. Ende der 1990er-Jahre brach das World Wide Web die klassischen Strukturen auf. Plötzlich konnten wir alles wissen: Wir hatten weltweit Zugang zu Daten, Nachrichten und Informationen. Es machte sich eine richtige Euphorie breit. Damit ist es vorbei: Heute leiden wir alle unter einem Information Overload. Wir haben zu viele Informationen und fühlen uns doch schlecht informiert. Vor allem ist es viel anstrengender geworden, am Ball zu bleiben. Was ist da los? Warum hat das Internet die euphorischen Erwartungen nicht erfüllt? Verbessert oder verschlimmert die künstliche Intelligenz die Situation? Oder bietet sie vielleicht eine Lösung? 

Ich führe jede Woche ein Fragebogeninterview mit einem Medienschaffenden über seine Mediennutzung. Die erste Frage ist jeweils: «Welches Medium darf bei Dir zum Frühstück nie fehlen?» Als ich neben dem Studium in den Journalismus einstieg, war diese Frage rasch beantwortet: Zum Espresso am Morgen las man damals die Zeitung. Eine Zeitung auf Papier. Heute antworten die meisten Journalistinnen und Journalisten auf die Frage mit einer Aufzählung: Mehrere Tageszeitungen, Newsletter und News-Apps, dazu kommen die Morgennachrichten, Podcasts und spezialisierte Websites. Mir geht es genauso: Ich höre mich jeden Morgen schon beim Joggen durch eine Handvoll Podcasts und lese dann zum Espresso mehrere Zeitungen. Trotzdem habe ich immer das Gefühl, etwas zu verpassen.

 

Studien bestätigen dieses Gefühl. Das ist neu. In den 1980er- und 1990er-Jahren mussten wir uns anstrengen, um an Informationen zu kommen. Das Problem war der Zugang zu Quellen. Zum Frühstück gab es eine Tageszeitung, was bei Paaren zuweilen Streit auslöste, wer welchen Teil zuerst lesen durfte. Trotzdem hatten wir das Gefühl: «Wenn ich die Zeitung lese, weiss ich Bescheid.» Es gab so etwas wie einen Kanon an Informationen.

Information at your Fingertips

In den 2000er- und 2010er-Jahren brach das Internet die engen Grenzen der gedruckten Zeitung auf. Ich hatte das Gefühl: «Jetzt kann ich alles wissen! Das Internet macht mich schlau.» Euphorie brach aus: Wir erschlossen uns die unendlichen Weiten des World Wide Web. Nichts war unmöglich. Wir waren überzeugt, dass jetzt eintraf, was Bill Gates versprach: «Information at your Fingertips».

Damit ist es vorbei. Seit etwa zehn Jahren macht sich das Gefühl breit, dass mehr Zugang nicht automatisch zu mehr Informiertheit führt. Sich zu informieren ist zu einem unendlichen Run im Online-Hamsterrad geworden. Alle anderen wissen immer mehr. Wir schwanken zwischen FOMO, der «Fear of Missing Out», also der Angst, etwas zu verpassen, und einem immer stärkeren Gefühl von Überforderung. Am liebsten würden wir uns manchmal ein Kissen über die Ohren ziehen und die ganze Welt links liegen lassen.

Zwei von fünf Menschen vermeiden Nachrichten

Genau das machen immer mehr Menschen. Weltweit vermeiden heute zwei von fünf Menschen den Kontakt mit Nachrichten. «News Avoidance» heisst dieses Verhalten: Nachrichtenvermeidung. Laut dem Reuters Digital News Report vermeiden heute weltweit 40 Prozent der Menschen Nachrichten. In der Schweiz sind es 39 Prozent. Was ist da los?

An mir selbst mache ich drei Beobachtungen. Die erste ist dieses Hamsterrad-Gefühl. Es ist wie in der Geschichte vom Wettrennen zwischen dem Hasen und dem Igel: Egal, wie schnell der Hase rennt, der Igel ist schon da. Alle anderen wissen mehr und sind besser informiert. Nur ich komme nicht hinterher. Die zweite Beobachtung ist das, was Fachleute «epistemische Unsicherheit» nennen: Obwohl wir Zugang zu so vielen Informationen haben, bleibt vieles unklar. Die dritte Beobachtung: Wir lesen so viel wie nie, aber wir behalten immer weniger. Das ist für mich der schlimmste Punkt: Ich kämpfe wie der Hase im Wettrennen um Informiertheit, habe aber zunehmend das Gefühl, dass mir die Informationen durch die Hände rinnen und kaum mehr etwas zurückbleibt. Was könnte der Grund dafür sein?

Ist das digitale Lesen schuld?

Der erste Verdacht: Das digitale Lesen ist schuld. Wissenschaftler bezeichnen das als «Screen Inferiority»-Effekt: Lesen auf Papier ist dem Lesen am Bildschirm überlegen. Die Analysen ergaben drei signifikante Aspekte:

  1. Besonders gross ist der Vorteil des Papiers beim Lesen unter Zeitdruck.
  2. Sachtexte profitieren vom Papier mehr als narrative Texte.
  3. Interessanterweise sind die Effekte nicht von der Bildschirmerfahrung der Nutzenden abhängig, im Gegenteil: Der Vorteil des Lesens auf Papier nahm im Laufe der Jahre zu.

Sollen wir also wieder mehr auf Papier lesen? Aber warum soll ein Stück bedrucktes Papier besser sein als ein iPad? Mögliche Antworten auf diese Frage gibt eine Studie der Universität Stavanger. Eine wichtige Rolle scheint beim Lesen das räumliche Gedächtnis zu spielen. Wenn wir eine gedruckte Zeitung oder ein Buch zur Hand nehmen, hat jede Information einen bestimmten Ort. Ein Artikel steht oben auf der Frontseite. Die Grafik steht im Wirtschaftsteil unten links. Anne Mangen von der University of Stavanger hat nachgewiesen, dass unser Gehirn Informationen auch räumlich verarbeitet. Beim Scrollen durch einen Newsstream fehlt dieser feste Ort. Deshalb fällt es uns schwerer, uns eine Information zu merken. Es ist übrigens auch viel schwieriger, einen Artikel aus einem Newsfeed abzuspeichern oder weiterzugeben.

Endloses Skimming

Dazu kommt, dass wir einen Newsfeed ganz anders nutzen als eine Zeitung. Ziming Liu, Forscher an der School of Library and Information Science der San Jose State University, hat deshalb den Begriff des «Skimming» geprägt: Online lesen wir Texte häufig nicht mehr richtig. Das Auge sucht nach Schlüsselwörtern und hüpft viel stärker auf der Seite herum. Endloses Scrollen fördert diesen Modus. Neuere Studien zeigen nun, dass dieses Infinite Scrolling kognitiv belastend ist: Weil Feeds nie ein Ende haben, lässt sich die Informationsaufgabe nie abschliessen. Es bleibt offenbar das Gefühl eines offenen Endes zurück. Das ist psychisch und kognitiv belastend.

Wenn wir uns die Studien anschauen, können wir drei Punkte herausziehen, die zu einem negativen Informationsgefühl führen:

  1. Newsfeeds «verflüssigen» die Information: Wir können das Gelesene räumlich nicht mehr verorten.
  2. Wir neigen in Newsfeeds zum Skimmen, wir lesen also nicht mehr, sondern scannen die Inhalte nur noch nach Schlüsselwörtern ab und scrollen immer weiter.
  3. Das endlose Scrollen hinterlässt ein schlechtes Gefühl und belastet das Gehirn.

Was können wir tun? Kann uns die KI, können uns Google Gemini, ChatGPT oder Claude einen Ausweg aus dem Schlamassel anbieten? Verbessern oder verschlechtern sie den Zugriff auf Informationen? Spontan würden die meisten Menschen wohl sagen: Natürlich verbessern die KI-Systeme die Situation. Sie können mir jede Frage beantworten, also habe ich einen besseren Zugriff auf Informationen.

Was ändert die KI?

Wenn Sie eine ganz konkrete Frage haben, stimmt das. Sie können ein Foto des Bedienungsfelds ihrer Waschmaschine hochladen und erhalten sofort Auskunft, welche Einstellung sie für ihre Seidensocken vornehmen müssen. In einem Punkt verschlechtern die KI die Situation aber massiv: Die Informationen sind kaum mehr greifbar. Die KI «verflüssigt» Informationen noch viel mehr, als das in einem Newsfeed der Fall ist. Die KI verschärft das Problem der Verflüssigung also. Aber wir können sie paradoxerweise auch nutzen, um genau diesem Problem entgegenzuwirken. Dazu später mehr.

Steuern Sie selbst, statt sich treiben zu lassen. KI-Vorträge für Menschen, die ihre Zukunft selber gestalten wollen.

Dass die KI Informationen verflüssigt, kann man durchaus wörtlich verstehen: Die grossen KI-Modelle verfügen über unendlich viele Informationen, die sie sich in Form von statistischen Modellen gemerkt haben. Diese Informationen giessen sie auf Nachfrage für uns in fast jeder beliebigen Sprache in die gewünschte Form – nur um zu fragen, ob sie uns auch noch eine Zeichnung machen, eine Liste generieren oder ein Gedicht aufsagen sollen.

Verflüssigung, Beschleunigung, Endlosigkeit

Verflüssigung, Beschleunigung, Endlosigkeit – die drei grossen Nachteile des digitalen Lesens in Bezug auf Informiertheit und Merkbarkeit sind bei der KI normalerweise also eher noch grösser.

In einem Punkt sind die drei Nachteile aber interessant: Die drei negativen Effekte haben weniger mit dem Bildschirm zu tun, als mit der Form der Informationen. Ich denke an die Endlosigkeit und vor allem an die Verflüssigung der Information, die bei mir ganz konkret das Gefühl erzeugt, dass mir die Informationen durch die Hände rinnen und nichts zurückbleibt.

Was Sie dagegen tun können

Es gibt aber Möglichkeiten, diese Nachteile auch in der digitalen Welt zu umgehen. Ich denke ans E-Paper. Sie kennen das sicher: Die elektronische Version einer Zeitung zum Durchblättern am Display sieht aus wie die gedruckte Version, nur eben auf dem iPad oder am Computerbildschirm. Wie in einer gedruckten Ausgabe hat ein Artikel in einem E-Paper einen bestimmten Ort. Ich kann die Information also verorten und so besser merken. Vor allem aber haben E-Paper einen Anfang und ein Ende. Genau das löst bei mir ein ganz anderes Gefühl aus, als das endlose Scrollen im Feed. Dazu kommt: Die meisten E-Paper-Anwendungen lassen es zu, dass ich eine interessante Seite als PDF abspeichern.

Und was ist mit der KI? Vielleicht können wir uns die KI ja zunutze machen, die Verflüssigung der Informationen umzukehren? Genau das habe ich versucht. Das Resultat ist ein Prompt, den ich «Die digitale Karteikarte» nenne. Weil wir wissen, dass unser Gehirn Struktur und Endlichkeit liebt, können wir ChatGPT, Claude oder Gemini dazu zwingen, uns genau das zu liefern. Statt einen Artikel endlos zu scrollen und danach zu vergessen, lassen wir die KI eine Karteikarte bauen, die es uns einfacher macht, den Artikel zu memorieren. Ich habe Ihnen unten den Prompt zum Kopieren bereitgestellt. Er ist übrigens so programmiert, dass die KI nicht weiterfragt, sondern Ihnen eine digitale Karteikarte zum Abspeichern oder Ausdrucken liefert. Und fertig.

Mut zur Lücke – und zum Ende

Sicher ist: Ein solcher Prompt ist nur eine Krücke. Die KI wird zweifellos den Trend zur Fluidität von Informationen beschleunigen und verstärken. Ich fürchte deshalb, dass die KI so rasch auch wenig am Hamsterrad-Gefühl und an der epistemischen Unsicherheit ändern wird. Hamsterrad und Unsicherheit sind die Kehrseiten der grossen Informationsfreiheit, des «StarTrek»-Gefühls im Internet: Wir bewegen uns heute, auch wenn wir nur am Küchentisch sitzen, in den unendlichen Weiten des Internets mit allen Vor- und Nachteilen.

Genau deshalb werden künftig abgeschlossene Formen wie eine Zeitung oder ein Buch noch wichtiger und noch wertvoller werden. Nicht zuletzt, weil dafür Menschen Verantwortung übernehmen – und weil sie endlich sind. Denn eines habe ich bei der Auseinandersetzung mit dem Thema gelernt: Für uns Menschen ist es wichtig, dass Informationen ein Ende haben.

Wir brauchen deshalb künftig nicht noch mehr und noch vielfältigere Informationen. Wir müssen wieder Mut zur Lücke und vor allem Mut zum Ende aufbringen. Das mache ich jetzt auch: Ich komme zum Ende.


Die digitale Karteikarte

Der folgende Prompt kehrt die Verflüssigung der Informationen durch die KI um und generiert eine digitale Karteikarte zum abspeichern oder ausdrucken eines beliebigen Textes. Prompt kopieren und in die KI (App oder Website) einfügen, dann den zu bearbeitenden Text einfügen.

Version für Claude (Anthropic)


# Die digitale Karteikarte
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[In genau einem Satz auf Deutsch]2. Die Kernpunkte
• [Punkt 1]
• [Punkt 2]
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«[Wörtliches Zitat aus dem Originaltext, max. 3 Zeilen, in Originalsprache]»4. Die Relevanz
[Warum ist das heute wichtig? 2-3 Sätze auf Deutsch]

STRUKTUR BEI TEXTEN OHNE KLARE THESE (Nachrichten, Reportagen, Interviews):

1. Die Kernaussage
[Worum geht es? Ein Satz auf Deutsch]

2. Die wichtigsten Informationen
• [Information 1]
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Basel, 06.02.2026, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch

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Quellen:

Bild: Eine junge Frau liest während des Frühstücks die Nachrichten auf ihrem Smartphone, fotografiert am 24. März 2021.. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Delgado, Pablo; Vargas, Cristina; Ackerman, Rakefet; Salmerón, Ladislao (2018): Don’t throw away your printed books: A meta-analysis on the effects of reading media on reading comprehension, in: Educational Research Review, 25, 2018, S. 23–38, https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S1747938X18300101 [06.02.2026].

Liu, Ziming (2005): Reading behavior in the digital environment: Changes in reading behavior over the past ten years, in: Journal of Documentation, 61,6, 2005, S. 700–712, http://www.emerald.com/jd/article/61/6/700-712/204933 [06.02.2026].

Lora, Sanzana Karim; Purba, Sadia Afrin; Hossain, Bushra; Oriana, Tanjina; Seum, Ashek; Sharmin, Sadia (2024): Infinite Scrolling, Finite Satisfaction: Exploring User Behavior and Satisfaction on Social Media in Bangladesh, 2024, https://arxiv.org/abs/2408.09601 [06.02.2026].

Mangen, Anne; Walgermo, Bente R.; Brønnick, Kolbjørn (2013): Reading linear texts on paper versus computer screen: Effects on reading comprehension, in: International Journal of Educational Research, 58, 2013, S. 61–68, https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0883035512001127 [06.02.2026].

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4 Kommentare zu "Warum wir trotz Internet schlechter informiert sind"

  1. Mich genügend und richtig informiert zu fühlen, ist für mich immer weniger eine Frage der Art und der Menge, als viel mehr eine Frage des Vertrauens. Normale Medien verspielen es, weil und wenn sie über aus meiner Sicht wahrhaftig und wirklich Wichtiges nicht berichten.

  2. «Wir» haben heute immer wie mehr Information und fühlen uns schlechter informiert, sagt Hr. Zehnder im Intro. Das Gegenteil ist bei mir der Fall. Wenn man sich Zeit nimmt, und die muss man sich nehmen, ist man heute allumfassend und aus jedem Blickwinkel top informiert. Hat man wenig Zeit, muss man (heute wie früher) die «etablierten Medien» beanspruchen.
    Doch die haben, wie bei Ueli Keller, bei mir ihren guten Ruf verspielt.
    «Alternativ» war in der Hippi-Zeit ein «hippes» Wort. Wer «Alternativ» war, war cool. Heute ist alles was das Wort «Alternativ» in sich trägt finster, verdächtig und falsch.
    Man denke an die «Alternativen Medien» welche umgehend den «Schwurblern» zugeordnet werden. Alles was nicht auf (Bundeskommunikations-) Linie ist oder von der SRG kommt ist verdächtig und womöglich schwurblerhaft.
    Der «Alternative» für Deutschland wird von der Diktatur der Mehrheit (alle D-Parteien spannen zusammen) kein Amt gewährt, der kleinste Fraktionssaal im Bundestag zugewiesen (währenddessen sich die halb so grosse SPD ihren Riesen-Doppel-Fraktionssaal weiterkrallt und nicht hergibt) und sämtliche Oppositionsarbeit (wie in einer Demokratie zwingend) der AfD vereitelt wird.
    «Alternative» Schulen? Nicht anerkannt in der Berufswelt. Ein Multicheck einer börsenkodierten Privatfirma soll innert Stunden (gegen Entgelt) den jungen Menschen beurteilen und dessen Zukunft weisen (Stufe Lehrstelle), bei den Akademikussen zählt ebenso nichts «Alternatives».
    Während mir (z.B einfach mal so als Beispiel herausgegriffenes Sendegefäss) «Hoch2TV» (welches kein Zwangs-Gebühren-Geld erhält) aufzeigt, dass der Kanton Basel-Landschaft nun einem Bewohnenden schweizerischer oder migrantischer Herkunft ab sofort einen Impf-Zwang verordnen kann und bei Nichtbefolgung bis zu 100’000 Fr. Busse oder Gefängnis aufbrummen kann (was absolut unglaublich, unfassbar ist aber real ist), werden solche Infos in den «etablierten» Medien, in Zeitungen oder zwischen zwei Buchdeckeln (bewusst?!?) kleingehalten oder totgeschwiegen.
    Auf meinem werbefreien (das leist ich mir) «You-Tube» sehe ich top Dokus von Amateuren, welche mich auf einen Van-Life nach Afrika mitnehmen, Zugverbindungen testen, Restaurants vorstellen oder zeigen, wie man sein Ikea-Möbel zusammenbaut; welche mich 1001 x mehr begeistern wie aufwändig gedrehte «Einfach-Luxuriös»-Reise-Dokus oder «etablierte» Buchbesprechungen, Medizin-«Experten», Auto-«Spezialisten», Film-«Kritiker» über geförderte Filme in leeren Kinos der alten TV-Anstalten – weil die Amateure einfach näher dran sind, mal stolpern, den Slang von heute leben, die Authentizität um ein Mehrfaches höher ist.
    Für mich STIMMT mit der VIELFALT von heute ALLES (empfinde ich) !!!
    Zurück möchte ich nicht mehr – Radio DRS, dazu noch SWF und das höchste der Gefühle, je nach Wetterlage SR Süddeutscher Rundfunk oder DLF über Mittelwelle – no – doch auch die Gebote der heutigen heiligen «SRG» STIMMEN NICHT (für mich):
    1. Gebot: Der Gral «SRG» ist entscheidend für die Demokratie… Die Demokratie in der Schweiz ist schon 735 Jahre alt, die SRG ist erst 95 Jahre alt. Es gab in der Schweiz also 640 Jahr lang eine Demokratie, die sehr gut funktionierte, ohne dass es eine SRG gab….
    2. Gebot: Der Gral «SRG» sorgt für den Zusammenhalt der Schweiz… Niemand in der Westschweiz schaut das Deutschschweizer Fernsehen. Hier liegen all die Sender aus Frankreich vorne. Umgekehrt auch – die Deutschschweizer schauen nicht Romandie-TV, sie zappen die D-Senden an…
    3. Gebot: Die SRG liefern «Service Public»… Der Erfolg beim SRG-«public» bleibt aus. Das Schweizer Fernsehen hat im ganzen Land nur einen Marktanteil von 30 %. Ganze 70% der Schweizer bevorzugen andere Sender, anderen «Public»…
    4. Gebot: Die SRG berichten politisch ausgewogen… Die Fachhochschule Winterthur fragte die SRG-Journalisten nach ihrem politischen Standpunkt. 70% erklärten sie stehen links. Man merkt es – und die SP gibt 800’000 Fr (so viel wie nie) für den SRG-Abstimmungskampf aus… Warum denn auch wohl…. Das sagt alles…
    5. Gebot: Die SRG will «sparen»……. Die SRG hat heute 7000 Mitarbeiter. Das sind 1500 mehr als im Jahr 2000, obwohl sich das Programmangebot seitdem nicht verändert hat. Das Spar-Pathos stimmt nicht. (…..über die hohen Löhne in SRG-Chefetage (mehr als Bundesräte) und die 15%, welche JUNG-Journalisten bei der SRG mehr vierdienen als in der Privatwirtschaft schweige ich mich heute aus)…..
    6. Gebot: Die SRG ist kein Staatsunternehmen…… Die SRG zahlt keine Steuern, anders als Swisscom und Post, das heisst das sie eigentlich gar kein Unternehmen ist, sie ist ein Amt. Ämter werden durch allgemeine Abgaben finanziert und bezahlen folgerichtig keine Steuern – kurz: Der Privat-Pathos stimmt nicht.
    7. Gebot: Die SRG garantiert Meinungsvielfalt… Gegenteiliges ist der Fall – sie vernichtet die Vielfalt. 1000 Medienangebote gibt es in der Schweiz….. Die Schweiz gehört zu den Ländern wo es noch in allen Regionen ein vielfältiges Medienangebot gibt. Auch in kleineren Städten von Biel bis Schaffhausen gibt es ein konkurrenzierendes Zeitungs-, Radio- und TV-Lokalangebot. Ohne konkurrenzierende SRG (oder schmälere SRG) würden diese weiter und weiter wachsen und (auf)blühen. Die SRG deckt vor allem die Breite des Publikums nicht ab. Sie erreicht kein jüngeres Publikum Das Durchschnittliche Alter der TV Zuschauer liegt bei 63 Jahren. Das ist zwanzig Jahre höher als der Durschnitt der Bevölkerung… Das Vielfalt-Pathos stimmt nicht….
    8. Gebot: Ein JA zur Initiative eist das Ende der heutigen SRG….. auch das stimmt nicht. Die offizielle SRG-Präsentation an der Investorenkonferenz vom vergangenen August spricht eine andere Sprache. Chefin Susanne Wille wollten dort freiwillige Geldgeber beruhigen, dass bei einem JA alles beim Alten bleibt. Während im Abstimmungskampf grosszugig geflunkert (nobel ausgedrückt) und auf hysterisch gemacht wird, ist der Finanzmarkt an glasklare Kriterien geknüpft. Wer dort die Unwahrheit sagt, kann sich strafbar machen. Das wusste auch Susanne Wille und sagte dort, dass sich auch bei einem JA nichts ändern würde….
    usw….usw….
    (Quelle : Teile aus einem Referat von Kurt W. Zimmermann)
    Fühle mich HEUTE pudelwohl informiert. Danke an alle Medien. Besonders an die «Alternativen». ES STIMMT FÜR MICH. ES IST STIMMIG.
    ANDERS ALS FRÜHER ODER BEI DER SRG…

    1. 1. «Es gab in der Schweiz also 640 Jahr lang eine Demokratie, die sehr gut funktionierte, ohne dass es eine SRG gab»
      Ja, klar. In der ganzen Zeit hat sich die Welt ja auch überhaupt nicht verändert.
      2. Das ist ein naives Verständnis von Zusammenhalt. 73 Prozent der Gebührengelder werden in der Deutschschweiz erhoben, aber nur 44 Prozent werden da ausgegeben. Das bedeutet, die SRG ist ein solidarisches Gebilde. Die Mehrheit finanziert die Angebote für die Minderheiten mit. Das ist gemeint mit Zusammenhalt.
      3. Service public bedeutet, eine Grundinfrastruktur für alle bereitzuhalten. Zum Beispiel die Postautoverbindungen in abgelegene Alpentäler anzubieten und nicht nur die Verbindung Zürich-Bern. Das bedeutet, dass der Service Public gerade nicht von Einschaltquoten abhängig ist und daran zu messen ist.
      4. Sie vermischen mutwillig Haltung der Journalisten und Leistung des Senders. Die Fachhochschule hat nach der Haltung der Journalisten gefragt. Sie bezeichnen aber die Leistung von SRG als links. Das ist falsch. Wissenschaftliche Untersuchungen haben immer wieder ergeben, dass die SRG ausgewogen berichtet.
      5. Ich weiss nicht, auf welchen Planeten Sie leben, aber die SRG hat schon eine ganze Reihe Sparrunden hinter sich. Die Gebühren sind ja in den letzten Jahren nur gesunken. über 400, > 365 > demnächst 300
      6. Quatsch. Die SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) ist rechtlich als Verein nach Schweizer Aktienrecht organisiert. Als privatrechtlicher, nicht gewinnorientierter Verein (Non-Profit) erfüllt sie im Auftrag des Bundes einen öffentlichen Medienauftrag.
      7. Quatsch. Die meisten privaten Medien (auch TV- und Radiosender) sind gegen die Initiative. Das Problem für die Medien in der Schweiz ist nicht die SRG, sondern Google und Facebook.
      8. Quatsch. Der SRG würden nur noch etwa 750 Mio zur Verfügung stehen. Sogar SVP-BR Rösti findet das problematisch, weil die SRG dann stark zentralisieren müsste. Heisst in der Deutschschweiz: Alles konzentriert sich auf Zürich. Minus 350 Arbeitsplötze in Basel. Nichts bleibt beim Alten.

      Meinungsvielfalt heisst nicht, dass Sie die Fakten nach Belieben gestalten können. Also: Bleiben Sie bei den Tatsachen.

      1. Danke für Ihre Antwort. Wahrscheinlich übertreibt Herr Zimmermann (ausgewiesener Fachmann, Hysterie?) auch ein wenig, aber die SRG übertreibt vielleicht auch ein wenig (Alarmismus?), und hätten wir noch weitere 2-3 Fachmenschen auch noch 2-3 weitere Ansichten. Wobei wir wieder beim Wochenkommentarthema wären mit den vielen verschiedenen Infos und der Kreis sich wieder schliesst.

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