Wie Sie Ihre blinden Flecken finden (und die der KI)

Publiziert am 23. Januar 2026 von Matthias Zehnder

In der Fahrschule lernen wir: Wer mit dem Auto die Spur wechseln oder abbiegen will, muss über die Schulter zur Seite blicken. Ein Blick in den Rückspiegel genügt nicht, weil Rückspiegel immer einen toten Winkel haben. Der tote Winkel ist ein blinder Fleck seitlich des Fahrzeugs, der trotz Spiegeln nicht einsehbar ist. Neuere Autos warnen die Fahrerin oder den Fahrer deshalb mit einer kleinen Leuchte im Spiegel, wenn sich ein anderer Verkehrsteilnehmer im toten Winkel des Rückspiegels aufhält. In anderen Lebensbereichen haben wir keine solchen Warnleuchten, obwohl wir alle blinde Flecken haben. Physiologisch im Auge, dort, wo die Sehnerven im Augapfel münden, aber auch im übertragenen Sinn bezogen auf unseren Blick auf die Welt. Die Künstliche Intelligenz ist zunächst keine grosse Hilfe. Die KI kann zwar unendlich viel mehr Daten verarbeiten als wir Menschen, sie ist aber auf die digitale Welt beschränkt und hat deshalb nicht blinde Flecken, sondern eher blinde Flächen. Richtig eingesetzt kann die KI für uns aber eine ähnliche Funktion übernehmen wie die kleine Warnleuchte im Rückspiegel. Voraussetzung dafür ist, dass Sie bereit sind, über ihre Schulter zu blicken, wenn Sie die Leuchte warnt. Ich sage Ihnen deshalb heute, wie Sie Ihre blinden Flecken finden (und die der KI).

Auf der Rückseite des Auges befinden sich lichtempfindliche Zellen, die Licht in Nervenimpulse umwandeln. Das ist die Netzhaut. Sie ist durchgehend mit Photorezeptoren bestückt. Nur an einem Punkt fehlen solche Zellen: Das ist die Stelle, wo der Sehnerv die Netzhaut verlässt. Da treten die Nervenfasern der Netzhaut Richtung Gehirn aus dem Augapfel aus. An dieser Stelle können wir alle nichts sehen: Das ist unser blinder Fleck. Jetzt schütteln Sie vielleicht den Kopf und sagen: Davon merke ich nichts.

 

Das ist ein spannender Punkt. Unser Gehirn füllt die Lücke nämlich auf. Das Gehirn konstruiert die fehlenden Bildinformationen von sich aus, ganz ähnlich wie Photoshop mit der Funktion «generatives Füllen» eine Bildfläche auffüllt. Anders als Photoshop muss das Gehirn dabei nicht nur spekulieren. Bis zu einem gewissen Grad kompensieren sich unsere beiden Augen. Die blinden Flecken der beiden Augen liegen an unterschiedlichen Stellen im Gesichtsfeld. Was das eine Auge nicht sieht, erfasst das andere.

Wie das Gehirn den blinden Fleck ausfüllt

Durch ständige kleine Augenbewegungen scannen wir zudem immer wieder unterschiedliche Bereiche des Gesichtsfelds und sorgen so dafür, dass keine Information dauerhaft fehlt. Trotzdem haben wir, meistens ohne es zu merken, ein Loch in der Wahrnehmung. Dieser blinde Fleck liegt vom Punkt des schärfsten Sehens etwa 15 Grad zur Nase hin. Mit einfachen optischen Tests lässt sich der blinde Fleck leicht demonstrieren. Ich habe Ihnen dafür hier ein Testblatt zum Herunterladen bereitgelegt. Probieren Sie es aus – es ist verblüffend.

Interessant daran ist, dass wir im Alltag von diesem «blind Spot» nichts bemerken, weil das Gehirn den blinden Fleck auffüllt. Das Gehirn füllt die fehlende Information dabei strukturerhaltend auf. Zum Beispiel wird eine gerade Linie, die durch den blinden Fleck verläuft, als durchgehend gerade wahrgenommen, selbst wenn sie dort physisch unterbrochen ist. Raster oder eine Holzmaserung werden regelmässig weitergeführt, auch wenn sie im blinden Fleck gar nicht existieren.

Komplexe visuelle Halluzinationen

Problematisch kann das sein, wenn der blinde Fleck im Auge vergrössert ist, etwa durch ein Glaukom, also den grünen Star, oder eine Makuladegeneration. Es kann sein, dass die Betroffenen die blinden Flecken in ihren Augen lange nicht bemerken, weil das Gehirn sie kompensiert. Bis sie zum Beispiel auf der Strasse von einem Motorradfahrer angefahren werden. Das Auge hat den Motorradfahrer nicht wahrgenommen, weil er sich im blinden Fleck befand. Das Gehirn hat die Leerstelle mit Strasse aufgefüllt, weil es den blinden Fleck semantisch sinnvoll auffüllt. Probieren Sie es aus, auf dem PDF oben habe ich Ihnen einen entsprechenden Test bereitgelegt.

Ein Extremfall ist das Charles-Bonnet-Syndrom bei Menschen mit stark eingeschränktem Sehen. Hier produziert das Gehirn komplexe visuelle Halluzinationen. Es füllt dabei nicht nur Lücken auf, sondern erfindet Menschen, generiert Tiere und konstruiert Architektur. Die Betroffenen wissen oft, dass das, was sie sehen, nicht real ist, aber sie sehen es trotzdem. Das Gehirn ist ganz offensichtlich darauf trainiert, einzuspringen: Wo sensorischer Input fehlt, ersetzt das Gehirn Wahrnehmung durch Konstrukte, also durch Imagination.

Das Gehirn generiert Sinn

Diese Fähigkeit des Gehirns, Leerstellen konstruktiv zu füllen, ist bemerkenswert. Zu denken geben muss uns diese Fähigkeit, weil sie keineswegs auf den blinden Fleck im Auge beschränkt ist. Unser Sehen ist ganz offensichtlich kein stures Verarbeiten von visuellen Daten. Unser Gehirn ist so gebaut, dass es fast schon um jeden Preis Sinn generiert.

Es gibt eine ganze Reihe von Wahrnehmungsillusionen jenseits des blinden Flecks, die dieses Sinn-Erzeugen um jeden Preis bestätigen. Drei Beispiele:

  • Die Amodal Completion: Wir sehen ein ganzes Objekt, obwohl Teile verdeckt sind.
  • Das Kanizsa-Dreieck: Wir sehen Konturen, die gar nicht existieren.
  • Change Blindness: Massive Veränderungen bleiben unbemerkt, solange die Szene auf uns kohärent wirkt.

Falsche Erinnerungen

Gemeinsam ist diesen Phänomenen: Unser Gehirn bevorzugt Sinn gegenüber Genauigkeit. Dieses Prinzip kommt nicht nur in der Wahrnehmung zum Einsatz, sondern auch in der Erinnerung. So, wie wir uns ein ganzes Objekt denken, auch wenn wir nur Teile davon sehen, erinnern wir uns oft an mehr, als wir tatsächlich erlebt haben. Das Gehirn füllt Lücken in der Erinnerung konstruktiv auf, ganz ähnlich, wie es das im Auge tut.

Dieses Phänomen ist als «False Memory» bekannt. Das sind lebhafte Erinnerungen an Ereignisse, die nie stattgefunden haben oder stark verzerrt sind. Für Betroffene fühlen sich die Erinnerungen aber echt an. Die Ursache dafür: unser Gedächtnis speichert keine exakte Kopie eines Erlebnisses. Das Gehirn rekonstruiert vielmehr Erinnerungen aufgrund von Fragmenten. So, wie Sie nicht sicher sein können, dass das, was Sie erblicken, tatsächlich das ist, was Sie sehen, können Sie nie sicher sein, dass das, was Sie erinnern, tatsächlich das ist, was Sie erlebt haben. Das Gehirn füllt blinde Flecken höchst kreativ auf.

Die KI hat eine blinde Fläche

Mich erinnert dieses Vorgehen an die Künstliche Intelligenz. Genau das ist die Ursache dessen, was wir als KI-Halluzinationen bezeichnen: Wenn die KI blinde Flecken hat, füllt sie, wie das Gehirn, die Lücken mit einem wahrscheinlichen Inhalt. Wie unser Gehirn bemerkt die KI das selbst nicht, weil sie ohnehin nicht Wahrheit produziert, sondern Wahrscheinlichkeit. Das grosse Problem im Umgang mit der KI ist, dass sie nicht nur einzelne, blinde Flecken hat, sondern ganze blinde Flächen.

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Was wir immer wieder vergessen: Die KI ist auf die digitale Welt beschränkt. Unser Gehirn wohnt in einem Körper mit Augen und Ohren, Nase und Zunge, Händen, Füssen, Haut und Haaren. Sie alle melden dem Gehirn ständig, wie sich die Umgebung anfühlt. Die KI dagegen ist auf den Datenraum beschränkt. Da kann sie zwar auf unendlich viel mehr Informationen zugreifen als wir uns vorstellen können, aber es bleiben Daten. Von der realen Welt hat die KI keine Ahnung.

Ein gutes Beispiel dafür sind Kochrezepte. Das Internet ist voll von Rezepten. Die grossen Sprachmodelle konnten sich deshalb sehr viel Rezeptinhalte aneignen und können heute problemlos Kochrezepte generieren. Sie können die KI nach beliebigen Kombinationen von Gerichten, Zutaten und Kochstilen fragen. Sie kriegen im Handumdrehen das Rezept für eine Pizza mit Mango im Stil von Jamie Oliver oder einer Gerstensuppe à la Ottolenghi. Mit einem gewichtigen Unterschied zu Jamie Oliver und Ottolenghi: Die KI hat noch nie ein eigenes Rezept gekostet. Sie hat keine Ahnung davon, wie die Rezepte schmecken. Das ist ihre grosse, blinde Fläche.

Konstruktiver Umgang mit blinden Flecken

Wir haben also blinde Flecken, in unseren Augen und in unserer Erinnerung. Die KI hat ebenfalls blinde Flecken, ja ganze blinde Flächen. Und nirgends ist eine dieser kleinen Warnleuchten in Sicht, wie wir sie aus dem Rückspiegel des Autos kennen. Wie können wir mit diesen blinden Flecken umgehen?

Ein gesundes Auge ist in der Lage, seine blinden Flecken durch kleine Augenbewegungen zu kompensieren. Diese Sakkaden sorgen auf kleinstem Raum für ständig wechselnde Perspektiven. Diese Perspektivenwechsel verschieben den blinden Fleck in der Wahrnehmung so, dass kein Bereich im Gesichtsfeld ungesehen bleibt. Stellt sich die Frage: Wie können wir das Sakkadenprinzip der Augen auf unsere Wahrnehmung, auf das Denken und Erinnern generell übertragen? Wie schaffen wir Perspektivenwechsel, die unsere Wahrnehmung ergänzen?

Konfrontation mit anderen Perspektiven

Eine erste Antwort: Indem wir uns mit anderen Perspektiven konfrontieren. Deshalb ist es so wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, über Parteigrenzen, Ländergrenzen und alle anderen Grenzen hinweg. Deshalb ist es so wichtig, Erinnerungen zu teilen und über Vergangenes zu sprechen. Deshalb ist es so wichtig, miteinander zu diskutieren. Manchmal ist es aber ganz schön schwierig, mit der Gegenseite, mit Andersdenkenden in Kontakt zu kommen. Da sehe ich in der KI einen interessanten Ausweg.

Spannend an der KI ist, dass sie ganz andere blinde Flecken hat als wir Menschen. Wir sind als biologische Wesen an unsere Körper gebunden. Wir sind reich an Sinneserfahrungen, an Gefühlen und Erlebnissen. Unser Horizont ist aber stark beschränkt und wir können nur auf wenige Informationen zurückgreifen. Die KI ist das genaue Gegenteil: Sie ist nicht an einen Körper gebunden, hat weder Emotionen noch Sinneserfahrungen, kann dafür aber auf extrem viele Daten und Informationen zurückgreifen. Vielleicht liegt in der Kombination der beiden Welten eine Chance?

Die KI als komplementäres System

Ich glaube deshalb, wir sollten aufhören, die KI als Ersatz oder Konkurrenz des Menschen zu verstehen und sie vielmehr als komplementäres System begreifen. So, wie Assistenzsysteme im Auto den Fahrer oder die Fahrerin besser machen können, indem sie deren Wahrnehmung ergänzen, kann die KI uns beim Denken und Arbeiten als Assistenzsystem dienen und uns, wie die kleine Warnleuchte im Rückspiegel, dabei helfen, unsere blinden Flecken zu bemerken.

Die KI kann Ihnen helfen, Ihre blinden Flecken zu finden, wenn Sie:

  • die KI nicht nur als Antwortmaschine, sondern auch als Fragemaschine nutzen
  • von der KI unterschiedliche ideologische Perspektiven einfordern
  • sich von der KI bewusst herausfordern lassen

Konkrete Tipps, wie das funktionieren kann, habe ich Ihnen hier bereitgelegt: Da finden Sie Prompts, mit denen Sie die KI dazu bringen, Sie herauszufordern.

Voraussetzung dafür ist, dass Sie als Mensch hinter dem Steuerrad sitzen und die Kontrolle behalten wollen. Dass Sie selbst gut fahren können, also in der Lage sind, die Verantwortung über das Fahrzeug (die KI) zu übernehmen. Und, die wichtigste Voraussetzung von allen: Dass Sie ein Ziel haben. Ohne Ziel, also ohne den Willen, etwas erreichen zu wollen, nützt das beste Fahrzeug, die beste KI nichts. Das ist auch bei unseren Augen so: Die besten Augen nützen nichts, wenn wir sie nicht öffnen und nicht gewillt sind, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

Basel, 23.01.2026, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch

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Quellen:

Bild: Eine Zuschauerin beobachtet von der Tribüne aus durch ein Fernglas die Strecke am Deutschen Spring- und Dressur Derby im Juni 2025 in Hamburg.. (KEYSTONE/DPA/Gregor Fischer)

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Schacter, Daniel L. (2021): The seven sins of memory: how the mind forgets and remembers, Updated edition, Boston 2021.

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Xu, Ziwei; Jain, Sanjay; Kankanhalli, Mohan (2025): Hallucination is Inevitable: An Innate Limitation of Large Language Models, 2025, http://arxiv.org/abs/2401.11817 [23.01.2026].

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5 Kommentare zu "Wie Sie Ihre blinden Flecken finden (und die der KI)"

  1. Guten Tag Herr Zehnder
    Fast hätte ich „WOW“ gesagt, als ich ihren so exzellenten, profunden Wochenkommentar über Physiologie und Psychologie in Verbindung mit Pathologie des Sehens, versucht habe, mir zu eigen zu machen.
    Da haben Sie vornrweg jemand gehörig den Wind aus den Segeln genommen, so lässt sich die gähnende Leere in der Kommentarspalte interpretieren.
    Mehr als in ihrer Vorlesung über Anatomie und vor allem über Physiologie sowie Psychologie des Sehens, ja unserer Augen als Link zur allgegenwärtigen KI lässt sich nicht mehr so raumgreifend erwarten.
    Seit den ersten Tagen einer theoretischen und praktischen Ausbildung über Sehhilfen vor fast über 70 Jahren und späteren Tätigkeiten mit deren, hat mich der „Blinde Fleck“ mit all seiner zusammenhängenden Komplexität fasziniert.
    Im Verlaufe eines Alterslebenslaufs hat sich dieser sprichwörtlich, tatsächlich als nicht mehr als zuvorderstes, spezielles Augenmerkmal wahrnehmen lassen.
    Nun mit Ihrer Verbindung zur KI rückt einem nur schon die Funktion einer Netzhaut und deren Verbindung zu den höheren Zentren wieder näher.
    Ihre Versuchsanordnungen den Blinden Fleck zu finden, ruft so manche tolle Erfahrung wach.
    Es würde den Rahmen meines Kommentars und den meiner Fähigkeiten sprengen auf Ihre so grossartig dargelegte Verbindung vom Sehen zur KI einzugehen.
    Es lässt sich mehr als nur einmal über Perspektiven, Fragen und Antworten sowie Kompletärem nach zu denken, faszinierend allewyl versuchen, Ihnen zu folgen.
    Weit weg von Politics, welche wir über diese Woche durch genug davon hatten und auch über Glaubensphilosophien des Lebens, präsentieren Sie uns ein hoch aktuelles Metier weit über das tägliche Ausmass hinaus.
    Es lohnt sich sehr Ihren Wochenkommentar nicht zu verpassen, eine wahre Horizonterweiterung!

    Ruedi Kitzmüller

  2. Guten Tag Herr Zehnder
    Fast hätte ich „WOW“ gesagt, als ich ihren so exzellenten, profunden Wochenkommentar über Physiologie und Psychologie in Verbindung mit Pathologie des Sehens, versucht habe, mir zu eigen zu machen.
    Da haben Sie vornweg jemand gehörig den Wind aus den Segeln genommen, so lässt sich die gähnende Leere in der Kommentarspalte interpretieren.
    Mehr als in ihrer Vorlesung über Anatomie und vor allem über Physiologie sowie Psychologie des Sehens, ja unserer Augen als Link zur allgegenwärtigen KI lässt sich nicht mehr so raumgreifend erwarten.
    Seit den ersten Tagen einer theoretischen und praktischen Ausbildung über Sehhilfen vor fast über 70 Jahren und späteren Tätigkeiten mit deren, hat mich der „Blinde Fleck“ mit all seiner zusammenhängenden Komplexität fasziniert.
    Im Verlaufe eines Alterslebenslaufs hat sich dieser sprichwörtlich, tatsächlich als nicht mehr als zuvorderstes spezielles Augenmerkmal wahrnehmen lassen.
    Nun mit Ihrer Verbindung zur KI rückt einem nur schon die Funktion einer Netzhaut und deren Verbindung zu den höheren Zentren wieder näher.
    Ihre Versuchsanordnungen den Blinden Fleck zu finden, ruft so manche tolle Erfahrung wach.
    Es würde den Rahmen meines Kommentars und den meiner Fähigkeiten sprengen auf Ihre so grossartig dargelegte Verbindung vom Sehen zur KI einzugehen.
    Es lässt sich mehr als nur einmal über Perspektiven, Fragen und Antworten sowie Kompletärem nach zu denken, faszinierend allewyl versuchen, Ihnen zu folgen.
    Weit weg von Politics, welche wir über diese Woche durch genug davon hatten und auch über Glaubensphilosophien des Lebens, präsentieren Sie uns ein hoch aktuelles Metier weit über das tägliche Ausmass hinaus.
    Es lohnt sich sehr Ihren Wochenkommentar nicht zu verpassen, eine wahre Horizonterweiterung!

    Ruedi Kitzmüller

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