Atlas der Umweltmigration

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie heute: Derzeit sind es über 60 Millionen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Konflikten fliehen. Doch das ist vielleicht erst der Anfang. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahrzehnten weitere 200 Millionen Menschen gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen.

Nicht weil Kriege sie vertreiben, sondern weil die Klimakatastrophe sie vertreibt. Die Ursachen sind steigende Meeresspiegel, Waldbrände, Dürre, Wassermangel. Der Atlas der Umweltmigration zeigt mit detaillierten Karten und eindrücklichen Grafiken, wo sich die Situation in den nächsten Jahren zuspitzen wird. Tragisch ist dabei, dass die klimabedingten Umweltkatastrophen in Afrika, Asien und Südamerika oft Bevölkerungen treffen, die zu den ärmsten der Welt gehören, auf Menschen, die sich kaum wehren können. Sie können sich nicht schützen vor dem Meer oder der Dürre. Ihnen bleibt nur die Flucht. Nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats wurden seit 2008 im Durchschnitt bereits über 26 Millionen Menschen pro Jahr zur Flucht vor den Klimafolgen getrieben. Noch fällt das global nicht auf, weil diese Menschen meist innerhalb des Landes flüchten. Es könnte aber bald zur grossen Völkerwanderung kommen. Dieses Buch zeigt eindrücklich und nachvollziehbar, welche geographischen Zonen vom Klimawandel besonders betroffen sind. Die Lektüre verändert den Blick auf die Welt.

Dina Ionesco, Daria Mokhnacheva, François Gemenne: Atlas der Umweltmigration. Oekom Verlag, 176 Seiten, 31.50 Franken; ISBN 978-3-86581-837-9

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783865818379

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Buchtipp zum Wochenkommentar vom 1. September 2017: Mein Gott, welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern?

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