#Sommerklassiker 4: Johanna Spyri und die Stadt

Publiziert am 24. Juli 2026 von Matthias Zehnder

Klassiker in der Literatur sind wie Bilder in einem Museum: einbalsamierte Kunst, überhöht und deshalb still gelegt. Klassiker ärgern niemanden mehr. Schade eigentlich. Als kleine Sommerserie habe ich mir dieses Jahr deshalb vorgenommen, sechs Klassiker mit frischem Blick zu lesen. Heute nehme ich mir Johanna Spyri vor. Ihr «Heidi» hat das Bild der Schweiz geprägt, auch das Bild, das sich die Schweizer von ihrem eigenen Land machen. Längst hat der Mythos Heidi den Roman von Johanna Spyri überlagert, ja mit Kitsch überwuchert. Wer all den bombastischen Ballast, die Serien und Zeichentrickfiguren, die Filme und Hörspiele und die ganze Werbung darum herum zur Seite schiebt, ist überrascht: Der Roman von Johanna Spyri (oder besser: die beiden «Heidi»-Romane) haben es in sich. Ich habe den Originaltext in meinen Sommerferien neu gelesen und gestaunt. «Heidi» ist für uns zum Hohelied der Alpen und des ursprünglichen Lebens in den Bergen erstarrt. Elemente davon kommen zwar im Originaltext vor, mir scheint aber, die zentrale Aussage ist eine ganz andere. In der vierten Folge meiner Sommerserie werfe ich deshalb einen frischen Blick auf «Heidi» von Johanna Spyri. Als interaktive Ergänzung habe ich dazu das «Sommerklassiker: Quiz» kreiert. Da können Sie Ihr eigenes Wissen über alle meine Sommerklassiker testen.

Heidi gehört zur Schweiz wie das Matterhorn, die Alpenrosen und Wilhelm Tell. Schlimmer noch: Heidi ist zur Marke geworden. Es gibt oberhalb von Maienfeld das «Heididorf», samt Heidihaus, Heidi-Alphütte und Heidi-Dorfladen. Da gibt es Heidi-Souvenirs, Heidi-Postkarten und sogar einen Heidi-Sonderstempel. Erreichbar ist das Dorf per Heidi-Bus, und wenn Sie sich nicht persönlich hinbemühen möchten, können Sie sich auch im Onlineshop mit Heidi-Devotionalien eindecken, vom Heidi-Taschenspiegel über den Heidi-Topflappen bis zur Heidi-Swiss-Chocolate. Und wenn Ihnen das nicht genügt, finden Sie in jeder Migros-Filiale Heidi-Milch und Heidi-Butter.

Mit Johanna Spyri und ihrem Heidi hat das alles natürlich herzlich wenig zu tun. All die Markenartikel, Filme, Serien, Animes und Bilder verstellen den Blick auf die Romane. Kehren wir also zum Text von Johanna Spyri zurück. Sie hat 1827 bis 1901 gelebt, die meiste Zeit hat sie in Zürich verbracht. Ihr Mann Bernhard war Stadtschreiber von Zürich, leitete also die städtische Verwaltung. Johanna Spyri war eng befreundet mit Betsy Meyer, der Schwester von Conrad Ferdinand Meyer. 1880 erschien der erste «Heidi»-Band: «Heidis Lehr- und Wanderjahre», ein Jahr später der zweite Band «Heidi kann brauchen, was es gelernt hat».

So haben wir «Heidi» im Kopf

Die Geschichte von Heidi kennen wir alle: Heidis Tante Dete bringt das Waisenmädchen Heidi auf die Alp zum Grossvater, dem Alpöhi. Dete will das Kind loswerden, weil sie eine Stelle in Frankfurt in Aussicht hat. Im Dorf sind die Menschen entsetzt, doch der Alpöhi kümmert sich fürsorglich um Heidi. Sie geht mit dem Geissenpeter und den beiden Geissen des Grossvaters, dem Bärli und dem Schwänli, auf die Weide und sie liebt das Rauschen der Tannen, die Felsen und das Alpenglühen.

Einige Jahre später taucht die Dete wieder auf und nimmt das Mädchen mit nach Frankfurt am Main. Da soll Heidi der gelähmten Klara im Hause Sesemann Gesellschaft leisten. Klara freut sich über Heidi, Fräulein Rottenmeier, die Hausdame, ist entsetzt. Heidi vermisst in der Grossstadt die Alp und hat Heimweh. Auch die kluge Grossmutter Sesemann kann daran nichts ändern. Als Heidi krank wird und zu schlafwandeln beginnt, schreitet Dr. Classen, der Arzt der Familie, ein und schickt Heidi heim. Auf der Alp wird sie wieder glücklich und gesund. Als Klara Heidi besucht, trinkt sie viel Geissenmilch und lernt wieder laufen.

Heidi ist in unserem kollektiven Gedächtnis also als Hohelied auf die Alpen und das ursprüngliche Leben der Bergler verankert. Frankfurt, die Stadt aus Stein, macht das Alpenkind krank. Die Alpenluft heilt es wieder und lässt sogar Klara genesen. Ende gut, alles in Butter, und wenn Heidi und Geissenpeter nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute! Bloss leider falsch, oder mindestens unvollständig.

Heidi als Parzival-Erzählung

Mich hat «Heidi» bei der erneuten Lektüre an «Parzival» erinnert. Auf den ersten Blick haben der mittelalterliche Gralsritter und das Schweizer Alpenmädchen nichts miteinander zu tun. Auf die Idee gebracht hat mich die Naivität von Heidi: Sie hat mich an das Motiv des tumben Toren erinnert. Ich habe deshalb «Heidi» als Entwicklungsroman gelesen und gemerkt, dass die Geschichte von Johanna Spyri eine moderne Parzival-Erzählung ist. Schauen wir uns das genauer an.

Parzival entwickelt sich bei Wolfram von Eschenbach in fünf Schritten: Isolation, Auszug, Krise und Lehrstück, Heimkehr, Erlösung.

  1. Die Isolation: Herzeloyde, die Mutter von Parzival, zieht sich mit dem Kind Parzival in den Wald von Soltane zurück, um ihn vor den Gefahren der höfischen Welt zu schützen. Parzival wächst naturverbunden, unschuldig und völlig unwissend auf.
  2. Der Auszug des «tumben Tors»: Parzival zieht aus, um den Artushof zu finden. Seine Mutter gibt ihm ein Narrenkleid. Parzival ist naiv und weiss sich nicht zu benehmen. Das führt zu Leid und Unordnung.
  3. Krise und Lehrstück: Gurnemanz lehrt ihn die höfischen Regeln, Parzival wendet sie aber wörtlich an. Auf der Gralsburg will er nicht neugierig scheinen und fragt deshalb Anfortas nicht, woran er leidet. Das stürzt Parzival in eine tiefe Krise.
  4. Heimkehr: Nach langer Wanderung und vielen Lehrjahren kehrt Parzival zurück zur Gralsburg und stellt endlich die Mitleidsfrage «Oheim, was wirret dir?».
  5. Erlösung: Damit erlöst Parzival den kranken Gralskönig Anfortas und das Land.

Genau diese fünf Schritte finden wir auch bei «Heidi» von Johanna Spyri.

1) Die Isolation: Heidi wird von Dete zum Alpöhi in die Berge gebracht. Heidi wächst in und mit der Natur auf, aber ohne Bildung: Sie geht nicht zur Schule. Wie Parzival ist sie unschuldig, unverbildet und naiv gegenüber gesellschaftlichen Konventionen. Wie Herzeloyde will der Alpöhi das Kind vor der Gesellschaft schützen. Als der Pfarrer aus dem Dorf ihn besucht, sagt er ihm das auch:

«Das Kind hätte schon vor dem Jahr und noch sicherer diesen Winter die Schule besuchen sollen», sagte nun der Herr Pfarrer; «der Lehrer hat Euch mahnen lassen, Ihr habt keine Antwort darauf gegeben; was habt Ihr mit dem Kind im Sinn, Nachbar?» «Ich habe im Sinn, es nicht in die Schule zu schicken», war die Antwort. Verwundert schaute der Herr Pfarrer auf den Alten, der mit gekreuzten Armen auf seiner Bank saß und gar nicht nachgiebig aussah. «Was wollt Ihr aus dem Kinde machen?», fragte jetzt der Herr Pfarrer. «Nichts, es wächst und gedeiht mit den Geißen und den Vögeln; bei denen ist es ihm wohl und es lernt nichts Böses von ihnen.»
— Johanna Spyri: «Heidis Lehr- und Wanderjahre»

2) Der Auszug: Dete verschleppt Heidi nach Frankfurt ins Haus Sesemann. Das bürgerliche Frankfurt ist Heidis «Artushof»: eine Welt mit strenger Etikette, repräsentiert durch das Fräulein Rottenmeier. Heidi agiert hier wie der klassische tumbe Tor: Sie kennt die Regeln nicht, nimmt alle Anweisungen wörtlich und bringt damit und mit ihrer naiven Neugier das starre System völlig durcheinander.

3) Krise und Lehrstück: In Frankfurt erleidet Heidi genau wie Parzival eine tiefe Identitätskrise durch die Entfremdung von ihrer wahren Natur. Sie wird systematisch «gezähmt», Fräulein Rottenmeier verbietet ihr sogar das Heimweh und das Weinen. Dank Grossmutter Sesemann lernt Heidi in Frankfurt aber auch lesen und lernt die biblischen Geschichten kennen. Eine Schlüsselrolle spielt die Geschichte vom verlorenen Sohn. Weil Heidi dabei den ganzen Schmerz unterdrückt, beginnt sie zu schlafwandeln. Wie Parzival wird Heidi also von grosser seelischer Not gepackt.

So ging eine lange Zeit dahin. Heidi wusste gar nie, ob es Sommer oder Winter sei, denn die Mauern und Fenster, die es aus allen Fenstern des Hauses Sesemann erblickte, sahen immer gleich aus, und hinaus kam es nur, wenn es Klara besonders gut ging und eine Ausfahrt im Wagen mit ihr gemacht werden konnte, die aber immer sehr kurz war, denn Klara konnte nicht vertragen, lang zu fahren.
— Johanna Spyri: «Heidis Lehr- und Wanderjahre»

4) Heimkehr: Die Not führt zur Krise, also zum Wendepunkt. Der Arzt der Familie Sesemann entdeckt das Schlafwandeln und ordnet an, dass das Kind sofort nach Hause gebracht wird. Diener Sebastian bringt es zurück in die Berge.

5) Erlösung: Heidi wendet zu Hause an, was es in Frankfurt gelernt hat. Das führt, wie bei Parzival, zur Erlösung. Und zwar gleich dreifach:

  • Heidi erlöst den Alpöhi: Er ist der verbitterte, innerlich kranke alte Mann, der sich von der Dorfgemeinschaft und von Gott abgewendet hat. Heidi erlöst ihn mit der Geschichte vom verlorenen Sohn, die sie in Frankfurt gelernt hat.
  • Heidi erlöst Dr. Classen: Der Arzt besucht die Alp und ist sehr traurig, weil er Frau und Tochter verloren hat. Heidi rezitiert ihm ein Lied, das sie der Grossmutter von Peter immer vorlesen muss: «Befiehl du deine Wege» von Paul Gerhardt. Dr. Classen hat das Lied immer von seiner Mutter gehört. Es ermöglicht ihm, Schmerz und Bitterkeit abzulegen.
  • Heidi erlöst Klara: Die Tochter der Familie Sesemann kann nicht laufen und ist an den Rollstuhl gefesselt. Als der Geissenpeter den Rollstuhl aus Eifersucht auf Klara in die Schlucht stösst, lernt Klara mit Heidi wieder laufen.

Im kollektiven Gedächtnis der Schweiz ist «Heidi» als Alpenmythos abgespeichert: Das arme Kind wird aus dem Paradies der Alpen vertrieben und muss in die Stadt ziehen. Da stirbt es fast, darf aber zum Glück wieder ins Paradies zurückkehren. Also, liebe Schweizerinnen und Schweizer: Hütet Euch vor den Städten, die machen Euch krank.

Bildung in der Stadt als Schlüsselelement

Doch diese Lesart greift viel zu kurz. Ohne Bildung (und zeittypische religiöse Unterweisung) in der Stadt könnte Heidi weder den Alpöhi, noch den Doktor oder Klara erlösen. Das Kind leidet zwar in Frankfurt, lernt aber auch Entscheidendes für das Leben. Ohne Frankfurt, keine Bildung. Erinnern Sie sich an den Originaltitel des ersten Heidi-Romans? Johanna Spyri spricht keineswegs von der Vertreibung aus dem Paradies oder dem Leiden in der Stadt, sie hat ihrem Roman einen Titel gegeben, der genau dieses Lern-Erlebnis ins Zentrum stellt: «Heidis Lehr- und Wanderjahre» ist eine Anspielung auf den fast gleichnamigen Bildungsroman von Johann Wolfgang Goethe über Wilhelm Meister.

Die Stadt ist also für Johanna Spyri nicht Feindbild, sondern im Gegenteil als Ort der Bildung unverzichtbarer Teil der Entwicklungsgeschichte von Heidi. Was meinen Sie zu dieser Lesart von «Heidi»? Schaffen Sie es, die originale Geschichte unter all dem Kitsch, der das «Heidi» überlagert, neu zu lesen? Und was bedeutet diese Lesart für das heutige Verhältnis von Stadt und Land?

Damit Sie sich noch etwas mehr mit Johanna Spyri und ihrer Welt beschäftigen können, habe ich Ihnen mein Sommerklassiker-Quiz gebaut: Testen Sie Ihr Klassiker-Wissen hier:

Die Auflösung samt Erklärung erhalten Sie am Schluss. Dazu gehört auch eine Bewertung, je nachdem, wie viele Punkte Sie schaffen: Hase, Löwe, Fuchs oder Elefant – welche Wertung schaffen Sie?

Basel, 24.07.2026, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch

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Quellen:

Bild: Johanna Spyri (1827 bis 1901) hat die meiste Zeit in der Stadt Zürich gelebt. Ihre «Heidi»-Romane hat sie erst ab 1880 veröffentlicht und als Bildungsromane verstanden.. (mz/kreiert mit KI, basierend auf einer Fotografie von Johannes Ganz, etwa 1870, Zentralbibliothek Zürich)
Spyri, Johanna; Ungerer, Tomi (2013): Heidi kann brauchen, was es gelernt hat, Zürich 2013.
Spyri, Johanna; Ungerer, Tomi (2024): Heidi: Lehr- und Wanderjahre, Zürich 2024.
Eschenbach, Wolfram von (2010): Parzival, Ditzingen 2010 Reclams Universalbibliothek 3682.
Befiehl du deine Wege – VELKD, https://www.velkd.de/schwerpunkte/liturgie/kirchenmusik/paul-gerhardt/lieder-von-paul-gerhardt/befiehl-du-deine-wege/ [22.07.2026].


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Ein Kommentar zu "#Sommerklassiker 4: Johanna Spyri und die Stadt"

  1. Freue mich, das nun endlich mal eine Frau thematisiert wird. Schöne Erkenntnisse und Aufzählungen. Doch der letzte Satz über das Verhältnis von Stadt und Land im Heute irritiert.
    Ich sehe täglich Stadt UND Land. Es sind immer wie mehr Welten, Planeten. Viele Junge (Singles) leben in der Stadt, gründen sie dann Familie geht es wieder raus auf Land (oft auch zu Herkunftsfamilie, deren Haus oder deren Stück Bauland). Gründe sind oft „die Schule“ (man ist ja für Multikulti – aber bitte nicht in der eigenen Klasse. Begreiflich, die Lernfortschritte sind bei einem dt. – sprechenden Kinde pro Klassenzug nicht die selben wie z.B. in Biel-Benken, wo 90% der Kids schon in der 1. Prim lesen und schreiben können), „das Grün“, oder die „allg. Ruhe und Ordnung“ sind weitere Gründe und Renner.
    Extrem: Ist in einer Spreckgürtel-Gemeinde ein gelber Post-Briefkasten versprayt, schafft dieser es sofort ins Gemeindeblatt (BiBo). Riesenaufreger und warum die Post dies nicht säubere. (Die Post säubert max. 1 x pro Jahr ihre Briefkästen). In den Städten ist man froh ob all den Stickers, Sprays, Markers dass man den Post-Briefkasten überhaupt noch erkennen kann, so voll vandalisiert ist er (Wiesenplatz, nähe „Zack“-„Kultur“-Räumen…..). Im Gemeindeblättli wird regelmässig darauf hingewiesen, wie das Altpapier zu bündeln sei, und wann es hingestellt werden sollte…… In der Stadt liegt ein Haufen Karton, Taschen und Papier im Eck – die Stadtreinigung und -Abfuhr richtet es mit Steuer-Mehr-Aufwand. Abfallsäcke werden schon 3 Tage vorher rausgestellt, aufgebissen von Hunden und anderen Tieren. In Dörfern würde dieses Handeln zu Ausschluss der Dorfgemeinschaft führen. Überhaupt, in den Städten wie Basel wird immer alles illegal entsorgt. Immer. Rund um die Uhr. Früher noch die Mühe gemacht + ein „Gratis – zum Mitnehmen“-Schild gesichtet, heute wirft man es einfach auf die Strasse. Beispiel: Ryffstasse, Jungstrasse, Fatiostrasse. Gebrauchte WC-Deckel (mit Sprung), Möbel, Taschen, Schuhe – einfach alles steht draussen und wird spätestens in einer Woche wundersam entsorgt sein…. (Stadtreinigungs-Tour, schon lange wird nicht mehr nach dem Täter gesucht, bei diesen Mengen). Erst letzthin, der Gipfel, sah ich auf einem Vorgartenmäuerchen ein Apothekerkasten. Vergilbt, mit Riss. Darin befanden sich noch viele Aspirin-Schachteln. Mein Gott, wenn das einem Kind in die Hände gefallen wäre. Ich hab die Tabletten dann mitgenommen….. Keine Verantwortung, kein Respekt, kein gar-nichts-mehr in den Städten. Frevelhaftes, strafbares Handeln (doch die Stwa – BS ist 2 Jahre hintendrein – politisch gewollt – und lässt die kleinen Fälle springen / Erst ab 300 Fr. – Diebstahlsdeliktsumme kann der Detailhandel die Polizei auffordern, vorher müsse diese „Bagatelle“ ohne Polizeipräsenz geregelt werden…… Jetzt rechne den Schaden eines Ladenbesitzers, wenn mehrmals täglich 300 Fr abhanden kommen – und nichts geschieht – ebenfalls eine Quelle für die vielen Leerstände in der City und die Verödung und Verslumung unserer Gammelstädte (schweizweit – oder im hiesigen Falle jetzt an Basel skizziert…..)
    Das Gegenteil (es ist zugespitzt, aber wahr): Auf dem Land Anstand, Ordnung und Sauberkeit. Spiegelt sich auch im Wahl- und Abstimmugnsverhalten klar raus.
    Nun ist jedem selbst überlassen wo er sein Erdendasein fristen will. Die Unterschiede könnten grösser nicht sein. Universen, Galaxien trennen die Räume. Und Verständnis füreinander ist abhandengekommen. Diese Entwicklung ist scheusslich – doch es zeichnet sich keine Wende ab….
    Ja – manchmal wünscht man sich in die Spiri Zeit zurück, egal auch wenn es „Kitsch“ ist…..

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