Video-Buchtipp

Engadiner Hochjagd. Ein Mord für Massimo Capaul

Publiziert am 28. Juli 2020 von Matthias Zehnder

Hier gibt es die ausführliche Fassung dieses Buchtipps auf Youtube:

Massimo Capaul ist 33 Jahre alt und Polizist im Engadin, auf dem Posten in Samedan. Capaul ist neu. Neu im Engadin und neu bei der Polizei. Das heisst: Eigentlich arbeitet er schon im dritten Krimi im Engadin, aber im letzten Roman wurde er kurz nach seiner Anstellung suspendiert. Auf Zusehen hin und mit Probezeit stellt Polizeioffizier Gisler Capaul wieder ein. Er soll bei einem Felssturz helfen. Seine Anweisung: «Sie werden dabei nicht denken, Capaul, nur zupacken. Das Denken überlassen Sie Ihren erfahrenen Kollegen!» Natürlich hält sich Capaul nicht daran und gerät in eine alte Oberengadiner Geschichte. Vier Männer sind darin verwickelt. Drei von ihnen sind bald tot. Ausgangspunkt ist eine Engadiner Hochjagd, also eine Jagd auf Rehe und Hirsche. Doch die Jäger sind bald selbst die Gejagten.

Gian Maria Calonder alias Tim Krohn ist mit dem dritten Fall für den Engadiner Polizisten Massimo Capaul ein athmosphärisch dichter Krimi gelungen. Die knorrigen Engadiner wachsen einem rasch ans Herz. Auch die Bösen. Wobei: So richtig böse Menschen gibt es in dem Krimi nicht. Alle Menschen handeln so, wie sie handeln, weil sie eigentlich nicht anders können. Das Buch lässt sich damit nicht nur als Geschichte über das Engadin lesen, sondern als Geschichte über die ganze Schweiz. «Engadiner Hochjagd» von Gian Maria Calonder ist deshalb mein Buch der Woche.

Gian Maria Calonder: Engadiner Hochjagd. Ein Mord für Massimo Capaul. Kampa Verlag, 192 Seiten, 20.90 Franken; ISBN 978-3-311-12015-5

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783311120155

Basel, 28. Juli  2020, Matthias Zehnder

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