Schlagwort-Archive: SRG

Die Sache mit der Wahrheit

Heute müssen wir über die Wahrheit sprechen. Denn die Wahrheit scheint langsam aber sicher über Bord zu gehen. Immer häufiger kommt es nicht darauf an, was wahr ist, sondern welche Sicht sich durchsetzt. Sind wir tatsächlich im postfaktischen Zeitalter angekommen? Oder setzen sich bloss Einzelinteressen schamloser durch? So oder so haben wir in unserer Demokratie ein Problem, wenn wir keinen Boden aus Fakten mehr haben, auf dem wir diskutieren können, wenn also die Wahrheit nur noch Verhandlungssache ist.

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Märchenstunde mit NoBillag-Initianten im «Medienclub»

Im Medienclub auf SRF haben Initianten/Befürworter und Gegner der NoBillag-Initiative miteinander darüber diskutiert, wie die Schweiz nach einer Annahme der NoBillag-Initiative aussehen würde. Dabei fällt auf, dass die Befürworter die ökonomischen Folgen der Initiative kleinreden und die Freiheit von Medien und Markt als alleinseeligmachendes Ziel verkünden. Ich habe mir die Sendung genauer angesehen. Sie finden hier die sieben dreistesten Behauptungen der Befürworter, nüchtern analysiert.

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Die «Republik» ist da. Grund zum Jubeln?

Am Sonntag ist die «Republik» endlich online gegangen. Endlich, weil seit Monaten auf allen Kanälen in den höchsten Tönen vom Medien-Start-up die Rede ist. Im Frühjahr 2017 hat das «Project R» die erfolgreichste Crowdfunding-Kampagne aller Zeiten hingelegt. Mit Hilfe von 3000 Vorab-Abonnenten wollten die Initianten rund um Constantin Seibt und Christof Moser 750’000 Franken aufnehmen – dieses Ziel war bereits am ersten Tag erreicht. Am Ende der Sammelfrist hatten sich fast 14’000 Interessenten eingeschrieben und der Plattform vorab sagenhafte 3,4 Millionen Franken überwiesen. Laut Branchendienst Persoenlich.com hat die «Republik» bis zum Start über 1000 weitere Abonnenten gewonnen und zählt heute über 15’500 «Verlegerinnen und Verleger», wie das Projekt seine Abonnenten nennt. Zusammen mit dem Geld von Investoren hat das Projekt jetzt 7,7 Millionen Franken zur Verfügung. Die Finanzierung sei damit für zwei Jahre gesichert.

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NoBillag-Initiative: Die sieben Illusionen des Gewerbeverbands

Der Schweizerische Gewerbeverband hat heute in Bern seinen «Plan B» vorgestellt und gezeigt, wie er sich die SRG nach einer allfälligen Annahme der NoBillag-Initiative vorstellt. Der Verband behauptet, die SRG könne die benötigte Milliarde locker über Abo-Gebühren, Pay-TV und Werbung einspielen. Doch der Verband verkauft das Fell des Bären dabei gleich dreimal.

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Das Ende des Glaubens an den freien Markt

Wer sich nicht gerade mit Wirtschaftstheorien beschäftigt, für den ist klar: Staat und Markt sind Gegensätze. Johann Baier zeichnet in diesem kleinen Buch über Wirtschaftstheorien die Geschichte der Wirtschaftspolitik nach. Ausgangspunkt ist die neoliberale Wende der 80er Jahre.

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Wie «staatlich» zum Schimpfwort wurde

Heute müssen wir über den Staat sprechen. Oder besser: Über seine Verunglimpfung. Denn das Wort «staatlich» ist zum Schimpfwort geworden. Wer eine Firma als «Staatsfirma» bezeichnet, meint das böse. Die NoBillag-Initianten zum Beispiel beschimpfen die SRG als «Staatssender». Wie zum Henker konnte «Staat» zum Schimpfwort werden? Darauf gibt es nur eine Antwort.

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Die sieben Märchen des Hans-Ulrich Bigler

Die «Nordwestschweiz» hat mit Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und FDP-Nationalrat, ein Interview über die NoBillag-Initiative geführt. Bigler und sein Verband befürworten die Initiative und damit die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz. Bigler behauptet im Interview, die SRG könne ohne Radio- und Fernsehgebühren überleben, ja, sie sei dann sogar unabhängiger. Im Interview (Wortlaut hier: https://www.bzbasel.ch/schweiz/gewerbeverbands-chef-bigler-srg-weigerung-fuer-plan-b-ist-erpressung-des-volkes-132057688 ) gibt er unwidersprochen Antworten, die so fern jeder medienökonomischer Realität sind, dass ich Bigler auf diesem Weg widerspreche. Sie finden deshalb hier die sieben Märchen des Hans-Ulrich Bigler und meine Antworten darauf.

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Der bürgerliche Brandstifter

Nach dem grossen Sturm rund um seinen Leitartikel am Samstag in der NZZ «Die Schweiz braucht keine Staatsmedien» hat NZZ-Chefredaktor Eric Gujer heute im Branchendienst Persoenlich.com nachgelegt in einem Interview. Unter dem Titel «Freie Medien benötigen die Freiheit von Staatseinfluss» hält Persoenlich.com-Chef Matthias Ackeret Gujer das Mikrofon hin. Und Gujer setzt sein gefährliches Spiel fort.

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Viel Echo auf die Gujer-Replik

Meine Replik in zehn Punkten auf den Leitartikel von Eric Gujer am letzten Samstag in der NZZ hat gewaltiges Echo ausgelöst. Hier ein paar Beispiele:

Watson-Gründer Hansi Voigt gratuliert per Twitter zu zehn Auswärtstoren (Danke, Hansi):

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Replik auf Eric Gujers Kommentar in der NZZ: «Die Schweiz braucht keine Staatsmedien»

NZZ-Chefredaktor Eric Gujer greift in der NZZ zum verbalen Zweihänder und drischt polemisch auf die SRG ein. Ich habe seinen Kommentar in zehn Vorwürfe zerlegt, die ich im Folgenden beantworte. Die Vorwürfe sind verkürzte, wörtliche Zitate aus seinem Kommentar, der Wortlaut findet sich hier: https://www.nzz.ch/meinung/die-schweiz-braucht-keine-staatsmedien-ld.1339261

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