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Es ist offiziell: «es ist offiziell» ist die dümmste Floskel. Ever.

Sie kennen die Einleitung sicher: «Jetzt ist es offiziell», melden Zeitungen gerne, um der folgenden Nachricht mehr Gewicht (und mehr Glaubwürdigkeit) zu verleihen. Jetzt ist es offiziell: Ab Mitte April buhlen 22 Männer um die Basler Bachelorette Adela Smajic meldet zum Beispiel die bzBasel. Die Aargauer Zeitung schreibt: Jetzt offiziell: Nancy Holten ist Schweizerin Das deutsche Nachrichtenmagazin Focus freut sich: Jetzt ist es offiziell: „Ghost“ wird das neue Musical in Hamburg und Nau.ch meldet erleichtert: Jetzt ists offiziell: Bachelor Joel und Ludmilla sind kein Paar Ich meine, es ist offiziell: «Es ist offiziell» ist die dümmste Floskel, die ein Medium verwenden kann und ich sage Ihnen auch, warum das so ist.

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Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur.

Je aggressiver die neoliberale Politik und Wirtschaft, desto zartfühlender wird die Sprache der Politik. Das ist, kurz gesagt, die These von Robert Pfaller, Professor für Kulturwissenschaften und Kulturtheorie an der Kunstuniversität Linz. Klagen über Political Correctness hört man meist von Rechts. Pfaller geht es um etwas anderes: Ihm geht es um die Sprache der Mächtigen.

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Warum es die politische Korrektheit doch braucht

«Politische Korrektheit» ist das Schimpfwort der Stunde. In Amerika ist Donald Trump als eine Art Ritter Georg gegen den Drachen der political correctness angetreten. In der Schweiz stilisiert sich Roger Köppel als Befreier von Denkkorsetten. Doch ist das wirklich so? Ist es nicht im Gegenteil so, dass die selbsternannten Ritter eigentlich die Drachen sind, die Anstand und Rücksicht niederwalzen? Lesen Sie selbst, warum es die politische Korrektheit doch braucht.

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