Archiv der Kategorie: Journalismus

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand:
«Wir brauchen wieder mehr ‹Idée Suisse› bei der SRG»

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand wehrt sich dagegen, dass rechte Politiker und die Verleger der SRG das Internet verbauen wollen. Er möchte in der Schweiz eine Art Netflix für die Inhalte aller SRG-Sender aufbauen. Wichtig sei, dass alle Gebührenzahler auf einer Plattform auf die Inhalte aller SRG-Sender Zugriff hätten. Es müsse wieder klar sein, dass alle SRG-Einheiten gemeinsam für die ganze Schweiz arbeiten. Er sagt deshalb im Interview mit MatthiasZehnder.ch: «Wir brauchen wieder mehr ‹Idée Suisse› bei der SRG».

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Es ist offiziell: «es ist offiziell» ist die dümmste Floskel. Ever.

Sie kennen die Einleitung sicher: «Jetzt ist es offiziell», melden Zeitungen gerne, um der folgenden Nachricht mehr Gewicht (und mehr Glaubwürdigkeit) zu verleihen. Jetzt ist es offiziell: Ab Mitte April buhlen 22 Männer um die Basler Bachelorette Adela Smajic meldet zum Beispiel die bzBasel. Die Aargauer Zeitung schreibt: Jetzt offiziell: Nancy Holten ist Schweizerin Das deutsche Nachrichtenmagazin Focus freut sich: Jetzt ist es offiziell: „Ghost“ wird das neue Musical in Hamburg und Nau.ch meldet erleichtert: Jetzt ists offiziell: Bachelor Joel und Ludmilla sind kein Paar Ich meine, es ist offiziell: «Es ist offiziell» ist die dümmste Floskel, die ein Medium verwenden kann und ich sage Ihnen auch, warum das so ist.

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Die «Aufmerksamkeitsfalle» in «10vor10» auf SRF

«Fördern die Medien Populismus?» fragt «10vor10» und weiter: «Sie poltern und wettern gegen «die da oben»: Populismus – ein Phänomen im Auftrieb. Nach Trump in den USA sind auch in Europa populistische Politiker auf die Bühne getreten. Wie entsteht Populismus? Ein neues Buch sagt, die Medien seien schuld. «10vor10» hinterfragt die These.»

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Zu Gast im «Medienclub»

medienclub

Am Dienstag, 29.11.2016, war ich zu Gast im «Medienclub» auf SRF. Zusammen mit Matthias Ackeret, Chefredaktor «Persönlich» und Moderator Blocher-TV, Michèle Binswanger, Journalistin «Tages Anzeiger» und Michael Hermann, Politikwissenschaftler, haben wir unter der Leitung von Franz Fischlin über die Rolle der Medien bei der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten diskutiert.

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Aufmerksamkeit kontra Vertrauen

Nach dem Suizid von Swisscom-Chef Carsten Schloter wusste eine ganze Reihe von Journalisten sofort, warum Schloter sich umgebracht hatte: Burnout. Allenthalben tauchten Zitate aus Interviews auf, die beweisen sollten, dass der Swisscom-Chef nicht mehr weiter wusste und ausgebrannt war. Freihändig stellten Medien die Diagnose Burnout, suchten die Ursache im sich beständig schneller drehenden Wirtschaftsleben und setzten die Verben dazu nicht einmal in den Konjunktiv. Dazu gab es Interviews mit Spezialisten zu Depression und Managerkrankheiten wie dieses hier. Heute ist bekannt geworden, dass Schloter einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Offenbar hat er die Trennung von seinen Kindern nicht verdaut. Die Ursache für den Suizid (wenn es den eine einzige Ursache gibt) scheint eher im Privatleben zu suchen zu sein.

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Was zählt, sind Daten. Nicht Smartphone, Tablet & Co.

„Zwei Drittel der Weltbevölkerung haben immer mobile Endgeräte in Reichweite. Der durchschnittliche Anwender nutzt es 150 mal am Tag. Diese Zahlen sprechen Bände über die Bedeutung mobiler Technologien auf einem smarten Planeten. Dabei geht es in erster Linie gar nicht um Endgeräte. Sondern um Daten.“

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