Heinrich Böll

Heinrich Böll war für viele Deutsche ein Stachel im Fleisch: Er lehnte die deutsche Nachkriegsordnung ab, blieb Zeit seines Lebens sozialkritisch und hellwach – und er war 1972 der erste Literaturnobelpreisträger der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zeitlebens hat er sich mit dem Krieg und dem Militarismus beschäftigt – für die einen war er deshalb eine moralische Instanz, für die anderen ein Staatsfeind. Am 21. Dezember wäre 2017 Böll hundert Jahre alt geworden. Jetzt hat Jochen Schubert eine neue Böll-Biografie vorlegelegt. Schubert arbeitet für die Heinrich-Böll-Stiftung und ist Mitherausgeber einer Werk-Reihe Bölls. Als erster Biograf hatte er uneingeschränkten Zugriff auf den Nachlass von Böll. In seiner Biografie portraitiert er Heinrich Böll als engagierten intellektuellen und stetig suchenden Künstler. Mit dem Buch taucht der Leser ein ins Nachkriegsdeutschland und damit in eine Gesellschaft, die den Nationalsozialismus mehr schlecht als recht abgestreift hat. Eine spannende Lektüre – gerade heute, gerade jetzt.

Jochen Schubert: Heinrich Böll. Theiss Verlag, 340 Seiten, 42.90 Franken; ISBN 978-3-8062-3616-3

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783806236163

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Buchtipp zum Wochenkommentar vom 9.2.2018: Was die Schweiz im Innersten zusammenhält

Eine Übersicht über sämtliche Buchtipps des vergangenen Jahres samt Link auf den zugehörigen Wochenkommentar finden Sie hier:

https://www.matthiaszehnder.ch/buchtipp/jahresuebersicht-buchtipps-2017/

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