Buchtipp

Das Internet muss weg. Eine Abrechnung

Publiziert am 13. März 2018 von Matthias Zehnder

Dass Offliner über das Internet wettern, kommt in den besten Familien vor. Aber dass ein bekannter Blogger sagt, das Internet müsse weg, das ist speziell. Auch wenn es sich beim Blogger um den deutschen Netz-Comedian Schlecky Silberstein handelt. Ein Jahr lang hat Silberstein damit verbracht, den Spuren auf den Grund zu gehen, warum das Internet fast alle Lebensbereiche einer vernetzten Gesellschaft negativ beeinflusst.

Das Ergebnis, schreibt er, sei so klar wie frustrierend: «Die aktuelle Version des Internets ist die grösste Verarschungsmaschine aller Zeiten.» Um zu erklären, was falsch läuft, hat sich Silberstein dem Geld an die Fersen geheftet. So zeigt er, wer auf welche Weise mit Daten Geld verdient. Man müsse sich Facebook und Google wie Plantagen-Besitzer vorstellen, die ihre Nutzer mit Interaktionsanreizen füttern, damit sie Daten abwerfen, die an echte Kunden verkauft würden. Daten sind das Gold des Internets. Daten – und Reichweite. Deshalb verwandeln sich Medien im Netz zu boulevardesken Quotenmaschinen. Das bildet den Nährboden für FakeNews und Hate Speech. Es ist ein düsteres Bild, das Silberstein vom Internet entwirft. Aber ein glaubwürdiges. Lesen Sie das Buch nicht, wenn Sie das Internet weiterhin sorglos nutzen wollen!

Schlecky Silberstein: Das Internet muss weg. Eine Abrechnung. Knaus, 272 Seiten, 23.90 Franken; ISBN 978-3-8135-0794-2

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783813507942

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Buchtipp zum Wochenkommentar vom 9.3.2018: Der Gulliver-Komplex: Warum die Schweiz sich schwer tut mit Grösse

Eine Übersicht über sämtliche Buchtipps des vergangenen Jahres samt Link auf den zugehörigen Wochenkommentar finden Sie hier:

https://www.matthiaszehnder.ch/buchtipp/jahresuebersicht-buchtipps-2017/