Das Ende des Glaubens an den freien Markt

Wer sich nicht gerade mit Wirtschaftstheorien beschäftigt, für den ist klar: Staat und Markt sind Gegensätze. Johann Baier zeichnet in diesem kleinen Buch über Wirtschaftstheorien die Geschichte der Wirtschaftspolitik nach. Ausgangspunkt ist die neoliberale Wende der 80er Jahre.

Er erklärt, was vorher war und was Margaret Thatcher und Ronald Reagan veränderten. Er zeigt, wie der Neoliberalismus zur Finanzkrise von 2008 führte, zu wachsender, sozialer Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stagnation in vielen Regionen. Wie soll es weitergehen? Aufgrund der Wirtschaftsgeschichte, also den Erfahrungen mit wirtschaftspolitischen Strategien in der Vergangenheit, zieht Baier Schlussfolgerungen für die Zukunft. Es stellt sich die Frage, welches wirtschaftspolitische Konzept unsere Zukunft prägen soll: Fortsetzung des Neoliberalismus, nationalistischer Staatsinterventionismus oder sozialökologische Reformpolitik? Baier beantwortet diese Frage in zwei Schritten: Mit einem historischen Rückblick über die wirtschaftspolitischen Epochen und drei möglichen Szenarien für die Zukunft: Fortsetzung des Neoliberalismus, nationalistischer Staatsinterventionismus  und eine nachfrageorientierte, sozial-ökologischen Reformpolitik. Baier kommt zum Schluss, dass wir eine aktive, gesellschaftliche Steuerung der Marktwirtschaft brauchen– und zwar nicht nur in der Ersten, sondern auch in der Dritten Welt. Höchst lesenswert

Johann Baier: Das Ende des Glaubens an den freien Markt. Lehren aus der Wirtschaftsgeschichte: Warum wir eine sozial-ökologische Wirtschaftswende brauchen. Verlag Twentysix, 168 Seiten, 11.90 Franken; ISBN 978-3-7407-3054-3

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783740730543/

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Buchtipp zum Wochenkommentar vom 5.1.2018: Wie «staatlich» zum Schimpfwort wurde

Eine Übersicht über sämtliche Buchtipps des vergangenen Jahres samt Link auf den zugehörigen Wochenkommentar finden Sie hier:

https://www.matthiaszehnder.ch/buchtipp/jahresuebersicht-buchtipps-2017/

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Ein Kommentar zu Das Ende des Glaubens an den freien Markt

  1. Ueli Keller sagt:

    Die Kunst ist es, zu wissen, wie eine sozial-ökologische Wirtschaftswende (keine Reform sondern ein Paradigmawechsel!) zu schaffen ist, und es auch zu tun. Was übrigens auch für andere Bereiche wie beispielsweise das Bauen, die Bildung und den Verkehr gilt.

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