Monatsarchive: August 2018

Google: Einfluss ohne Verantwortung

Nächste Woche wird Google Inc. 20 Jahre alt. In den letzten Jahren hat sich Google von der fröhlich-bunten Suchmaschine zum Internet-Riesen gewandelt, zu einer der mächtigsten Firmen der Welt, die von immer mehr Menschen als gefährlich betrachtet wird. Ich habe mich in den letzten  20 Jahren publizistisch und wissenschaftlich immer wieder mit Google beschäftigt. Ich persönlich nutze Google intensiv und sehe die Rolle, die Google spielt, dennoch sehr kritisch. Zum Geburtstag deshalb fünf Fragen (und Antworten) zu Google.

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Berichterstattung über Medien ohne Groupie-Perspektive

Wie ich widerwillig ein neues Wort entdeckt und begonnen habe, meinen eigenen Umgang mit Sozialen Medien zu hinterfragen.

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Faschismus. Eine Warnung

Bücher von Alt-Politikern sind oft zum Gähnen: Selbstbeweihräucherung aus dem sicheren Lehnstuhl. Dieses Buch ist ganz anders. Madeleine Albright war von 1997 bis 2001 und als erste Frau Aussenministerin der USA. Geboren wurde sie 1937 in Tschechien. Sie hat am eigenen Leib den Faschismus (und später auch den Kommunismus) erlebt.

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Replik auf Peter Wanners Kommentar zu Medienförderung und SRG in der NZZ

AZ-Verleger Peter Wanner kommentiert auf der Meinungsseite der heutigen NZZ ausführlich den Entwurf des Bundes zum neuen Bundesgesetz über elektronische Medien. Was heisst kommentiert – Wanner stampft den Entwurf in Grund und Boden. Er schreibt, als ginge es ihm um die Schweiz und das Mediensystem, dabei verteidigt Wanner schlicht eigene Interessen: die eines Verlegers von gedruckten Zeitungen und die eines Besitzers mehrerer Privatradio- und TV-Stationen. Im Folgenden finden Sie sechs Zitate aus Wanners Kommentar «Heimatschutz für die SRG» (NZZ vom 27. August 2018, Seite 8, online hier) und meine Replik darauf.

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Telebasel schnappt sich den Barfi

Anfang Jahr hat Telebasel zumindest mit dem Gedanken gespielt, das Basler News-Portal Barfi.ch zu übernehmen. Die beiden Medien wurden sich aber nicht einig. Nachdem Barfi.ch den Betrieb einstellen musste, versucht Telebasel wenigstens ein Teil der Benutzer zu erben: Der Basler Lokalfernsehsender bespielt neu das Laufband am Barfüsserplatz und buhlt offensiv um Barfi-Nutzer.

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Erst kommt das Fressen…

Der Bundesrat will die Regeln für Kriegsmaterialexporte lockern: Künftig soll es auch möglich sein, Waffen in Krisengebiete zu verkaufen. Er gewichtet Arbeitsplätze in der Schweizer Rüstungsindustrie und deren Gewinn höher als Menschenleben in Bürgerkriegsstaaten. Die Sicherheitskommission des Nationalrats hat dem Bundesrat diese Woche grünes Licht für die Pläne gegeben. Unseren Politikern ist das Fressen also weiterhin wichtiger als die Moral. Die Höhe ist, dass sie ihr Handeln mit der Sicherheit der Schweizer Bevölkerung begründen. Doch der Effekt dürfte das Gegenteil sein.

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Eine Hommage an Aretha Franklin

Als ich mir am letzten Wochenende zum Kochen eine Playlist mit den grössten Hits von Aretha Franklin anhörte, die am 16. August gestorben war, moserte meine 17jährige Tochter «Was für Uralt-Musik ist das denn wieder?» Ich versuchte ihr zu erklären, dass Aretha Franklin die absolute Queen of Soul gewesen sei und das Vorbild all jener Musikerinnen, die sie gut findet. Es half nichts.

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Die Erde rechnet ab

Schon 1972 hat der Club of Rome vor den Grenzen des Wachstums gewarnt und den Folgen von Naturvernichtung, Umweltverschmutzung und den damals noch nicht unter dem Begriff «Klimawandel» bekannten Problem. 1992, an der ersten Weltumweltkonferenz in Rio de Janeiro hätte die Welt zuhören müssen. Spätestens seit 2007, als der Weltklimarates eindringlich vor der Klimaerwärmung warnte, weiss unsere Gesellschaft um die Gefahr, die der Erde durch die Klimaerwärmung droht.

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Barfi.ch: Sendeschluss trotz Publikumserfolg

Das Basler Newsportal barfi.ch macht dicht. Trotz beachtlichem Publikumserfolg ist es Besitzer Christian Heeb nicht gelungen, das Angebot finanziell auf gesunde Beine zu stellen. Der Erfolg im Nutzermarkt liess sich nicht auf den Werbemarkt übertragen. Daraus lassen sich einige Lehren ziehen. Eine kleine Analyse.

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Warum wir den Klimawandel nicht den Medien überlassen dürfen

Die Schlagzeilen im Hitzesommer 2018 waren eindrücklich: So heiss war es selten, so trocken nie. Sensationell – entsprechend haben auch die Medien darüber berichtet. Doch das Klima ist eine längerfristige Angelegenheit. So richtig gefährlich wird es dann, wenn wir uns an die Hitze gewöhnt haben und die Medien längst nicht mehr darüber berichten, weil die Erwärmung zur Normalität geworden ist. Wir dürfen den Klimawandel deshalb nicht einfach den Medien überlassen.

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