Monatsarchive: Juli 2018

Fünf Lebensbilder an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Sommerferien. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Biografien – also fünf höchst anregende Lebensbilder. Alle fünf haben mich inspiriert, jedes auf seine Weise. Das erste Buch hat mich in einer alten Liebe bestätigt – und das fünfte ist zart im Thema, aber wuchtig in der Wirkung. Wenn Sie trotzdem einen Wochenkommentar lesen möchten, empfehle ich Ihnen diese drei Kommentare der letzten Wochen, die immer noch aktuell sind:

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Fünf Denkanstösse an Stelle eines Wochenkommentars

Einen eigentlichen Wochenkommentar gibt es heute nicht – der Wochenkommentar macht Sommerpause. Dafür gibt es aktuelle Lesetipps. Heute: fünf Denkanstösse – also fünf höchst anregende Sachbücher. Es sind Bücher, nach deren Lektüre sie die Welt anders sehen werden. Das erste Buch eröffnet Ihnen die Welt der Tiere auf eine ganz neuartige Weise: Es widmet sich den Sprachen der Tiere, aber dies aus philosophischer Sicht. Das fünfte Buch widmet sich dem drängendsten Problem unserer Zeit: dem Verhältnis von Europa zu Afrika und der Verantwortung, die Europa aus der Kolonialzeit zu tragen hat. Ein schwieriges Thema – es ist deshalb gut, dass es sich bei diesem Buch nicht um ein Sachbuch, sondern um einen Roman handelt.

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Entlang den Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan

In erschreckendem Tempo öffnen sich in und um Europa Gräben. Zum Teil sind es alte Gräben, die wir längst zugeschüttet glaubten, zum Teil sind es neue Risse, die sich zwischen Ländern und Völkergemeinschaften auftun. Manche der Gräben verlaufen entlang von Grenzen, andere gehen mitten durch Ortschaften, ja durch Familien.

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Wohlstand auf Kosten unserer Werte

Europa hat sich in den letzten Wochen selbst abgeschafft: Die EU-Länder haben der Europäischen Charta ins Gesicht gespuckt, in der von der unteilbaren und universellen Würde des Menschen die Rede ist. Die Länder der EU wollen mit den Flüchtenden nichts zu tun haben, sie am liebsten bereits in Nordafrika festhalten. Die Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer betrachten sie als Flüchtlings-Shuttles. In Deutschland macht das böse Wort vom Asyltourismus die Runde. In der Schweiz ist abschätzig von Wirtschaftsflüchtlingen die Rede. Gemeinsam ist beiden Ländern das grosse Schulterzucken: Was geht uns das an? Hauptsache, Ferien. Und mit den Flüchtenden ertrinkt im Mittelmeer die Menschlichkeit.

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Wurzeln. Die trügerischen Mythen der Identität

Es ist wieder oft von Tradition die Rede. Von unserer Herkunft, unseren Wurzeln. Maurizio Bettini erklärt und dekonstruiert in diesem klugen Buch das so verführerische Bild der kulturellen Wurzeln. Er vermutet, dass das neu erwachte Interesse an der Tradition eine Reaktion ist auf die zunehmende Homogenisierung von Ländern und Kulturen.

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