Neuartige Reiseführer im Web
10.Oktober 2008
Reisen war schon immer eines der wichtigsten Themen im Web. Jetzt entdeckt das Web 2.0 die Reiseführer. Das Resultat sind neuartige Reiseführer, die von den Reisenden selbst gespiesen werden. Für einige Überraschungen sind die Angebote schon gut, richtig viel Service bieten sie aber noch nicht.
Wer ist der beste Ratgeber, wenn es um Reisen und Ferien geht? Richtig: Freunde. Die Mund-zu-Mund-Propaganda ist der zuverlässigste Weg, um zu guten Ferien zu kommen. Bloss schade, dass auch in einem grossen Freundeskreis die Möglichkeiten, neue Tipps zu bekommen, doch etwas beschränkt sind.
Da setzen neue Services im Internet an: Sie verknüpfen Reiseführer, soziales Netzwerk, Web 2.0 und die gute, alte Mund-zu-Mund-Propaganda zu neuen Angeboten. In der Theorie tönt das sensationell. In der Praxis überzeugen die Ansätze, in den Details hapert es zuweilen noch.
Reiseführer der neuen Art
Jüngstes Beispiel für einen Reiseführer der neuen Art ist Tripwolf: Der Web 2.0-Reiseführer kombiniert die Inhalte der Reiseführer von Marco Polo, DuMont und Falk mit Tipps, Angaben und Rezensionen von Internetbenutzern zu einem neuartigen Angebot. Es soll die Qualität eines Reiseführers mit der Individualität von Mund-zu-Mund-Propaganda verbinden.
Auf dem Bildschirm sieht der Reiseführer aus wie Weblog: Oben in der Mitte befindet sich ein Ausschnitt einer Google-Karte. Über diese Karte oder über eine Stichwort-Struktur wird das Reiseziel gewählt. Dazu bietet die Site Informationen aus Lexika und Reiseführern und Tipps zu Hotels und Restaurants von Besuchern.
Ganz auf Tipps fokussiert
Das Spezielle an der Tripwolf-Site ist, dass sie publizierte Informationen und Angaben von Benutzern kombiniert. Einzeln gibt es beides schon länger im Internet. Zum Beispiel Friendly Face, eine Website, die es Reisenden ermöglicht, Fotos und Kommentare von Reisen zu veröffentlichen und die heissen Tipps mit anderen zu teilen.
Ganz auf Tipps fokussiert hat sich „Trips by Tips“. Das funktioniert allerdings nur bei grossen Städten wirklich gut. Zürich ist schon fast zu klein, zu Städten wie Luzern oder Basel weiss die Tipp-Community nicht mehr wirklich viel Nützliches zu erzählen.
Mehr bietet da die ganz auf Hotelbewertung spezialisierte Website Holidaycheck.ch: Die Seite macht Hotelbewertungen von Feriengästen verfügbar. Abrufen lassen sich dabei nicht nur Eindrücke in Worten, sondern auch in Bildern. So kann man sich vor der Abreise ein recht genaues Bild vom Hotel machen.
Eigentliche Reiseenzyklopädien
Wem dabei Wissenswertes zu kurz kommt, greift zu einem Reiselexikon wie Wikivoyage, einer Art Wikipedia für Reiseinformationen. Die Website beschränkt sich dabei auf nüchterne Informationen über das Reiseziel. Bewertungen oder Tipps zu Hotels und Restaurants sind nicht verfügbar. Am Schluss der einzelnen Einträge finden sich aber, wie bei Wikipedia, gut sortierte Links zu weiteren Informationen.
Ähnlich aufgebaut, auf deutsch aber noch nicht so gut entwickelt ist Wikitravel. Auch diese Website will ein frei zugängliches und von den Benutzern betreutes Angebot an Reiseinformationen aufbauen.
Reiselinks
Tripwolf
www.tripwolf.de
Friendly Face
www.friendlyface.de/
Trips by Tips
www.tripsbytips.de/
Holidaycheck.ch
www.holidaycheck.ch
Wikivoyage
www.wikivoyage.org/de
Wikitravel
wikitravel.org/de/
Artikel gespeichert unter: Hintergrund, Texte








bisher 1 Kommentar Eigenen Kommentar schreiben
1. vupyvupag&hellip | 21.August 2009 at 18:42
vupyvupag…
What Is Sizzurp …
Ihr Kommentar
Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu schreiben.
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren