Jury-Sitzung Pacte Multimédia, SRG-SSR idée suisse
Sitzung der Jury des Multimedia-Preises der SRG. Um den Tisch sitzen unter anderen Adrienne Corboud (Kudelski), Patrick Aebischer (EPFL), Andrea Basso (AT&T), Anton Gunzinger (SCS), Ottfried Jarren (Uni ZH), Gilles Marchand (TSR) – und ich. Wir lassen uns zehn Projekte präsentieren, die sich um den Pacte Multimedia bewerben. Oder besser: Wir würden sie uns gerne präsentieren lassen. Doch der Beamer findet das Notebook des ersten Kandidaten von der Shortlist nicht. Gunzinger und Aebischer bemühen sich darum, Basso gibt Hinweise aus dem Hintergrund, Jarren und ich kommentieren. Als der Beamer endlich geht, versagt der Ton. Ein Techniker wird gerufen, schliesslich begnügen wir uns mit dem Ton ab Notebook. Wenn die versammelte Multimedia-Intelligenz der Jury schon vor den Tücken der Technik kapitulieren muss – wie geht es da wohl erst Herrn und Frau Schweizer?
An der Wand, gleich neben der Kaffeemaschine, finde ich diese Ablage für Fernbedienungen. Das Bild bringt auf den Punkt, wie ausgeliefert wir einer hermetischen Technik nach wie vor sind. Vom “Digital Devide” ist häufig die Rede. Der Ausdruck bezeichnet den Gap, der sich in der Gesellschaft zwischen den Wissenden und den Unwissenden auftut. Vielleicht müssten wir wieder mehr vom Gap reden, der sich zwischen Mensch und Technik nach wie vor öffnet.
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