Wenn fernmündlich einem zu nahe geht
Als meine Mutter irgendwann in den 50er Jahren in ihrem Welschlandjahr war, sah sie ihre Eltern und ihre Geschwister ein Jahr lang nicht. Telefonieren war zu teuer, also schrieb man sich, wenn es die Arbeit erlaubte, ab und zu einen Brief. Meist erlaubte es die Arbeit nicht. Heute gehen die Kinder ohne Handy keinen Schritt aus dem Haus und melden spätestens auf dem Münsterplatz, dass sie jetzt auf dem Münsterplatz sind. Ihre Väter tun es ihnen gleich: Auf dem Heimweg nach Basel greifen sie spätestens in Pratteln zum Mobiltelefon und melden ihren Standort nach Hause, auf dass daheim der Kochherd aufgestartet werde. mehr lesen…
jetzt kommentieren? 11. Oktober 2007



