Schlagwort-Archive: NoBillag

Über den Irrtum, Luxemburg sei ein Vorbild für die Schweiz

In der Sendung «Medienclub» auf SRF hat NoBillag-Befürworter Giuseppe Scaglione Luxemburg als Vorbild für die Schweiz ins Spiel gebracht. Luxemburg sei ein kleines, mehrsprachiges Land, das trotzdem ohne öffentlichen Rundfunk auskomme. Also könne das auch die Schweiz, die Argumente «klein» und «mehrsprachig» würden nicht für eine Rundfunkgebühr sprechen. Stimmt das? Wie funktioniert das Mediensystem in Luxemburg? Taugt es als Vorbild für die Schweiz? Schauen wir genauer hin: Fünf Irrtümer zu Luxemburg, zwei Folgerungen und ein Fazit.

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Märchenstunde mit NoBillag-Initianten im «Medienclub»

Im Medienclub auf SRF haben Initianten/Befürworter und Gegner der NoBillag-Initiative miteinander darüber diskutiert, wie die Schweiz nach einer Annahme der NoBillag-Initiative aussehen würde. Dabei fällt auf, dass die Befürworter die ökonomischen Folgen der Initiative kleinreden und die Freiheit von Medien und Markt als alleinseeligmachendes Ziel verkünden. Ich habe mir die Sendung genauer angesehen. Sie finden hier die sieben dreistesten Behauptungen der Befürworter, nüchtern analysiert.

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No Billag? Die Gründe und die Folgen.

Dieses Buch hat viele SRG-Gegner aufgeregt: Alt-Radiopirat Roger Schawinski schreibt ein Buch über die NoBillag-Initiative und verteidigt die Radio- und Fernsehgebühren. Ausgerechnet der Kämpfer gegen die SRG. Doch Schawinski stellt in diesem Buch sachlich dar, dass er nie gegen die SRG und den gebührenfinanzierten Rundfunk kämpfte, sondern nur gegen das Monopol der SRG.

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Rettet das Radio!

Alle reden von der NoBillag-Initiative – dabei aber meist nur über das Fernsehen. Vom Radio ist selten die Rede. Dabei wären die Konsequenzen einer Annahme der Initiative für das Radio katastrophal. Und zwar nicht nur für die Radiosender der SRG. Mit Werbung lassen sich höchstens Sender mit viel Musik und etwas Geplauder finanzieren. Aber nicht die Informationssendungen von Radio SRF – und schon gar nicht SRF2 Kultur. Darum: Rettet das Radio!

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NoBillag-Initiative: Die sieben Illusionen des Gewerbeverbands

Der Schweizerische Gewerbeverband hat heute in Bern seinen «Plan B» vorgestellt und gezeigt, wie er sich die SRG nach einer allfälligen Annahme der NoBillag-Initiative vorstellt. Der Verband behauptet, die SRG könne die benötigte Milliarde locker über Abo-Gebühren, Pay-TV und Werbung einspielen. Doch der Verband verkauft das Fell des Bären dabei gleich dreimal.

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Die sieben Märchen des Hans-Ulrich Bigler

Die «Nordwestschweiz» hat mit Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und FDP-Nationalrat, ein Interview über die NoBillag-Initiative geführt. Bigler und sein Verband befürworten die Initiative und damit die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz. Bigler behauptet im Interview, die SRG könne ohne Radio- und Fernsehgebühren überleben, ja, sie sei dann sogar unabhängiger. Im Interview (Wortlaut hier: https://www.bzbasel.ch/schweiz/gewerbeverbands-chef-bigler-srg-weigerung-fuer-plan-b-ist-erpressung-des-volkes-132057688 ) gibt er unwidersprochen Antworten, die so fern jeder medienökonomischer Realität sind, dass ich Bigler auf diesem Weg widerspreche. Sie finden deshalb hier die sieben Märchen des Hans-Ulrich Bigler und meine Antworten darauf.

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Der bürgerliche Brandstifter

Nach dem grossen Sturm rund um seinen Leitartikel am Samstag in der NZZ «Die Schweiz braucht keine Staatsmedien» hat NZZ-Chefredaktor Eric Gujer heute im Branchendienst Persoenlich.com nachgelegt in einem Interview. Unter dem Titel «Freie Medien benötigen die Freiheit von Staatseinfluss» hält Persoenlich.com-Chef Matthias Ackeret Gujer das Mikrofon hin. Und Gujer setzt sein gefährliches Spiel fort.

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Viel Echo auf die Gujer-Replik

Meine Replik in zehn Punkten auf den Leitartikel von Eric Gujer am letzten Samstag in der NZZ hat gewaltiges Echo ausgelöst. Hier ein paar Beispiele:

Watson-Gründer Hansi Voigt gratuliert per Twitter zu zehn Auswärtstoren (Danke, Hansi):

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Replik auf Eric Gujers Kommentar in der NZZ: «Die Schweiz braucht keine Staatsmedien»

NZZ-Chefredaktor Eric Gujer greift in der NZZ zum verbalen Zweihänder und drischt polemisch auf die SRG ein. Ich habe seinen Kommentar in zehn Vorwürfe zerlegt, die ich im Folgenden beantworte. Die Vorwürfe sind verkürzte, wörtliche Zitate aus seinem Kommentar, der Wortlaut findet sich hier: https://www.nzz.ch/meinung/die-schweiz-braucht-keine-staatsmedien-ld.1339261

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Die Medien drängen uns in den Meinungssumpf

Blosse Informationen waren gestern: Heute wird gemeint. Und zwar grossflächig. Denn Meinungen bringen mehr Aufmerksamkeit als blosse Informationen. Also berichten die Medien nicht nur, sie werten auch immer mehr. Und zwar nicht erst im Kommentar, sondern schon im Titel. Mit fatalen Folgen. Denn wenn es keine Informationen mehr gibt, sondern nur noch Meinungen, ist nichts mehr sicher, auch die Wissenschaft wird zur blossen Meinung. Willkommen im Meinungssumpf.

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