Schlagwort-Archive: Journalismus

Moderation FairMedia-Kongress

Am Freitag, 23, Juni 2017, habe ich den FairMedia-Kongress über Fake News in Basel moderiert. Nach einer kurzen Einleitung von Nationalrat Beat Jans (SP, BS) gaben drei Inputreferate drei ganz unterschiedliche Einführungen ins Thema:

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Die Zeit der Anker-Medien ist vorbei — jetzt kommen Anker-Inhalte

Es gab eine Zeit, da schalteten die Schweizerinnen und Schweizer um 12’30 Uhr die Radioapparate ein, um das „Rendezvous am Mittag“ zu hören, die mittägliche Radiosendung des Schweizer Radios DRS. Dabei herrschte andächtige Stille — wer zu laut mit Messer und Gabel klapperte, wurde mit strafenden Blicken zur Ruhe gebracht. Ähnliches wiederholte sich am Abend, entweder um 18’00 Uhr zum „Echo der Zeit“, oder um 19’30 Uhr zur „Tagesschau“. Das ist heute nicht mehr so: Die Sendungen verlieren Hörer und Zuschauer, die Rituale sind erodiert.

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Aufmerksamkeit kontra Vertrauen

Nach dem Suizid von Swisscom-Chef Carsten Schloter wusste eine ganze Reihe von Journalisten sofort, warum Schloter sich umgebracht hatte: Burnout. Allenthalben tauchten Zitate aus Interviews auf, die beweisen sollten, dass der Swisscom-Chef nicht mehr weiter wusste und ausgebrannt war. Freihändig stellten Medien die Diagnose Burnout, suchten die Ursache im sich beständig schneller drehenden Wirtschaftsleben und setzten die Verben dazu nicht einmal in den Konjunktiv. Dazu gab es Interviews mit Spezialisten zu Depression und Managerkrankheiten wie dieses hier. Heute ist bekannt geworden, dass Schloter einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Offenbar hat er die Trennung von seinen Kindern nicht verdaut. Die Ursache für den Suizid (wenn es den eine einzige Ursache gibt) scheint eher im Privatleben zu suchen zu sein.

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