Schlagwort-Archive: Europa

Entlang den Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan

In erschreckendem Tempo öffnen sich in und um Europa Gräben. Zum Teil sind es alte Gräben, die wir längst zugeschüttet glaubten, zum Teil sind es neue Risse, die sich zwischen Ländern und Völkergemeinschaften auftun. Manche der Gräben verlaufen entlang von Grenzen, andere gehen mitten durch Ortschaften, ja durch Familien.

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Wohlstand auf Kosten unserer Werte

Europa hat sich in den letzten Wochen selbst abgeschafft: Die EU-Länder haben der Europäischen Charta ins Gesicht gespuckt, in der von der unteilbaren und universellen Würde des Menschen die Rede ist. Die Länder der EU wollen mit den Flüchtenden nichts zu tun haben, sie am liebsten bereits in Nordafrika festhalten. Die Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer betrachten sie als Flüchtlings-Shuttles. In Deutschland macht das böse Wort vom Asyltourismus die Runde. In der Schweiz ist abschätzig von Wirtschaftsflüchtlingen die Rede. Gemeinsam ist beiden Ländern das grosse Schulterzucken: Was geht uns das an? Hauptsache, Ferien. Und mit den Flüchtenden ertrinkt im Mittelmeer die Menschlichkeit.

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Die scheinheiligen Patrioten

Die Fifa behauptet, ihr Fussballfest sei sauber. Gefühle ja, aber streng geregelt. Doch das ist scheinheilig: Die nationalen Hochgefühle fördern Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. All die Fahnen, Flaggen und Farben an der Fussball-WM mögen vor Ort harmlos aussehen. Das patriotische Allotria führt in der Welt jedoch zu Nationalismus und Ausgrenzung. Das haben in der Schweiz die Reaktionen auf die Doppeladlergeste von Xhaka und Shaqiri gezeigt. Und die Zeit für Spiele mit dem nationalistischen Feuer könnte ungünstiger nicht sein.

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Hört endlich auf, Waffe und Freiheit gleichzusetzen

Die persönliche Waffe war den Schweizern lange heilig. Jetzt fordert Europa von der Schweiz eine Verschärfung des Waffenrechts. Das bringt Schützenvereine und vor alle die Waffenlobby Pro Tell auf die Palme. Sie sehen unser Bürgerrecht, unsere Sicherheit und unsere Freiheit in Gefahr. Stimmt das? Machen Waffen im 21. Jahrhundert tatsächlich den freien Bürger aus? Ein Versuch, den Gewehrschrank auszumisten.

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Warum es fatal ist, Politik als Deal zu sehen

Didier Burkhalter tritt zurück und mit ihm verschwindet das Schweiz-EU-Problem. So lesen sich jedenfalls die Kommentare in bürgerlichen Schweizer Zeitungen. Kernig wird nach dem linken Bundesrat im FDP-Mantel ein klar bürgerlicher Nachfolger gefordert. Der wird es dann schon richten mit der EU und für die Schweiz den besten «Deal» herausholen. Und genau das ist das Problem: Schweizer Politiker verstehen Aussenpolitik nur noch als Deal. Sie reduzieren die Welt auf einen Markt und kennen nur noch einen Wert: den Marktwert. Das ist fatal – gerade für uns Menschen in der Schweiz.

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Spannendes Gespräch mit Adrian Arnold

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Herr Blocher, ich habe da noch ein paar Fragen

In seinem heutigen Interview mit der NZZ wünscht sich Alt-Bundesrat Christoph Blocher ein Europa der Vaterländer. Wörtlich sagt er: Meines Erachtens wäre ein Europa richtig, wie es de Gaulle propagiert hatte: ein Europa der Vaterländer. Konkret wünscht sich Blocher, dass die EU langsam wieder aufbricht und die Nationalstaaten mehr Bewegungsraum erhalten.

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Kleine Schweiz – was nun?

Liebe macht blind. Auch Heimatliebe. Und sie macht aus einem Zwerg einen Elefanten. Deshalb röhrt es von rechts, die Schweiz sei auf die Welt nicht angewiesen. Blöd nur, dass Schweizer, die sich in die grosse Welt wagen, unsanft auf dem Boden landen. Diese Woche ist das dem Schweizer Fussballdominator FC Basel passiert: Zu Hause ein Riese, in London ein Zwerg. Was wir daraus lernen können? Dass die Schweiz nur eine Zukunft hat, wenn sie sich mit dieser Welt verbindet. Unser Land hat die Wahl zwischen Zukunft dank radikaler Offenheit – oder Vergangenheit à la Ballenberg. Aber lesen Sie selbst.

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Alle gegen Europa – woher nur kommt diese grosse Wut?

Nach dem beschlossenen Brexit schallt sie einem überall entgegen, in Zeitungsartikeln, Internetkommentaren und in der Beiz: die grosse Wut auf Europa. Woher nur kommt diese grosse Wut? Warum richtet sie sich in England, in Deutschland, in Frankreich, in der Schweiz so heftig gegen Europa? Ein Erklärungsversuch und die Andeutung eines Auswegs.

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Aus Europa kann man nicht austreten. Auch England nicht.

Grossbritannien kann zwar aus der EU austreten, aber nicht aus Europa und schon gar nicht aus der Gegenwart. Das ist vielleicht der grosse, der fundamentale Irrtum vieler #Brexit-Befürworter und es ist auch der Irrtum vieler Europa-Ablehner in der Schweiz. Ob Klimawandel oder Migration, globale Finanzwirtschaft oder Digitalisierung – die Themen unserer Zeit lassen sich nicht auf der Ebene von Nationalstaaten angehen. Eine EU-Mitgliedschaft ist vielleicht nicht Voraussetzung, nationalistischer Isolationismus aber sicher ein Hindernis für das Lösen der grossen Probleme der Gegenwart.

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