Archiv der Kategorie: Essay

Wenn Radio selbst zu Kultur wird

Der Abbruch des Radiostudios auf dem Bruderholz in Basel rückt näher und plötzlich wird den Baslern bewusst, dass in diesem Studio nicht nur von Kultur berichtet worden ist, sondern dass in diesem Studio auch viel Kultur entstanden ist: Radiokultur nämlich.

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Der Protz

Morgen beginnt am Bundesstrafgericht in Bellinzona der Prozess gegen den Basler Börsenguru Dieter Behring. 800 Millionen Franken beträgt die Deliktsumme, die Rede ist von bis zu 2000 Geschädigten. Behring wollte einst den «genetischen Code der Börse» geknackt haben. Seinen Basler Kunden zog er Millionen aus der Tasche. Wie konnte es nur so weit kommen?

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Zum Abschied ein paar Fragen

Ich war immer der Ansicht, dass eine Zeitung, dass Medien Meinungen nicht machen müssen, sondern die Informationen und Anregungen bieten sollten, die es den Lesern ermöglichen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Ich habe mir deshalb erlaubt, den letzten Wochenkommentar, der in der bz erscheint, nicht in Form von Thesen zu formulieren, sondern in Form von Fragen.

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Erst kommt das Fressen und dann kommt – was?

Als ich ein kleiner Junge war, da habe ich gedacht, dass die Guten gefördert werden und die Besten an der Spitze landen. Und die Allerbesten, die regieren die Schweiz. Ist ja logisch. Wenn das Volk schon selbst bestimmen kann, wer es regiert, dann wäre das Volk ja blöd, wenn es sich eine schlechte Regierung geben würde. Oder?

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Immanuel Kant und die Klimakatastrophe

Was ist das wichtigste Ereignis dieser Woche? Ist es das Geschacher um den zweiten SVP-Bundesrat? Die Scheinwahl, welche die SVP dem Parlament ermöglicht, indem sie ihr eigenes Parteiprogramm über das Wahlrecht des Parlaments setzt? Ist es der Entscheid des Bundesrats, die Zuwanderung aus der EU notfalls auch einseitig mit einer Schutzklausel zu begrenzen, obwohl er damit die Bilateralen und also das wirtschaftliche Wohlergehen der Schweiz aufs Spiel setzt? Oder ist es der Entscheid des Deutschen Bundestags, bis zu 1200 Soldaten in den Syrien-Krieg zu schicken?

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Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Der Euro-Airport Basel-Mulhouse hat am Mittwoch die Grenzkontrollen verschärft: Die Polizei unterzieht künftig alle Passagiere am Flughafen systematischer Kontrollen. Ausgenommen sind lediglich Fluggäste von und nach französischen Flughäfen. Die Schweizer Grenzwacht musste nachziehen, deshalb werden auch Passagiere genauer kontrolliert, die vom Schweizer Teil des Flughafens aus abfliegen.

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Das Nötige möglich machen

Über den 80-Millionen-Handel zwischen den beiden Basel zur Rettung von Universitätsvertrag undKulturpauschale

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), der diese Woche 96-jährig verstorben ist, bezeichnete sich selbst als „Pragmatiker mit Grundwerten“. Nachdem Willy Brandt der Guillaume-Affäre wegen hatte zurücktreten müssen, wählte ihn der Deutsche Bundestag am 16. Mai 1974 zum fünften Kanzler der Bundesrepublik. In seiner Antrittsrede sagte Schmidt: „Keine Regierung kann Wunder vollbringen. Das Mögliche aber, das Mögliche muss sie mit aller Kraft verwirklichen.“

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Die grosse Mär von der Unabhängigkeit der Schweiz

Es seien schwierige Zeiten, jetzt müsse man für die Erhaltung der Schweizer Unabhängigkeit kämpfen. Denn diese Schweizer Unabhängigkeit sei bedroht. So lautet der Refrain von Neo-SVP-Politiker Roger Köppel, von Alt-Bundesrat Christoph Blocher und von vielen anderen nationalkonservativen Politikern. Ganz selbstverständlich werden von vielen Medien dabei zwei Aussagen weitertransportiert. Erstens: Die Schweiz ist unabhängig. Zweitens: Diese Unabhängigkeit ist in Gefahr. Aber stimmt das wirklich?

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