Stadt. Ansichten

In diesem Buch geht es nicht um Städte, sondern um das Städtische, also um die Urbanität. Was ist das genau? Armin Nassehi erklärt es so. Ein Europa gibt es drei Idealtypen von Örtlichkeiten: das Dorf, das Kloster, die Stadt.

Das Dorf ist von Gleichartigkeit geprägt: die Tätigkeiten sind sichtbar aufeinander bezogen, deshalb reagieren sie sensibel auf Abweichung und Varietät. Jeder hat seine Rolle und die ist transparent und bekannt. Das Kloster ist eine zentralistisch geführte, höchst arbeitsteilige Einheit. Die innere Vielfalt wird durch äussere Einheit geordnet. Städte dagegen sind Orte der unkoordinierten Verschiedenheit. Auf engstem Raum trifft Unterschiedlichstes aufeinander. Es sind Orte der Ballung von Vielfalt und Diversität. Das Buch diskutiert verschiedene Aspekte davon, etwa die kreative Uneindeutigkeit von Städten (die Donald Trump übrigens hasst), die Anziehungskraft von Städten, die Geschichte urbaner Mobilität und der Trend zu Megastädten. Eingestreut sind kleine Portraits von Peking, Berlin, München, Sankt Petersburg, Hamburg und Tanger. Kurz: Eine wunderbare Materialsammlung nicht nur für Städter.

Peter von Felixberger, Armin Nassehi: Stadt. Ansichten. Kursbuch 190, Murmann Publishers, 200 Seiten, 25.90 Franken; ISBN 978-3-946514-43-5

Das Buch finden Sie hier.

Buchtipp zum Wochenkommentar vom 30. Juni 2017: Über die Trumpisierung des Kantons Basel-Landschaft

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