Die Aufmerksamkeitsfalle

Mein Buchtipp erfolgt heute in eigener Sache: Ich lege Ihnen mein neues Buch ans Herz. Ich zeige darin, wie und warum sich die Medien immer stärker auf das Bewirtschaften von Aufmerksamkeit fokussieren und warum das fatale Folgen für die Politik hat.

Einer der Gründe für die Entwicklung ist die Ausbreitung des Internets. Früher verkauften sich nur Boulevardzeitungen einzeln auf der Strasse. Heute ist das Internet ein einziger, grosser Boulevard, ein Informations-Schlaraffenland, in dem sich die Benutzer mehr oder weniger frei bedienen können. Jeder einzelne Artikel buhlt um Aufmerksamkeit der Internetbenutzer. Das führt dazu, dass die Boulevardmechanismen emotionalisieren, skandalisieren, personalisieren in allen Zeitungen Einzug halten – selbst in der NZZ. Politiker sind, wie die Medien, auf Aufmerksamkeit angewiesen. Politiker wie Christoph Blocher haben früh gemerkt, dass sie mit gezieltem Skandalisieren viel Aufmerksamkeit erhalten. So kommt es zur Symbiose zwischen aufmerksamkeitsorientierten Medien und populistischen Politikern. Was das alles mit James Bond und Marilyn Monroe zu tun hat und welche Rolle ein Orgelspiel von Johann Sebastian Bach um 1715 in Weimar und die Briefe der Liselotte von der Pfalz vom Hof des Sonnenkönigs Louis XIV. dabei spielen – das lesen Sie am besten selbst. Weitere Informationen und alle Quellenverweise gibt es auf der Website www.aufmerksamkeitsfalle.ch.

Matthias Zehnder: Die Aufmerksamkeitsfalle. Wie Medien zu Populismus führen. Zytglogge, 125 Seiten, 24 Franken; ISBN 978-3-7296-0951-8

Erhältlich ist das Buch hier: http://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783729609518/Zehnder-Matthias/Die-Aufmerksamkeitsfalle

Buchtipp zum Wochenkommentar vom 18. August 2017: Wie die Medien zu Populismus führen

Dieser Beitrag wurde unter Buchtipp abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Die Aufmerksamkeitsfalle

  1. Thomas Zweidler sagt:

    Zu einem wahrscheinlich brillianten Buch (hab es noch nicht gelesen) hier ein brillianter Text (hab ich gelesen), was die Aufgabe der Medien, der Journalisten, des Textinhaltes sein sollte, was ich für eine Auffassung von einer guten Zeitung, Journal, Radio, Medien habe:
    https://bazonline.ch/kultur/diverses/Unser-lieber-Staatsfeind/story/19907341
    L e s e n s w e r t !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.