Der Wille des Volkes

Diese Woche empfehle ich ausnahmsweise einen Roman: Das neue Buch des Schweizer Schriftstellers Charles Lewinsky. Es heisst Der Wille des Volkes und gibt sich als Kriminalroman.

In Tat und Wahrheit ist es eine düstere Dystopie: die Vision einer Schweiz, die von einer rechtsnational-populistischen Partei regiert wird. Die Hauptperson ist Kurt Weilemann, ein Recherchejournalist, der früher «Kilowatt» genannt wurde. Weilemann ist zwar längst pensioniert und hat mehr mit seiner Hüfte zu tun als mit seiner Schreibmaschine, der «Selbstmord» genannte Unfalltod eines ehemaligen Kollegen lässt ihn aber nicht los und er beginnt zu recherchieren. Vielleicht war sein Kollege den Eidgenössischen Demokraten, wie die Schweiz beherrschende Partei heisst, zu nahe gekommen? Lewinsky zeichnet seine Geschichte nicht mit Pastellfarben, sondern mit Plakatfarben und er trägt immer wieder sehr dick auf. Die düstere Vision der Schweiz ist deshalb manchmal überraschend lustig – allerdings bleibt einem beim Lesen das Lachen immer wieder im Hals stecken.

Charles Lewinsky: Der Wille des Volkes. Kriminalroman. Nagel & Kimche, 384 Seiten, 34.50 Franken; ISBN 978-3-312-01037-0

Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783312010370

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Buchtipp zum Wochenkommentar vom 25. August 2017: Alternative Geschichte für eine bessere Gegenwart

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