Monatsarchive: August 2015

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

«Gutmensch», das ist heute ein Schimpfwort. Es wird in der Debatte um Ausländer und Flüchtlinge meist von rechts gegen links angewendet und ist in der Regel böse gemeint. Ein Gutmensch, das ist nach dieser Lesart ein Mensch, der es gut meint, aber nicht gut macht: ein naiver Weltverbesserer, einer, der auf andere reinfallt, auf Flüchtlinge zum Beispiel, die doch in Wirklichkeit (wenigstens der Wirklichkeit derer, welche die Gutmenschen kritisieren) «Wirtschaftsflüchtlinge» seien. Ein Gutmensch ist ein Biedermann, der die Brandstifter ins eigene Haus lasst und ihnen noch Bier serviert. Ein sentimentaler Weichling, der von der harten Realität einer darwinistischen Welt übermannt wird. Ein Ahnungsloser, ein Träumer, kurz: ein Schwächling.

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Potz Heimatland

Nachdem sich der Pulverdampf des ersten August etwas verzogen hat und wir die Reden und Raketen überstanden haben, ist es Zeit, ohne Höhenfeuerhitze über einige Aspekte von Heimat und Heimatland nachzudenken. Da ist zunächst die simple Feststellung, dass Heimat und Heimatland nicht dasselbe sind und es keineswegs vaterlandsverräterisch ist, dies festzustellen. Daran krankt der erste August vielleicht am meisten: dass alle das Heimatland feiern, aber die Heimat meinen.

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